Taanit 19

Kapitel 19

א בברייתו של עולם
1 [Dies geschah] bei der Weltschöpfung.
ב ת"ר א"י נבראת תחילה וכל העולם כולו נברא לבסוף שנאמר (משלי ח, כו) עד לא עשה ארץ וחוצות א"י משקה אותה הקב"ה בעצמו וכל העולם כולו ע"י שליח שנאמר (איוב ה, י) הנותן מטר על פני ארץ ושולח מים על פני חוצות
2 Die Rabbanan lehrten: Das Jisraélland wurde zu allererst erschaffen und nachher erst die ganze Welt, denn es heißt: <i>bevor er Erde und Fluren</i> <i>erschaffen hat</i>. Das Jisraélland wird vom Heiligen, gepriesen sei er, selbst bewässert, die ganze Welt aber durch einen Vertreter, denn es heißt: <i>der der Erde Regen spendet und Wasser auf die Fluren sendet.</i>
ג א"י שותה מי גשמים וכל העולם כולו מתמצית שנאמר הנותן מטר על פני ארץ וגו' א"י שותה תחילה וכל העולם כולו לבסוף שנאמר הנותן מטר על פני ארץ וגו' משל לאדם שמגבל את הגבינה נוטל את האוכל ומניח את הפסולת
3 Das Jisraélland wird mit Regenwasser bewässert, die ganze Welt aber mit der Neige, denn es heißt: <i>der der Erde</i> <i>Regen spendet &amp;c</i>. Das Jisraélland wird zuerst bewässert und nachher die ganze Welt, denn es heißt: <i>der der Erde</i> <i>Regen spendet &amp;c.</i> Ein Gleichnis. Wie wenn jemand Käse knetet, er nimmt das Eßbare heraus und läßt den Abfall zurück.
ד אמר מר ממתקין הן בעבים מנליה דא"ר יצחק בר יוסף א"ר יוחנן כתיב (תהלים יח, יב) חשכת מים עבי שחקים וכתיב (שמואל ב כב, יב) חשרת מים עבי שחקים
4 Der Meister sagte: Sie werden durch die Wolken gesüßt. Woher dies? – R. Jiçḥaq b. Joseph sagte im Namen R. Joḥanans: Es heißt: <i>finsteres [ḥeškath] Gewässer</i>, <i>dichte Wolken</i>, dagegen heißt es: <i>gedrängtes [ḥešrath] Gewässer, dichte Wolken</i>?
ה שקול כף ושדי אריש וקרי ביה חכשרת
5 Nimm des Kaph <i>[in ḥeškath]</i> und setze es zu Reš <i>[in ḥešrath]</i> und lies <i>hakhšarath</i>. –
ו ור' יהושע בהני קראי מאי דריש בהו סבר לה כי הא דכי אתא רב דימי אמר אמרי במערבא נהור ענני זעירין מוהי חשוך ענני סגיין מוהי
6 Wofür verwendet R. Jehošua͑ diese Verse? – Er verwendet sie für das folgende. Als nämlich R. Dimi kam, sagte er: Sind die Wolken hell, so haben sie wenig Wasser, sind die Wolken dunkel, so haben sie viel Wasser. –
ז כמאן אזלא הא דתניא מים העליונים במאמר הם תלוים ופירותיהן מי גשמים שנאמר (תהלים קד, יג) מפרי מעשיך תשבע הארץ כמאן כר' יהושע ור' אליעזר ההוא במעשה ידיו של הקב"ה הוא דכתיב
7 Wessen Ansicht vertritt folgende Lehre: Das obere Gewässer schwebt durch [göttlichen] Ausspruch, dessen Frucht das Regenwasser ist, denn es heißt: <i>von der Frucht deiner Werke sättigt sich die Erde</i>? Wohl die R. Jehošua͑s. – Und R. Eliêzer!? – Dieser [Vers] spricht von den [übrigen] Werken des Heiligen, gepriesen sei er.
ח אריב"ל כל העולם כולו מתמצית גן עדן הוא שותה שנאמר (בראשית ב, י) ונהר יוצא מעדן וגו' תנא מתמצית בית כור שותה תרקב:
8 R. Jehošua͑ b. Levi sagte: Die ganze Welt wird mit der Neige des E͑dengartens getränkt, denn es heißt: <i>und ein Strom geht von E͑den aus &amp;c.</i> Es wird gelehrt: Mit der Neige [des Wassers] für eine Korfläche ist eine Trikabfläche zu bewässern.
ט ת"ר ארץ מצרים הויא ד' מאות פרסה על ד' מאות פרסה והוא אחד מששים בכוש וכוש אחד מששים בעולם ועולם א' מששים בגן וגן אחד מששים לעדן ועדן אחד מס' לגיהנם נמצא כל העולם כולו ככיסוי קדרה לגיהנם וי"א גיהנם אין לה שיעור וי"א עדן אין לה שיעור
9 Die Rabbanan lehrten: Das Land Miçrajim hat vierhundert zu vierhundert Parasangen, das ist nämlich ein Sechzigstel von Kuš; Kuš hat ein Sechzigstel der ganzen Welt, die ganze Welt hat ein Sechzigstel des Gartens, der Garten hat ein Sechzigstel des E͑dens und der E͑den hat ein Sechzigstel der Hölle; das Verhältnis der ganzen Welt zur Hölle gleicht somit dem des Deckels zum Topfe. [Die Größe] der Hölle ist ohne Maß; manche sagen, die des E͑dens sei ohne Maß.
י א"ר אושעיא מאי דכתיב (ירמיהו נא, יג) שוכנת על מים רבים רבת אוצרות מי גרם לבבל שיהו אוצרותיה מליאות בר הוי אומר מפני ששוכנת על מים רבים אמר רב עתירה בבל דחצדא בלא מיטרא אמר אביי נקיטינן טובעני ולא יובשני:
10 R. Ošaja͑ sagte: Es heißt: <i>o, die du am großen Wasser wohnest, reich an Schätzen;</i> was verursachte, daß Babylonien reich an Schätzen ist? Sage: weil es an vielen Wassern wohnt. Rabh sagte: Babylonien ist reich, denn es erntet ohne Regen. Abajje sagte: Uns ist es überliefert: lieber ein sumpfiger Boden als ein dürrer Boden.
יא <big><strong>מתני׳</strong></big> בג' במרחשון שואלין את הגשמים רבן גמליאל אומר בשבעה בו ט"ו יום אחר החג כדי שיגיע אחרון שבישראל לנהר פרת:
11 <b>A</b><small>M DRITTEN MARḤEŠVAN</small> [<small>BEGINNT MAN</small>], <small>UM</small> R<small>EGEN ZU BITTEN</small>; R. G<small>AMLIÉL SAGT, AM SIEBENTEN DESSELBEN, FÜNFZEHN</small> T<small>AGE NACH DEM</small> H<small>ÜTTENFESTE, DAMIT DER LETZTE IN</small> J<small>ISRAE͑L</small> <small>DEN</small> E<small>UPHRAT ERREICHEN KÖNNE</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> א"ר אלעזר הלכה כרבן גמליאל תניא חנניה אומר ובגולה עד ששים בתקופה אמר רב הונא בר חייא אמר שמואל הלכה כחנניה
12 GEMARA. R. Elea͑zar sagte: Die Halakha ist wie R. Gamliél. Es wird gelehrt: Ḥananja sagte, in der Diaspora erst sechzig Tage in der Jahreszeit. R. Hona b. Ḥija sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie Ḥananja. –
יג איני והא בעו מיניה משמואל מאימת מדכרינן ותן טל ומטר אמר להו מכי מעיילי ציבי לבי טבות רישבא דילמא אידי ואידי חד שיעורא הוא
13 Dem ist ja aber nicht so, man fragte ja Šemuél, wann man ‘Gib Tau und Regen’ zu beten beginne, und er erwiderte: Wenn man bei Tabuth dem Vogelfänger Holz einzubringen beginnt. –
יד איבעיא להו יום ששים כלפני ששים או כלאחר ששים ת"ש רב אמר יום ששים כלאחר ששים ושמואל אמר יום ששים כלפני ששים
14 Beide Zeitbestimmungen stimmen überein. Sie fragten: Gehört der sechzigste Tag zu den sechzig Tagen vorher oder zu den folgenden? – Komm und höre: Rabh sagte, der sechzigste Tag gehöre zu den folgenden, und Šemuél sagte, der sechzigste Tag gehöre zu den vorangehenden.
טו א"ר נחמן בר יצחק וסימנך עילאי בעו מיא תתאי לא בעו מיא אמר רב פפא הלכתא יום ששים כלאחר ששים:
15 R. Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Als Merkmal diene dir: die höheren [Orte] brauchen Wasser, die tieferen brauchen kein Wasser. R. Papa sagte: Die Halakha ist, der sechzigste Tag gehöre zu den Tagen nachher.
טז <big><strong>מתני׳</strong></big> הגיע י"ז במרחשון ולא ירדו גשמים התחילו היחידים מתענין ג' תעניות אוכלין ושותין משחשיכה ומותרין במלאכה וברחיצה ובסיכה ובנעילת הסנדל ובתשמיש המטה הגיע ר"ח כסליו ולא ירדו גשמים ב"ד גוזרין שלש תעניות על הצבור אוכלין ושותין משחשיכה ומותרין במלאכה וברחיצה ובסיכה ובנעילת הסנדל ובתשמיש המטה:
16 <b>I</b><small>ST DER SIEBZEHNTE</small> M<small>ARḤEŠVAN HERANGEREICHT, OHNE DASS</small> R<small>EGEN GEFALLEN IST, SO BEGINNEN</small> V<small>EREINZELTE DREI</small> F<small>ASTTAGE ABZUHALTEN</small>. M<small>AN DARF ESSEN UND TRINKEN, NACHDEM ES DUNKEL GEWORDEN</small> <small>IST, AUCH IST DIE</small> A<small>RBEIT, DAS</small> B<small>ADEN, DAS</small> S<small>ALBEN, DAS</small> A<small>NZIEHEN DER</small> S<small>ANDALEN UND DER</small> B<small>EISCHLAF ERLAUBT</small>. I<small>ST DER ERSTE</small> K<small>ISLEV HERANGEREICHT, OHNE DASS</small> R<small>EGEN GEFALLEN IST, SO VERFÜGT DAS</small> G<small>ERICHT DREI</small> G<small>EMEINDEFASTTAGE</small>. M<small>AN DARF ESSEN UND TRINKEN, NACHDEM ES DUNKEL GEWORDEN IST</small>, <small>AUCH IST DIE</small> A<small>RBEIT, DAS</small> B<small>ADEN, DAS</small> S<small>ALBEN, DAS</small> A<small>NZIEHEN DER</small> S<small>ANDALEN UND DER</small> B<small>EISCHLAF ERLAUBT</small>.
יז <big><strong>גמ׳</strong></big> מאן יחידים אמר רב הונא רבנן ואמר רב הונא יחידים מתענין שלשה תעניות שני וחמישי ושני
17 GEMARA. Wer sind die Vereinzelten? R. Hona erwiderte: Die Gelehrten. Ferner sagte R. Hona: Die drei Fasttage, die die Vereinzelten fasten, sind Montag, Donnerstag und Montag. –
יח מאי קמשמע לן תנינא אין גוזרין תענית על הצבור בתחילה בחמישי שלא להפקיע את השערים אלא שלש תעניות הראשונות שני וחמישי ושני
18 Was lehrt er uns damit, es wurde ja bereits gelehrt: Man verfüge die Gemeindefasten nicht mit einem Donnerstag beginnend, um nicht die Marktpreise in die Höhe zu treiben; die ersten drei Fasttage sind vielmehr Montag, Donnerstag und Montag!? –
יט מהו דתימא הני מילי צבור אבל יחיד לא קמשמע לן תניא נמי הכי כשהתחילו היחידים להתענות מתענין שני וחמישי ושני ומפסיקין בראשי חדשים
19 Man könnte glauben, dies gelte nur von der Gemeinde, nicht aber von Vereinzelten, so lehrt er uns. Ebenso wird gelehrt: Wenn die Vereinzelten zu fasten beginnen, fasten sie Montag, Donnerstag und Montag, und unterbrechen an Neumondstagen und