Yevamot 137

Kapitel 137

א מי שיש לו אלמנות וגירושין בה יצאו עובד כוכבים ועבד שאין לו אלמנות וגירושין
1 von einem, bei dem es Witwenschaft und Scheidung gibt, ausgenommen Nichtjude und Sklave, bei denen es keine Witwenschaft und keine Scheidung gibt. –
ב אשכחן כהנת לויה וישראלית מנא לן כדאמר ר' אבא אמר רב בת ובת ה"נ בת ובת
2 Wir wissen dies von der Priesterstochter, woher dies von der Levitin und der Jisraélitin? – Wie R. Abba im Namen Rabhs erklärt hat: <i>und</i><i>eine Tochter</i>, ebenso hierbei: <i> und eine Tochter</i>. –
ג כמאן כרבי עקיבא דדריש ווי אפילו תימא רבנן כולה ובת קרא יתירא הוא
3 Wohl nach R. A͑qiba, der das <i>und</i> deutet!? – Du kannst auch sagen, nach den Rabbanan, denn [der Passus] <i>und eine Tochter</i> ist überhaupt überflüssig. –
ד ואימא מי שיש לו אלמנות וגירושין בה כי לית ליה זרע קאכלה כי אית ליה זרע לא אכלה מי שאין לו אלמנות וגירושין בה אע"ג דאית ליה זרע נמי תיכול
4 Vielleicht darf sie, wenn es bei ihm Witwenschaft und Scheidung gibt, falls sie keine Kinder hat, essen, und falls sie Kinder hat, nicht essen, und wenn es bei ihm keine Witwenschaft und keine Scheidung gibt, auch falls sie Kinder hat, essen!? –
ה אם כן רבויי לויה וישראלית למה לי
5 Demnach brauchten ja nicht Levitin und Jisraélitin einbegriffen zu werden. –
ו ולרבי עקיבא דאמר אין קדושין תופסין בחייבי לאוין ומאי כי תהיה לאיש זר כי תיבעל אלמנה וגרושה למה לי
6 Wozu ist nach R. A͑qiba, welcher sagt, bei den mit einem Verbote belegten habe die Antrauung keine Geltung, wonach [die Worte] <i>mit einem Gemeinen verheiratet</i> zu verstehen sind, wenn sie beschlafen worden ist, die Nennung der Witwe und der Geschiedenen nötig!? –
ז אלמנה להחמיר עליה וגרושה להקל עליה וצריכא דאי אשמעינן אלמנה אלמנה הוא דכי לית לה זרע אכלה משום דחזיא לכהונה אבל גרושה דלא חזיא לכהונה אימא אע"ג דלית לה זרע לא אכלה ואי אשמעינן גרושה גרושה הוא דכי אית לה זרע לא אכלה משום דלא חזיא לכהונה אבל אלמנה דחזיא לכהונה אימא אע"ג דאית לה זרע נמי תיכול צריכא
7 Der Witwe zur Erschwerung und der Geschiedenen zur Erleichterung. Und beides ist nötig. Würde er nur die Witwe genannt haben, so könnte man glauben, nur diese dürfe [Hebe] essen, falls sie keine Kinder hat, weil sie Priestern erlaubt ist, die Geschiedene aber, die Priestern verboten ist, dürfe nicht essen, auch wenn sie keine Kinder hat. Und würde er nur die Geschiedene genannt haben, so könnte man glauben, nur diese dürfe nicht essen, falls sie Kinder hat, weil sie Priestern verboten ist, die Witwe aber, die Priestern erlaubt ist, dürfe essen, auch wenn sie Kinder hat. Daher ist beides nötig. –
ח ואימא נבעלה לפסול לה אף מחזיר גרושתו לאיש זר אמר רחמנא מי שזר אצלה מעיקרא לאפוקי האי דלא זר אצלה מעיקרא הוא
8 Vielleicht ist unter ‘von einem untauglichen beschlafen’ zu verstehen, auch von einem, der seine Geschiedene wiedergenommen hat!? – Der Allbarmherzige sagt: <i>einem fremden</i> <i>Manne</i>, der ihr vorher fremd war, während dieser ihr vorher nicht fremd war. – Demnach sollte der Entweihte, der ihr vorher nicht fremd war, sie nicht untauglich machen!? –
ט אי הכי חלל דלאו זר הוא מעיקרא לא לפסול אמר קרא (ויקרא כא, טו) לא יחלל זרעו בעמיו מקיש זרעו לו מה הוא פוסל אף זרעו נמי פוסל
9 Die Schrift sagt: <i>er soll seine Nachkommenschaft unter seinem Volke nicht entweihen</i>; seine Nachkommenschaft gleicht ihm, wie er selber untauglich macht, ebenso macht seine Nachkommenschaft untauglich. –
י ואימא משעת הויה דומיא דכהן גדול באלמנה מה כהן גדול באלמנה בביאה אף האי נמי בביאה
10 Vielleicht mit der Antrauung!? – Gleich dem Hochpriester mit einer Witwe; wie der Hochpriester eine Witwe nur durch die Beiwohnung [untauglich macht], ebenso dieser nur durch die Beiwohnung. –
יא ואימא עד דאיכא הויה וביאה דומיא דכ"ג באלמנה מה כהן גדול באלמנה בביאה לחודה אף האי נמי בביאה לחודה
11 Vielleicht nur durch Antrauung und Beiwohnung!? – Gleich dem Hochpriester mit einer Witwe; wie der Hochpriester eine Witwe durch die Beiwohnung allein, ebenso dieser durch die Beiwohnung allein.
יב ורבי יוסי אומר כל שזרעו פסול פוסל וכל שאין זרעו פסול אינו פוסל מאי איכא בין ת"ק לרבי יוסי
12 «R. Jose sagt, dessen Nachkommenschaft bemakelt ist, mache untauglich, und dessen Nachkommenschaft nicht bemakelt ist, mache nicht untauglich.» Welchen Unterschied gibt es zwischen dem ersten Autor und R. Jose?
יג אמר ר' יוחנן מצרי שני ואדומי שני איכא בינייהו
13 R. Joḥanan erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich eines Miçri oder eines Edomiten zweiter Generation.
יד ושניהם לא למדוה אלא מכהן גדול באלמנה ת"ק סבר מה כ"ג באלמנה שביאתו בעבירה ופוסל אף האי נמי פוסל
14 Beide folgern es vom [Verbote] des Hochpriesters mit einer Witwe. Der erste Autor folgert: wie beim Hochpriester mit einer Witwe die Beiwohnung eine sündhafte ist, und er macht untauglich, ebenso macht dieser untauglich.
טו ורבי יוסי סבר ככהן גדול מה כהן גדול שזרעו פסול ופוסל אף כל שזרעו פסול פוסל לאפוקי מצרי שני דאין זרעו פסול דכתיב (דברים כג, ט) בנים אשר יולדו להם דור שלישי יבא להם בקהל ה':
15 R. Jose aber folgert: gleich dem Hochpriester, wie beim Hochpriester die Nachkommenschaft bemakelt ist, und er macht untauglich, ebenso macht jeder andere, dessen Nachkommenschaft bemakelt ist, untauglich, ausgenommen ein Miçri zweiter Generation, dessen Nachkommenschaft nicht bemakelt ist, denn es heißt: <i>Kinder, die ihnen geboren werden, die dritte Generation, darf in die Gemeinde des Herrn kommen</i>.
טז רשב"ג אומר כל שאתה נושא בתו אתה נושא אלמנתו וכו': מאי איכא בין ר' יוסי לרבן שמעון בן גמליאל
16 «R. Šimo͑n b. Gamliél sagt, dessen Tochter du heiraten darfst, dessen Witwe darfst du heiraten &amp;c.» Welchen Unterschied gibt es zwischen R. Jose und R. Šimo͑n b. Gamliél?
יז אמר עולא גר עמוני ומואבי איכא בינייהו ושניהם לא למדוה אלא מכהן גדול באלמנה רבי יוסי סבר מה כהן גדול באלמנה שזרעו פסול ופוסל אף כל שזרעו פסול פוסל
17 U͑la erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich eines a͑mmonitischen oder moabitischen Proselyten. Beide folgern vom [Verbote] des Hochpriesters mit einer Witwe. R. Jose folgert: wie beim Hochpriester mit einer Witwe die Nachkommenschaft bemakelt ist, und er macht untauglich, ebenso macht jeder andere, dessen Nachkommenschaft bemakelt ist, untauglich.
יח רשב"ג סבר מה כהן גדול באלמנה שכל זרעו פסול ופוסל אף שכל זרעו פסול ופוסל לאפוקי עמוני ומואבי דאין כל זרעו פסול דאמר מר עמוני ולא עמונית מואבי ולא מואבית:
18 R. Šimo͑n b. Gamliél aber folgert: wie beim Hochpriester mit einer Witwe die ganze Nachkommenschaft untauglich ist, und er macht untauglich, ebenso macht jeder andere, dessen ganze Nachkommenschaft bemakelt ist, untauglich, ausgenommen der a͑mmonitische oder moabitische [Proselyt], dessen ganze Nachkommenschaft nicht bemakelt ist, denn der Meister sagte: <i>A͑mmoniter</i>, nicht aber die A͑mmoniterin, <i>Moabiter</i>, nicht aber die Moabiterin.
יט <big><strong>מתני׳</strong></big> האונס והמפתה והשוטה לא פוסלין ולא מאכילין ואם אינן ראויין לבא בישראל הרי אלו פוסלין כיצד (היה) ישראל שבא על בת כהן תאכל בתרומה
19 <b>D</b><small>ER</small> N<small>OTZÜCHTER</small>, <small>DER</small> V<small>ERFÜHRER UND DER</small> B<small>LÖDE</small> <small>MACHEN WEDER</small> [<small>FÜR DIE</small> H<small>EBE</small>] <small>UNTAUGLICH NOCH BERECHTIGEN SIE ZU ESSEN</small>; <small>SIND SIE UNTAUGLICH</small>, <small>IN</small> J<small>ISRAÉL AUFGENOMMEN ZU WERDEN</small>, <small>SO MACHEN SIE UNTAUGLICH</small>. U<small>ND ZWAR</small>: <small>WENN ER</small> J<small>ISRAÉLIT IST UND DER</small> T<small>OCHTER EINES</small> P<small>RIESTERS BEIGEWOHNT</small> <small>HAT</small>, <small>SO DARF SIE</small> H<small>EBE ESSEN</small>;