Yevamot 139

Kapitel 139

א אבל דיימא מניה אע"ג דדיימא מעלמא בתריה דידיה שדינן ליה
1 wenn sie aber mit ihm verdächtig ist, so ist [das Kind] ihm zuzuerkennen, obgleich sie auch mit Fremden verdächtig ist.
ב אמר רבא מנא אמינא לה דקתני ילדה תאכל היכי דמי אילימא דדיימא מניה ולא דיימא מעלמא צריכא למימר דתיכול אלא לאו דדיימא נמי מעלמא
2 Raba sagte: Dies entnehme ich aus der Lehre, daß, wenn sie geboren hat, sie essen darf. In welchem Falle; ist sie nur mit ihm und nicht mit Fremden verdächtig, so braucht ja nicht gelehrt zu werden, daß sie essen darf; doch wohl, wenn sie auch mit Fremden verdächtig ist.
ג ומה התם דלהאי איסורא ולהאי איסורא בתריה דידיה שדינן ליה הכא דלהאי איסורא ולהאי היתירא לא כל שכן
3 Wenn es da, wo sie ihm verboten und Fremden verboten ist, ihm zuerkannt wird, um wieviel mehr hierbei, wo sie Fremden verboten und ihm erlaubt ist.
ד א"ל אביי לעולם אימא לך כל היכא דדיימא מעלמא אע"ג דדיימא מניה אמר רב הולד ממזר ומתני' בדלא דיימא כלל:
4 Abajje sprach zu ihm: Tatsächlich, kann ich dir erwidern, ist Rabh der Ansicht, das Kind sei Hurenkind, wenn sie mit Fremden verdächtig ist, obgleich sie auch mit ihm verdächtig ist, und unsere Mišna spricht von dem Falle, wenn sie überhaupt nicht verdächtig ist.
ה העבד פוסל משום ביאה כו': מ"ט אמר קרא (שמות כא, ד) האשה וילדיה תהיה וגו':
5 E<small>IN</small> S<small>KLAVE MACHT UNTAUGLICH DURCH</small> B<small>EIWOHNUNG</small> &amp;<small>C</small>. Aus welchem Grunde? – Die Schrift sagt: <i>die Frau und ihre Kinder gehören &amp;c</i>.
ו ממזר פוסל ומאכיל: ת"ר (ויקרא כב, יג) וזרע אין לה אין לי אלא זרעה זרע זרעה מנין ת"ל וזרע אין לה מכל מקום
6 E<small>IN</small> H<small>URENKIND MACHT UNTAUGLICH UND BERECHTIGT ZU ESSEN</small>. Die Rabbanan lehrten: <i>Und Nachkommen hat sie nicht</i>; ich weiß dies nur von Kindern, woher dies von Kindeskindern? Es heißt: <i>und Nachkommen hat sie nicht</i>, irgendwelcher Art.
ז אין לי אלא זרע כשר זרע פסול מנין ת"ל וזרע אין לה עיין עלה
7 Ich weiß dies nur von unbemakelten Nachkommen, woher dies von bemakelten? Es heißt: <i>und Nachkommen hat sie nicht</i>, irgendwelcher Art. –
ח והא אפיקתיה לזרע זרעה זרע זרעה לא איצטריך קרא בני בנים הרי הן כבנים כי איצטריך קרא לזרע פסול
8 Hieraus ist ja hinsichtlich der Kindeskinder gefolgert worden!? – Hinsichtlich der Kindeskinder ist kein Schriftvers nötig, denn Kindeskinder gelten als Kinder; nötig ist er nur wegen der bemakelten Nachkommen.
ט א"ל ר"ל לרבי יוחנן כמאן כר"ע דאמר יש ממזר מחייבי לאוין אפילו תימא רבנן בעובד כוכבים ועבד מודו דכי אתא רב דימי א"ר יצחק בר אבדימי משום רבינו עובד כוכבים ועבד הבא על בת ישראל הולד ממזר:
9 Reš Laqiš sprach zu R. Joḥanan: Wohl nach R. A͑qiba, welcher sagt, [Abkömmlinge] von mit einem Verbote belegten seien Hurenkinder!? – Du kannst auch sagen, nach den Rabbanan, denn sie pflichten hinsichtlich eines Nichtjuden und eines Sklaven bei. Als R. Dimi kam, sagte er nämlich im Namen des R. Jiçḥaq b. Evdämi im Namen unseres Meisters, wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Jisraélitin beigewohnt hat, sei das Kind ein Hurenkind.
י כ"ג פעמים שפוסל: ת"ר הריני כפרת בן בתי כוזא שמאכילני בתרומה ואיני כפרת בן בתי כדא שפוסלני מן התרומה:
10 D<small>ER</small> H<small>OCHPRIESTER MACHT ZUWEILEN UNTAUGLICH</small>. Die Rabbanan lehrten: Ich will eine Sühne sein für das Krüglein, den Sohn meiner Tochter, der mich Hebe zu essen berechtigt, und ich will keine Sühne sein für die Kanne, den Sohn meiner Tochter, der mich für die Hebe untauglich macht.
יא <br><br><big><strong>הדרן עלך אלמנה</strong></big><br><br>
11 
יב מתני׳ <big><strong>הערל</strong></big> וכל הטמאים לא יאכלו בתרומה נשיהן ועבדיהן יאכלו בתרומה
12 <b>D</b>ER U<small>NBESCHNITTENE</small> <small>UND ALLE</small> U<small>NREINEN DÜRFEN KEINE</small> H<small>EBE ESSEN</small>; <small>IHRE</small> F<small>RAUEN UND IHRE</small> S<small>KLAVEN DÜRFEN</small> H<small>EBE ESSEN</small>.
יג פצוע דכא וכרות שפכה הן ועבדיהן יאכלו ונשיהן לא יאכלו ואם לא ידעה משנעשה פצוע דכא וכרות שפכה הרי אלו יאכלו
13 D<small>ER</small> Q<small>UETSCHVERSTÜMMELTE UND DER</small> E<small>RGUSSDURCHSCHNITTENE</small> <small>DÜRFEN ESSEN</small>, <small>EBENSO IHRE</small> S<small>KLAVEN</small>, <small>IHRE</small> F<small>RAUEN ABER DÜRFEN NICHT ESSEN</small>. H<small>AT ER IHR</small>, <small>NACHDEM ER</small> Q<small>UETSCHVERSTÜMMELT ODER</small> E<small>RGUSSDURCHSCHNITTEN GEWORDEN IST</small>, <small>NICHT MEHR BEIGEWOHNT</small>, <small>SO DÜRFEN SIE ESSEN</small>.
יד ואי זהו פצוע דכא כל שנפצעו הביצים שלו ואפילו אחת מהן וכרות שפכה כל שנכרת הגיד ואם נשתייר מעטרה אפי' כחוט השערה כשר:
14 Q<small>UETSCHVERSTÜMMELT HEISST DERJENIGE</small>, <small>DESSEN</small> H<small>ODEN ZERQUETSCHT SIND</small>, <small>SELBST EINE VON IHNEN</small>; <small>ERGUSSDURCHSCHNITTEN HEISST DERJENIGE</small>, <small>DESSEN</small> G<small>LIED ABGESCHNITTEN IST</small>; <small>IST ETWAS VON DER</small> E<small>ICHEL VORHANDEN</small>, <small>SELBST EIN</small> H<small>AAR BREIT</small>, <small>SO IST ER TAUGLICH</small>.
טו <big><strong>גמ׳</strong></big> תניא א"ר אלעזר מנין לערל שאין אוכל בתרומה נאמר (שמות יב, מה) תושב ושכיר בפסח ונאמר (ויקרא כב, י) תושב ושכיר בתרומה מה תושב ושכיר האמור בפסח ערל אסור בו אף תושב ושכיר האמור בתרומה ערל אסור בו
15 GEMARA. Es wird gelehrt: R. Elie͑zer sagte: Woher, daß ein Unbeschnittener keine Hebe essen darf? Beim Pesaḥopfer heißt es <i>Beisaß und Mietling</i> und bei der Hebe heißt es <i>Beisaß und Mietling</i>; wie das Pesaḥopfer, bei dem es <i>Beisaß und Mietling</i> heißt, einem Unbeschnittenen verboten ist, ebenso ist die Hebe, bei der es <i>Beisaß und Mietling</i> heißt, einem Unbeschnittenen verboten.
טז רבי עקיבא אומר אינו צריך הרי הוא אומר (ויקרא כב, ד) איש איש לרבות הערל
16 R. A͑qiba sagt, dies sei nicht nötig; es heißt: <i>jeder</i> <i>Mann</i>, und dies schließt den Unbeschnittenen ein.
יז אמר מר ר"א אומר נאמר תושב ושכיר בפסח ונאמר תושב ושכיר בתרומה מה תושב ושכיר האמור בפסח ערל אסור בו אף תושב ושכיר האמור בתרומה ערל אסור בו
17 Der Meister sagte: R. Elie͑zer sagte: Beim Pesaḥopfer heißt es <i>Beisaß und Mietling</i> und bei der Hebe heißt es <i>Beisaß und Mietling</i>; wie das Pesaḥopfer, bei dem es <i>Beisaß und Mietling heißt</i>, einem Unbeschnittenen verboten ist, ebenso ist die Hebe, bei der es <i>Beisaß und Mietling</i> heißt, einem Unbeschnittenen verboten.
יח מופנה דאי לאו מופנה איכא למיפרך מה לפסח שכן חייבין עליו משום פיגול ונותר וטמא לאיי אפנויי מופנה
18 Es ist entbehrlich, denn wäre es nicht entbehrlich, könnte man erwidern: wohl gilt dies vom Pesaḥopfer, bei dem man wegen des Verwerflichen und des Zurückbleibenden schuldig ist. Aber es ist entbehrlich.
יט הי מופנה אי דתרומה מצרך צריכי דתניא תושב זה קנוי קנין עולם שכיר זה קנוי קנין שנים
19 Wo ist es entbehrlich, wenn etwa bei der Hebe, so ist es ja an sich nötig!? Es wird nämlich gelehrt: <i>Beisaß</i>, das ist der lebenslänglich Gekaufte; <i>Mietling</i>, das ist der auf Jahre Gekaufte.
כ ויאמר תושב ואל יאמר שכיר ואני אומר קנוי קנין עולם אינו אוכל קנוי קנין שנים לא כל שכן
20 Sollte es doch nur vom Beisaß und nicht vom Mietling gesagt werden, und ich würde gefolgert haben: wenn der lebenslänglich Gekaufte davon nicht essen darf, um wieviel weniger der auf Jahre Gekaufte!?
כא אילו כן הייתי אומר תושב זה קנוי קנין שנים אבל קנוי קנין עולם אוכל בא שכיר ולימד על תושב שאף על פי שקנוי קנין עולם אין אוכל
21 Wenn dem so wäre, würde man gesagt haben, unter <i>Beisaß</i> sei der auf Jahre Gekaufte zu verstehen, während der lebenslänglich Gekaufte davon essen dürfe, daher heißt es <i>Mietling</i>, das lehrt, daß auch der Beisaß, obgleich er lebenslänglich gekauft ist, davon nicht essen darf. –
כב אלא דפסח מופני האי תושב ושכיר דכתב רחמנא בפסח מאי ניהו אי נימא תושב ושכיר ממש משום דהוה ליה תושב ושכיר איפטר ליה מפסח והא קיימא לן גבי תרומה דלא אכיל
22 Vielmehr, beim Pesaḥopfer ist es entbehrlich. Was ist unter <i>Beisaß und Mietling</i>, das der Allbarmherzige beim Pesaḥopfer geschrieben hat, zu verstehen: wenn etwa ein wirklicher Beisaß und Mietling, wieso sollte er, weil er Beisaß oder Mietling ist vom Pesaḥopfer entbunden sein, uns ist es ja bekannt, daß ein solcher keine Hebe essen darf, wonach sein Herr sich ihn nicht aneignet,