Yevamot 151

Kapitel 151

א ממולאי אמריתו מילי מוליתא במקומה מבשלה שלא במקומה לא מבשלה
1 redet ihr gekürzte Worte; aus der richtigen Stelle befruchtet er, aus der unrichtigen Stelle befruchtet er nicht.
ב אמר רב יהודה אמר שמואל ניקב ונסתם כל שאילו נקרי ונקרע פסול ואי לאו כשר הוי בה רבא היכא אילימא למטה מעטרה אפי' נכרת נמי אלא בעטרה עצמה איתמר נמי אמר רב מרי בר מר אמר מר עוקבא אמר שמואל ניקב בעטרה עצמה ונסתם כל שאילו נקרי ונקרע פסול ואי לאו כשר
2 R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: War ein Loch vorhanden, das sich geschlossen hat, so ist er, wenn es beim Samenerguß aufgeht, untauglich, wenn aber nicht, tauglich. Raba wandte ein: Wo, wenn unterhalb der Eichel, so ist er ja [tauglich], auch wenn sie weggeschnitten ist!? – – Vielmehr, an der Eichel seihst. Es wurde auch gelehrt: R. Mari h. Mar sagte im Namen Mar U͑qahas im Namen Šemuéls: Wenn an der Eichel selber ein Loch war, das sich geschlossen hat, so ist er, falls es beim Samenerguß aufgeht, untauglich, wenn aber nicht, tauglich.
ג שלח ליה רבא בריה דרבה לרב יוסף ילמדנו רבינו היכי עבדינן א"ל מייתינן נהמא חמימא דשערי ומנחינן ליה אבי פוקרי ומקרי וחזינן ליה
3 Raba, der Sohn Rabbas, sandte an R. Joseph: Lehre uns der Meister, was man mache. Dieser erwiderte: Man hole warmes Gerstenbrot und lege es ihm auf den Anus; er bekommt dann Samenerguß, und man stelle es fest.
ד אמר אביי אטו כ"ע יעקב אבינו הואי דכתיב ביה (בראשית מט, ג) כחי וראשית אוני שלא ראה קרי מימיו
4 Abajje sprach: Gleicht denn jeder unserem Vater Ja͑qob, von dem es heißt: <i>meine Kraft und Erstling meiner Stärke</i>, der nie im Leben Samenerguß hatte!?
ה אלא אמר אביי מעברינן קמיה בגדי צבעונין אמר רבא אטו כ"ע ברזילי הגלעדי הוא אלא מחוורתא כדשנין מעיקרא
5 Vielmehr, sagte Abajje, führe man ihm farbige Gewänder vor. Raba sprach: Gleicht denn jeder Barzilaj aus Gilea͑d!? – Richtiger ist es vielmehr, wie wir zuerst gesagt haben.
ו ת"ר ניקב פסול מפני שהוא שותת נסתם כשר מפני שהוא מוליד וזהו פסול שחוזר להכשירו זהו למעוטי מאי למעוטי קרום שעלה מחמת מכה בריאה דאינו קרום
6 Die Rabbanan lehrten: Ist er durchlöchert, so ist er untauglich, weil [der Same] fließt; wird [das Loch] geschlossen, so ist er tauglich, weil er zeugungsfähig ist. Dies ist ein Fall, wobei der Untaugliche wieder tauglich wird. – Was schließt [das Wort] ‘dies’ aus? – Dies schließt den Fall aus, wenn an der Lunge über einer Wunde ein Häutchen entstanden ist; dieses gilt nicht als Haut.
ז שלח ליה רב אידי בר אבין לאביי היכי עבדינן מייתינן שערתא ומסרטינן ליה ומייתינן תרבא ושייפינן ומייתינן שומשנא גמלא ומנכתינן ליה ופסקינן ליה לרישיה ודוקא שערתא אבל פרזלא מזרף זריף וה"מ קטן אבל גדול מיקפולי מיקפל
7 R. Idi b. Abin ließ Abajje fragen, was man [dagegen] mache. Dieser erwiderte: Man ritze [diese Stelle] mit einer Gerste ein und bestreiche sie mit Talg; sodann drücke man eine große Ameise hinein und trenne ihr den Kopf ab. Jedoch nur mit einer Gerste, Eisen aber entzündet. Dies gilt nur von einem kleinen [Loche], ein großes aber geht auf.
ח אמר רבה בר רב הונא המטיל מים משתי מקומות פסול אמר רבא לית הלכתא לא כברא ולא כאבא ברא הא דאמרן אבא דא"ר הונא נשים המסוללות זו בזו פסולות לכהונה
8 Rabba b. R. Hona sagte: Wer aus zwei Stellen uriniert, ist untauglich. Raba sagte: Die Halakha ist weder wie der Sohn noch wie der Vater. Wie der Sohn, hinsichtlich des eben gesagten; wie der Vater, denn R. Hona sagte, Frauen, die mit einander Tribadie treiben, seien für Priester untauglich.
ט ואפילו לרבי אלעזר דאמר פנוי הבא על הפנויה שלא לשם אישות עשאה זונה ה"מ איש אבל אשה פריצותא בעלמא:
9 Denn selbst nach R. Elea͑zar, welcher sagt, wenn ein Lediger einer Ledigen ohne Absicht der Ehelichung beigewohnt hat, habe er sie zur Hure gemacht, gilt dies nur von einem Manne, bei Frauen [unter einander] aber ist es nichts weiter als eine Zuchtlosigkeit.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> פצוע דכא וכרות שפכה מותרין בגיורת ומשוחררת ואינן אסורין אלא מלבא בקהל שנאמר (דברים כג, ב) לא יבא פצוע דכא וכרות שפכה בקהל ה':
10 <b>E</b><small>INEM</small> Q<small>UETSCHVERSTÜMMELTEN UND EINEM</small> E<small>RGUSSDURCHSCHNITTENEN SIND DIE</small> P<small>ROSELYTIN UND DIE FREIGELASSENE</small> S<small>KLAVIN ERLAUBT</small>; <small>VERBOTEN IST IHNEN NUR IN DIE</small> G<small>EMEINDE</small> <small>ZU KOMMEN</small>, <small>WIE ES HEISST</small>: <i>es komme kein Quetschverstümmelter und kein Ergußdurchschnittener in die Gemeinde des Herrn</i>.
יא <big><strong>גמ׳</strong></big> בעו מיניה מרב ששת פצוע דכא כהן מהו בגיורת ומשוחררת בקדושתיה קאי ואסיר או דלמא לאו בקדושתיה קאי ושרי
11 GEMARA. Sie fragten R. Šešeth: Ist einem quetschverstümmelten oder ergußdurchschnittenen Priester eine Proselytin oder eine freigelassene Sklavin erlaubt: verbleibt er bei seiner Heiligkeit, und sie sind ihm verboten, oder verbleibt er nicht bei seiner Heiligkeit, und sie sind ihm erlaubt?
יב א"ל רב ששת תניתוה פצוע דכא ישראל מותר בנתינה ואי ס"ד בקדושתיה קאי אקרי כאן (דברים ז, ג) לא תתחתן בם
12 R. Šešeth erwiderte ihnen: Ihr habt es gelernt: Einem quetschverstümmelten Jisraéliten ist eine Nethina erlaubt. Wenn man nun sagen wollte, er verbleibe bei seiner Heiligkeit, so sollte doch hierbei gelten: <i>du sollst dich mit ihnen nicht verschwägern</i>!?
יג אמר רבא אטו התם משום קדושה ולאו קדושה הוא דלמא מוליד בן ואזיל פלח לעבודת כוכבים וה"מ בהיותן עובדי כוכבים כי מגיירי בישראל שרו ורבנן הוא דגזרו בהו וכי גזרו בהו רבנן בהנך דבני אולודי אבל האי דלאו בר אולודי לא גזרו ביה רבנן
13 Raba erwiderte: Da wird ja nicht Heiligkeit oder Uneinigkeit berücksichtigt, sondern der Umstand, er könnte [von ihr] einen Sohn zeugen und dieser Götzen anbeten. Dies gilt nur von solchen, die sich in ihrer Nichtjudenheit befinden, die sich aber bekehren, sind erlaubt, und nur die Rabbanan haben dies angeordnet; die Anordnung der Rabbanan gilt für Zeugungsfähige, nicht aber für diesen, der nicht zeugungsfähig ist. –
יד אלא מעתה ממזר דבר אולודי הכי נמי דאסיר והא תנן ממזרים ונתינים מותרים לבא זה בזה אלא כי גזור רבנן בכשרים בפסולים לא גזור רבנן
14 Demnach sollte sie einem Hurenkinde verboten sein, der zeugungsfähig ist, und dem widersprechend haben wir gelernt, Hurenkinder und Nethinim dürfen einander heiraten!? – Vielmehr, die Anordnung der Rabbanan gilt nur für Taugliche, nicht aber für Untaugliche.
טו הדר אמר רבא לאו מילתא היא בהיותן עובדי כוכבים לית להו חתנות נתגיירו אית להו חתנות
15 Später sagte Raba: Das, was ich gesagt habe, ist nichts; während ihrer Nichtjudenheit gibt es bei ihnen keine Verschwägerung, haben sie sich bekehrt, so gibt es bei ihnen eine Verschwägerung.
טז מתיב רב יוסף (מלכים א ג, א) ויתחתן שלמה את בת פרעה מלך מצרים גייורי גיירה והא לא קבלו גרים לא בימי דוד ולא בימי שלמה מידי הוא טעמא אלא לשולחן מלכים
16 R. Joseph wandte ein: <i>Und Šelomo verschwägerte sich mit dem Pareo͑, dem Könige von Miçrajim, und nahm seine Tochter</i>!? – Sie hatte sich bekehrt. – In den Tagen Davids und den Tagen Šelomos nahm man ja keine Proselyten auf!? – Aus dem Grunde, weil sie auf die königliche Tafel [rechneten],