Yevamot 152

Kapitel 152

א הא לא צריכא ליה
1 und diese benötigte ihrer nicht. –
ב [ותיפוק ליה] דהא מצרית ראשונה היא וכי תימא הנך אזלי לעלמא והני אחריני נינהו
2 Sie war ja Miçrith erster Generation!? Wolltest du erwidern, jene seien fort und diese seien andere,
ג והא תניא א"ר יהודה מנימין גר מצרי היה לי חבר מתלמידי ר"ע אמר אני מצרי ראשון ונשאתי מצרית ראשונה אשיא לבני מצרית שניה כדי שיהא בן בני ראוי לבא בקהל
3 so wird ja gelehrt: R. Jehuda sagte: Minjamin, ein miçrischer Proselyt, war mein Genosse unter den Schülern R. A͑qibas, und sagte: Ich bin ein Miçri erster Generation und heiratete eine Miçrith erster Generation; ich will meinen Sohn mit einer Miçrith zweiter Generation verheiraten, damit der Sohn meines Sohnes in die Gemeinde kommen dürfe.
ד אמר רב פפא אנן משלמה ליקו ונתיב שלמה לא נסיב מידי דכתיב ביה (מלכים א יא, ב) מן הגוים אשר אמר ה' אל בני ישראל לא תבואו בהם והם לא יבואו בכם אכן יטו את לבבכם אחרי אלהיהם בהם דבק שלמה לאהבה אלא קשיא ויתחתן
4 R. Papa erwiderte: Sollten wir uns denn nach Šelomo richten!? Šelomo heiratete sie überhaupt nicht, vielmehr heißt es von ihm: <i>von den Völkern, von denen der Herr zu den Kindern Jisraél gesprochen hat, daß nicht ihr unter sie noch sie unter euch kommen sollen, denn sie würden eure Herzen nach ihren Göttern neigen, an diesen hing Šelomo und liebte sie</i>. – Dem widersprechen ja [die Worte] <i> verschwägerte sich</i>!? –
ה מתוך אהבה יתירה שאהבה מעלה עליו הכתוב כאילו נתחתן בה
5 Wegen der übermäßigen Liebe, mit der er sie liebte, rechnet ihm dies die Schrift als Verschwägerung an.
ו א"ל רבינא לרב אשי והא אנן תנן פצוע דכא וכרות שפכה מותרים בגיורת ומשוחררת הא בנתינה אסירי
6 Rabina sprach zu R. Aši: Unsere Mišna lehrt ja aber, einem Quetschverstümmelten und einem Ergußdurchschnittenen seien die Proselytin und die freigelassene Sklavin erlaubt, wonach ihnen eine Nethina verboten ist!?
ז א"ל וליטעמיך אימא סיפא ואינן אסורין אלא מלבא בקהל הא בנתינה שרו אלא מהא ליכא למשמע מינה:
7 Dieser erwiderte: Wie ist nach deiner Auffassung der Schlußsatz zu erklären: verboten ist ihnen nur in die Gemeinde zu kommen; demnach ist ihnen eine Nethina erlaubt!? Hieraus ist somit nichts zu entnehmen.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> עמוני ומואבי אסורים ואיסורן איסור עולם אבל נקבותיהם מותרות מיד
8 <b>D</b><small>ER</small> A͑<small>MMONITER UND DER</small> M<small>OABITER SIND VERBOTEN</small>, <small>UND DAS</small> V<small>ERBOT IST EIN EWIGES</small>, <small>IHRE</small> F<small>RAUEN ABER SIND SOFORT</small> <small>ERLAUBT</small>.
ט מצרי ואדומי אינם אסורים אלא עד שלשה דורות אחד זכרים ואחד נקבות ר"ש מתיר את הנקבות מיד א"ר שמעון ק"ו הדברים ומה אם במקום שאסר את הזכרים איסור עולם התיר את הנקבות מיד מקום שלא אסר את הזכרים אלא עד שלשה דורות אינו דין שנתיר את הנקבות מיד
9 D<small>ER</small> M<small>IÇRI UND DER</small> E<small>DOMITER SIND NUR BIS ZUR DRITTEN</small> G<small>ENERATION</small> <small>VERBOTEN</small>, <small>SOWOHL</small> M<small>ÄNNER ALS AUCH</small> F<small>RAUEN</small>; R. Š<small>IMO͑N ERLAUBT DIE</small> F<small>RAUEN SOFORT</small>. R. Š<small>IMO͑N SPRACH</small>: E<small>S IST</small> [<small>EIN</small> S<small>CHLUSS</small>] <small>VOM</small> S<small>CHWEREREN AUF DAS</small> L<small>EICHTERE ZU FOLGERN</small>: <small>WENN BEI SOLCHEN</small>, <small>BEI DENEN HINSICHTLICH DER</small> M<small>ÄNNER EIN EWIGES</small> V<small>ERBOT BESTEHT</small>, F<small>RAUEN SOFORT ERLAUBT SIND</small>, <small>UM WIEVIEL MEHR SIND BEI SOLCHEN</small>, <small>BEI DENEN</small> M<small>ÄNNER NUR BIS ZUR DRITTEN</small> G<small>ENERATION VERBOTEN SIND</small>, F<small>RAUEN SOFORT ERLAUBT</small>.
י אמרו לו אם הלכה נקבל ואם לדין יש תשובה אמר להם לא כי הלכה אני אומר:
10 S<small>IE ERWIDERTEN IHM</small>: I<small>ST</small> [<small>DEINE</small> A<small>NSICHT</small>] <small>EINE ÜBERLIEFERTE</small> H<small>ALAKHA</small>, <small>SO ERKENNEN WIR SIE AN</small>, <small>WENN ABER EINE</small> S<small>CHLUSSFOLGERUNG</small>, <small>SO GIBT ES EINE</small> W<small>IDERLEGUNG</small>. E<small>R ERWIDERTE IHNEN</small>: N<small>ICHT DOCH</small>, <small>ICH SPRECHE EINE ÜBERLIEFERTE</small> H<small>ALAKHA</small>.
יא <big><strong>גמ'</strong></big> מנא ה"מ א"ר יוחנן דאמר קרא (שמואל א יז, נה) וכראות שאול את דוד יוצא לקראת הפלשתי אמר אל אבנר שר הצבא בן מי זה הנער אבנר ויאמר אבנר חי נפשך המלך אם ידעתי ולא ידע ליה והכתיב (שמואל א טז, כא) ויאהבהו מאד ויהי לו נושא כלים אלא אאבוה קא משאיל
11 GEMARA. Woher dies? R. Joḥanan erwiderte: Es heißt: <i>und als Šaúl David gegen den Pelišti ausziehen sah, sprach er zum Heerführer Abner: wessen Sohn ist der Knabe, Abner? Abner antwortete: So wahr du lebst, o König, ich weiß es nicht</i>. Kannte er ihn denn nicht, es heißt ja: <i>und er liebte ihn sehr, und er ward sein Waffenträger</i>!? Vielmehr, er erkundigte sich nach seinem Vater. –
יב ואביו לא ידע ליה והכתיב (שמואל א יז, יב) והאיש בימי שאול זקן בא באנשים ואמר רב ואיתימא רבי אבא זה ישי אבי דוד שנכנס באוכלוסא ויצא באוכלוסא
12 Kannte er denn seinen Vater nicht, es heißt ja: <i>und der Mann war in den Tagen Šaúls alt, war unter Menschen gekommen</i>, und Rabh, nach anderen R. Abba, sagte, dies sei Jišaj, der Vater Davids, der mit einem Heere kam und mit einem Heere auszog!? –
יג ה"ק שאול אי מפרץ אתי אי מזרח אתי אי מפרץ אתי מלכא הוי שהמלך פורץ לעשות דרך ואין ממחין בידו אי מזרח אתי חשיבא בעלמא הוי
13 Šaúl fragte folgendes: stammt er von Pereç oder stammt er von Zeraḥ? Stammt er von Pereç, so wird er König, denn der König bricht [poreç] sich einen Weg, ohne daß jemand ihm wehren kann; stammt er aber von Zeraḥ, so wird er nur ein angesehener Mann. –
יד מ"ט אמר ליה שאל עליה דכתיב (שמואל א יז, לח) וילבש שאול את דוד מדיו כמדתו וכתיב ביה בשאול (שמואל א ט, ב) משכמו ומעלה גבוה מכל העם א"ל דואג האדומי עד שאתה משאיל עליו אם הגון הוא למלכות אם לאו שאל עליו אם ראוי לבא בקהל אם לאו מ"ט דקאתי מרות המואביה
14 Weshalb ließ er sich über ihn erkundigen? – Es heißt: <i>und Šaúl ließ David einen Rock nach seinem Maße anlegen</i>, und von Šaúl heißt es: <i>von seiner Schulter an ragte er über das ganze Volk</i> <i>empor</i>. Doég, der Edomiter, sprach dann zu ihm: Anstatt sich zu erkundigen, ob er für die Königswürde geeignet ist oder nicht, erkundige dich lieber, ob er in die Gemeinde zu kommen geeignet ist oder nicht. – Weshalb nicht? Er stammt von der Moabiterin Ruth.
טו א"ל אבנר תנינא עמוני ולא עמונית מואבי ולא מואבית אלא מעתה ממזר ולא ממזרת ממזר כתיב מום זר
15 Da sprach Abner zu ihm: Es wird gelehrt: <i>A͑mmoniter</i>, nicht aber eine A͑mmoniterin; <i>Moabiter</i>, nicht aber eine Moabiterin. – Demnach [deute man] auch: <i>Hurenkind</i>, nicht aber eine Hurentochter!? – Es heißt <i>Hurenkind</i>, bemakelt. –
טז מצרי ולא מצרית שאני הכא דמפרש טעמא דקרא (דברים כג, ה) על אשר לא קדמו אתכם בלחם ובמים דרכו של איש לקדם ולא דרכה של אשה לקדם היה להם לקדם אנשים לקראת אנשים ונשים לקראת נשים אישתיק
16 <i>Ein Miçri</i>, nicht aber eine Miçrith!? – Anders ist es bei jenen; die Schrift begründet: <i>weil sie euch nicht mit Brot und Wasser empfangen haben</i>, und nur der Mann pflegt zu empfangen, nicht aber pflegt die Frau zu empfangen. – Es sollten doch Männer die Männer und Frauen die Frauen empfangen haben!? Da schwieg er.
יז מיד ויאמר המלך שאל אתה בן מי זה העלם התם קרי ליה נער הכא קרי ליה עלם הכי קא אמר ליה הלכה נתעלמה ממך צא ושאל בבית המדרש שאל אמרו ליה עמוני ולא עמונית מואבי ולא מואבית
17 <i>Und der König sprach: Frage du wessen Sohn der Jüngling ist</i>. Dort nennt er ihn Knabe und hier nennt er ihn Jüngling!? – Er sprach zu ihm wie folgt: dir ist die Halakha entfallen; geh ins Lehrhaus und frage. Als er da fragte, erwiderte man ihm: <i>A͑mmoniter</i>, nicht aber eine A͑mmoniterin; <i>Moabiter</i>, nicht aber eine Moabiterin.