Yevamot 187

Kapitel 187

א דסניא ליה אמר להו רב ששת תניתוה אמרו לה מת בעליך ואח"כ מת בנך ונשאת ואח"כ אמרו לה חילוף היו הדברים תצא והולד ראשון ואחרון ממזר
1 weil sie [ihrem Schwager] animos ist. R. Šešeth erwiderte ihnen: Ihr habt es gelernt: Wenn man ihr berichtet hatte, ihr Mann sei gestorben und nachher sei ihr Sohn gestorben, und sie sich verheiratete, und man ihr darauf berichtet, es sei umgekehrt erfolgt, so ist sie zu entfernen, und das frühere und das spätere Kind sind Hurenkinder.
ב היכי דמי אילימא תרי ותרי מאי חזית דסמכת אהני סמוך אהני ועוד ממזר ספק ממזר הוא וכ"ת לא דק הא מדקתני סיפא הראשון ממזר והאחרון אינו ממזר ש"מ דדוקא קתני
2 In welchem Falle: sind es zwei gegen zwei, so sind ja diese nicht zuverlässiger als jene, und wieso ist ferner [das Kind] Hurenkind, es ist ja ein zweifelhaftes Hurenkind!? Wolltest du erwidern, er nehme es nicht genau, so lehrt er ja im Schlußsatze, das frühere sei Hurenkind und das spätere sei kein Hurenkind, wonach er es wohl genau nimmt.
ג אלא לאו חד וטעמא דאתו בי תרי אכחשוה הא לאו הכי מהימן לעולם תרי ותרי וכדאמר רב אחא בר מניומי בעדי הזמה
3 Doch wohl, wenn es einer war, und dies gilt nur, wenn zwei kommen und ihm widersprechen, wenn aber nicht, ist er glaubhaft. – Tatsächlich, wenn es zwei gegen zwei sind, und wie R. Aḥa b. Minjomi erklärt hat, wenn es Zeugen der Überführung sind,
ד הכא נמי בעדי הזמה
4 ebenso auch hierbei, wenn es Zeugen der Überführung sind.
ה א"ל רב מרדכי לרב אשי ואמרי ליה רב אחא לרב אשי ת"ש אין האשה נאמנת לומר מת יבמי שאנשא ולא מתה אחותי שאכנס לביתה היא ניהי דלא מהימנא הא עד אחד מהימן
5 R. Mordekhaj sprach zu R. Aši, und manche sagen, R. Aḥa zu R. Aši: Komm und höre: Eine Frau ist nicht glaubhaft, wenn sie sagt, ihr Schwager sei gestorben, um heiraten zu können, oder ihre Schwester sei gestorben, um in ihr Haus einzuziehen. Nur sie selber ist nicht glaubhaft, ein einzelner Zeuge aber ist glaubhaft. –
ו וליטעמיך אימא סיפא אין האיש נאמן לומר מת אחי שאייבם את אשתו ולא מתה אשתי שאשא את אחותה הוא ניהו דלא מהימן הא עד אחד מהימן בשלמא גבי אשה משום עיגונא אקילו בה רבנן אלא גבי איש מאי איכא למימר
6 Wie ist nach deiner Auffassung der Schlußsatz zu erklären: ein Mann ist nicht glaubhaft, wenn er sagt, sein Bruder sei gestorben, um an dessen Frau die Schwagerehe zu vollziehen, oder seine Frau sei gestorben, um deren Schwester zu heiraten. Ist etwa nur er nicht glaubhaft, wohl aber ein einzelner Zeuge!? Allerdings haben die Rabbanan es bei einem Weibe erleichtert, wegen der Verlassenheit, wieso aber bei einem Manne!?
ז אלא כי איצטריך לר"ע איצטריך סד"א הואיל וא"ר עקיבא יש ממזר מחייבי לאוין אימא חיישא אקלקולא דזרעא ודייקא קמ"ל (דאקלקולא דידה חיישא אקלקולא דזרעא לא חיישא)
7 Diesist vielmehr nach R. A͑qiba nötig; da R. A͑qiba sagt, der von mit einem Verbote belegten [Erzeugte] sei Hurenkind, so könnte man glauben, sie fürchte die Schädigung ihrer Kinder und forsche genau nach, so lehrt er uns, daß sie nur ihre eigene Schädigung fürchte, nicht aber die Schädigung ihrer Kinder.
ח רבא אמר עד אחד נאמן ביבמה מק"ו לאיסור כרת התרת לאיסור לאו לא כל שכן א"ל ההוא מרבנן לרבא היא עצמה תוכיח דלאיסור כרת התרת לאיסור לאו לא התרת
8 Raba erwiderte: [Durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere ist zu folgern, daß bei der Schwagerehe ein einzelner Zeuge glaubhaft ist: wenn du es ihr bei einer mit der Ausrottung belegten Handlung erlaubt hast, um wieviel mehr bei einer mit einem Verbote belegten Handlung. Einer von den Jüngern sprach zu Raba: Sie selbst beweist ja [das Entgegengesetzte]: bei einer mit der Ausrottung belegten Handlung hast du es ihr erlaubt, bei einer mit einem Verbote belegten Handlung hast du es ihr nicht erlaubt!?
ט ואלא איהי מ"ט לא מהימנא דכיון דזימנין דסניא ליה לא דייקא ומינסבא עד אחד נמי דכיון דזמנין דסניא ליה לא דייקא ומינסבא:
9 Sie selbst ist [inbetreff ihres Schwagers] deshalb nicht glaubhaft, weil es vorkommen kann, daß sie ihm animos ist, und ohne zu prüfen sich verheiratet, ebenso kann es bei einem einzelnen Zeugen vorkommen, daß sie ihm animos ist und sich verheiratet.
י זה מדרש דרש רבי אלעזר בן מתיא וכו': אמר רב יהודה אמר רב הוה ליה לר' אלעזר למדרש ביה מרגניתא ודרש ביה חספא
10 D<small>IES DEDUZIERTE</small> R. E<small>LEA͑ZAR B</small>. M<small>ATHJA</small> &amp;<small>C</small>. R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: R. Elea͑zar sollte hierbei eine Perle deduzieren und deduzierte eine Scherbe.
יא מאי מרגניתא דתניא (ויקרא כא, ז) ואשה גרושה מאישה אפילו לא נתגרשה אלא מאישה פסולה לכהונה והיינו ריח הגט דפוסל בכהונה:
11 Was ist dies für eine Perle? – Es wird gelehrt: <i>Und eine von ihrem Manne geschiedene Frau</i>, selbst wenn sie nur von ihrem Manne geschieden worden ist, ist sie für Priester untauglich. Deshalb heißt es, auch nur der Geruch eines Scheidebriefes mache untauglich für Priester.
יב <big><strong>מתני׳</strong></big> מי שהלכה אשתו למדה"י באו ואמרו לו מתה אשתך ונשא את אחותה ואח"כ באת אשתו מותרת לחזור
12 <b>W</b><small>ENN MAN EINEM</small>, <small>DESSEN</small> F<small>RAU NACH DEM</small> Ü<small>BERSEELANDE VERREIST WAR</small>, <small>BERICHTET HATTE</small>, <small>SEINE</small> F<small>RAU SEI GESTORBEN</small>, <small>UND ER IHRE</small> S<small>CHWESTER HEIRATETE</small>, <small>UND HIERAUF SEINE</small> F<small>RAU ZURÜCKKOMMT</small>,