Yevamot 236

Kapitel 236

א <big><strong>מתני׳</strong></big> קידש אחת מחמש נשים ואין יודע אי זו קידש כל אחת אומרת אותי קידש נותן גט לכל אחת ואחת ומניח כתובה ביניהן ומסתלק דברי רבי טרפון
1 <b>W</b><small>ENN JEMAND SICH EINE</small> F<small>RAU VON FÜNF ANGETRAUT, UND NICHT WEISS</small>, <small>WELCHE ER SICH ANGETRAUT HAT, UND JEDE SAGT: MICH HAT ER SICH ANGETRAUT, SO GEBE ER JEDER EINEN</small> S<small>CHEIDEBRIEF, LEGE DIE</small> M<small>ORGENGABE IN IHRE</small> M<small>ITTE UND ENTFERNE SICH</small> – <small>SO</small> R. T<small>RYPHON</small>.
ב רבי עקיבא אומר אין זו דרך מוציא מידי עבירה עד שיתן גט וכתובה לכל אחת ואחת גזל אחד מחמשה ואין יודע מאיזה גזל כל אחד אומר אותי גזל מניח גזילה ביניהן ומסתלק דברי רבי טרפון רבי עקיבא אומר אין זו דרך מוציא מידי עבירה עד שישלם לכל אחד ואחד:
2 R. A͑<small>QIBA SAGT, NICHT DIESER</small> W<small>EG BEWAHRE IHN VOR</small> S<small>ÜNDE, VIELMEHR GEBE ER JEDER EINEN</small> S<small>CHEIDEBRIEF UND DIE</small> M<small>ORGENGABE</small>. W<small>ENN JEMAND EINEN VON FÜNF BERAUBT, UND NICHT WEISS, WEN ER BERAUBT HAT, UND JEDER SAGT: MICH HAT ER BERAUBT, SO LEGE ER DAS</small> G<small>ERAUBTE IN IHRE</small> M<small>ITTE UND ENTFERNE SICH</small> – <small>SO</small> R. T<small>RYPHON</small>. R. A͑<small>QIBA SAGT, NICHT DIESER</small> W<small>EG BEFREIE IHN VON DER</small> S<small>ÜNDE, VIELMEHR ERSETZE ER DAS</small> G<small>ERAUBTE JEDEM</small>.
ג <big><strong>גמ׳</strong></big> קידש קתני בעל לא קתני גזל קתני לקח לא קתני מני מתני' לא תנא קמא ולא רבי שמעון בן אלעזר
3 GEMARA. Er lehrt ‘angetraut’ und nicht ‘beigewohnt’, er lehrt ‘beraubt’ und nicht ‘gekauft’, somit vertritt unsere Mišna weder die Ansicht des ersten Autors noch die des R. Šimo͑n b. Elea͑zar!?
ד דתניא רשב"א אומר לא נחלקו רבי טרפון ורבי עקיבא על שקידש אחת מחמש נשים ואינו יודע איזו קידש שמניח כתובה ביניהן ומסתלק על מה נחלקו על שבעל רבי טרפון אומר מניח כתובה ביניהן ומסתלק רבי עקיבא אומר עד שישלם לכל אחת ואחת
4 Es wird nämlich gelehrt: R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagte: R. Tryphon und R. A͑qiba stimmen überein, daß, wenn jemand sich eine von fünf Frauen angetraut, und nicht weiß, welche er sich angetraut hat, er die Morgengabe in ihre Mitte lege und sich entferne, sie streiten nur über den Fall, wenn er ihr beigewohnt hat. R. Tryphon sagt, er lege die Morgengabe in ihre Mitte und entferne sich, und R. A͑qiba sagt, er müsse [die Morgengabe] an jede zahlen.
ה לא נחלקו רבי טרפון ורבי עקיבא על שלקח מקח מחמשה בני אדם ואין יודע מאיזה מהן לקח שמניח דמי מקח ביניהן ומסתלק לא נחלקו אלא שגזל מחמשה שאמר ר' טרפון מניח גזילה ביניהם ומסתלק ורבי עקיבא אומר עד שישלם גזילה לכל אחד ואחד
5 Ferner stimmen R. Tryphon und R. A͑qiba überein, daß, wenn jemand etwas von einem unter fünf gekauft, und nicht weiß, von wem er gekauft hat, er das Kaufgeld in ihre Mitte lege und sich entferne, sie streiten nur über den Fall, wenn er einen von fünf beraubt hat. R. Tryphon sagt, er lege das Geraubte in ihre Mitte und entferne sich, und R. A͑qiba sagt, er müsse das Geraubte jedem ersetzen.
ו מדקאמר רבי שמעון בן אלעזר בקידש ולקח לא פליגי מכלל דתנא קמא סבר פליגי מני
6 Wenn nun R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagt, sie streiten nicht über Antrauung und Kauf, so ist wahrscheinlich der erste Autor der Ansicht, sie streiten wohl.
ז אי תנא קמא ליתני קידש ולקח אי רבי שמעון בן אלעזר ליתני בעל וגזל
7 Wessen nun: nach dem ersten Autor sollte er ‘angetraut’ und ‘gekauft’ lehren, und nach R. Šimo͑n b. Elea͑zar sollte er ‘beigewohnt’ und ‘beraubt’ lehren!? –
ח לעולם רבי שמעון בן אלעזר ומאי קידש קידש בביאה תנא קידש להודיעך כחו דרבי עקיבא
8 Tatsächlich die des R. Šimo͑n b. Elea͑zar, und unter ‘angetraut’ ist angetraut durch Beiwohnung zu verstehen. Er lehrt ‘angetraut’, um die Ansicht R. A͑qibas hervorzuheben,
ט דאע"ג דאיסורא דרבנן עבד קניס תנא גזל להודיעך כחו דרבי טרפון דאע"ג דאיסורא דאורייתא עבד לא קניס:
9 der auch bei Begehung eines rabbanitischen Verbotes maßregelt, und er lehrt ‘beraubt’, um die Ansicht R. Tryphons hervorzuheben, der auch bei Begehung eines Verbotes der Tora nicht maßregelt.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> האשה שהלכה היא ובעלה למדינת הים ובנה עמהם ובאת ואמרה מת בעלי ואחר כך מת בני נאמנת מת בני ואחר כך מת בעלי אינה נאמנת וחוששין לדבריה וחולצת ולא מתייבמת
10 <b>W</b><small>ENN EINE</small> F<small>RAU, DIE MIT IHREM</small> M<small>ANNE UND IHREM</small> S<small>OHNE NACH DEM</small> Ü<small>BERSEELANDE VERREIST WAR, ZURÜCKKOMMT UND SAGT, IHR</small> M<small>ANN SEI GESTORBEN UND NACHHER SEI IHR</small> S<small>OHN GESTORBEN, SO IST SIE</small> <small>GLAUBHAFT; WENN ABER: IHR</small> S<small>OHN SEI GESTORBEN UND NACHHER SEI IHR</small> M<small>ANN GESTORBEN, SO IST SIE NICHT</small> <small>GLAUBHAFT, JEDOCH BERÜCKSICHTIGE MAN IHRE</small> W<small>ORTE, UND VOLLZIEHE AN IHR DIE</small> Ḥ<small>ALIÇA UND NICHT DIE</small> S<small>CHWAGEREHE</small>.
יא ניתן לי בן במדינת הים ואמרה מת בני ואחר כך מת בעלי נאמנת מת בעלי ואחר כך מת בני אינה נאמנת וחוששין לדבריה וחולצת ולא מתייבמת
11 [S<small>AGT SIE</small>,]<small> SIE HÄTTE IM</small> Ü<small>BERSEELANDE EINEN</small> S<small>OHN BEKOMMEN, UND IHR</small> S<small>OHN SEI GESTORBEN UND NACHHER SEI IHR</small> M<small>ANN GESTORBEN, SO IST SIE GLAUBHAFT; WENN ABER: IHR</small> M<small>ANN SEI GESTORBEN UND NACHHER SEI IHR</small> S<small>OHN GESTORBEN, SO IST SIE NICHT GLAUBHAFT, JEDOCH BERÜCKSICHTIGE MAN IHRE</small> W<small>ORTE, UND VOLLZIEHE AN IHR DIE ḤALIÇA UND NICHT DIE</small> S<small>CHWAGEREHE</small>.
יב ניתן לי יבם במדינת הים אמרה מת בעלי ואחר כך מת יבמי יבמי ואחר כך בעלי נאמנת
12 S<small>AGT SIE, SIE HÄTTE IM</small> Ü<small>BERSEELANDE EINEN</small> S<small>CHWAGER BEKOMMEN, UND UHR</small> M<small>ANN SEI GESTORBEN UND NACHHER SEI IHR</small> S<small>CHWAGER GESTORBEN, ODER IHR</small> S<small>CHWAGER UND NACHHER IHR</small> M<small>ANN, SO IST SIE GLAUBHAFT</small>.
יג הלכה היא ובעלה ויבמה למדינת הים אמרה מת בעלי ואחר כך יבמי יבמי ואחר כך בעלי אינה נאמנת שאין האשה נאמנת לומר מת יבמי שתנשא ולא מתה אחותה שתכנס לביתו ואין האיש נאמן לומר מת אחי שייבם אשתו ולא מתה אשתו שישא אחותה:
13 W<small>ENN SIE MIT IHREM</small> M<small>ANNE UND IHREM</small> S<small>CHWAGER NACH DEM</small> Ü<small>BERSEELANDE VERREIST WAR UND SAGT, IHR</small> M<small>ANN SEI GESTORBEN UND NACHHER IHR</small> S<small>CHWAGER, ODER IHR</small> S<small>CHWAGER UND NACHHER IHR</small> M<small>ANN, SO IST SIE NICHT GLAUBHAFT, DENN EINE</small> F<small>RAU IST NICHT GLAUBHAFT, WENN SIE SAGT, IHR</small> S<small>CHWAGER SEI GESTORBEN, UM SICH ZU VERHEIRATEN, ODER IHRE</small> S<small>CHWESTER SEI GESTORBEN, UM IN IHR</small> H<small>AUS</small> <small>EINZUZIEHEN</small>. D<small>ESGLEICHEN IST EIN</small> M<small>ANN NICHT GLAUBHAFT, WENN ER SAGT, SEIN</small> B<small>RUDER SEI GESTORBEN, UM AN DESSEN</small> F<small>RAU DIE</small> S<small>CHWAGEREHE ZU VOLLZIEHEN, ODER SEINE</small> F<small>RAU SEI GESTORBEN, UM IHRE</small> S<small>CHWESTER ZU HEIRATEN</small>.
יד <big><strong>גמ׳</strong></big> בעא מיניה רבא מרב נחמן המזכה גט לאשתו במקום יבם מהו כיון דסניא ליה זכות הוא לה וזכין לאדם שלא בפניו או דלמא כיון דזימנין דרחמא ליה חוב הוא לה ואין חבין לאדם שלא בפניו
14 GEMARA. Raba fragte R. Naḥman: Wie ist es, wenn jemand seiner Frau einen Scheidebrief zueignet, und ein Schwager vorhanden ist: ist dies, da sie ihn haßt, für sie eine Bevorteilung, und bevorteilen kann man einen auch in seiner Abwesenheit, oder ist es für sie, da es vorkommt, daß sie ihn liebt, eine Benachteilung, und man kann niemand in seiner Abwesenheit benachteilen?
טו אמר ליה תנינא וחוששין לדבריה וחולצת ולא מתייבמת
15 Dieser erwiderte: Wir haben es gelernt: Man berücksichtige ihre Worte, und vollziehe an ihr die Ḥaliça und nicht die Schwagerehe.
טז אמר ליה רבינא לרבא המזכה גט לאשתו במקום קטטה מהו כיון דאית לה קטטה בהדיה זכות הוא לה או דלמא ניחא דגופא עדיף לה תא שמע דאמר ריש לקיש טב למיתב טן דו מלמיתב ארמלו
16 Rabina sprach zu Raba: Wie ist es, wenn jemand seiner Frau, wenn Zank [zwischen ihnen herrscht], einen Scheidebrief zueignet: ist dies, da Zank zwischen ihnen herrscht, für sie eine Bevorteilung, oder ist ihr die Befriedigung des Körpers lieber? – Komm und höre: Reš Laqiš sagte: Lieber zu zweien sitzen als verwitwet weilen.
יז אביי אמר דשומשמנא גברא כורסיה בי חרתא רמו לה רב פפא אמר דנפצא גברא תיקרי בסיפי בבא ותיתיב
17 Abajje sagte: Gleicht ihr Mann auch einer Ameise, ihr Stuhl wird unter die Vornehmen gesetzt. R. Papa sagte: Ist ihr Mann auch wie eine Rübe, sie ruft ihn heran und sitzt mit ihm an der Türschwelle.
יח רב אשי אומר דקולסא גברא לא בעיא טלפחי לקידרא תנא וכולן מזנות ותולות בבעליהן:
18 R. Aši sagte: Ist ihr Mann auch wie ein Stengel, sie verlangt dennoch keine Linsen in den Kochtopf. Es wird gelehrt: Sie alle huren und hängen es ihren Männern an.
יט <br><br><big><strong>הדרן עלך האשה שלום</strong></big><br><br>
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