Yevamot 243

Kapitel 243

א תלתא ריגלי אמר לה רב אדא בר אהבה זיל לקמיה דרב יוסף דחריף סכינא
1 Nachdem er dies drei Festversammlungen aufschob, sprach R. Ada b. Ahaba zu ihm: Wende dich an R. Joseph, dessen Messer scharf ist.
ב אזלה קמיה פשט מהא מתניתין עובד כוכבים שהיה מוכר פירות בשוק ואמר פירות הללו של ערלה הן של עזיקה הן של נטע רבעי הן לא אמר כלום לא נתכוון אלא להשביח מקחו
2 Er wandte sich an ihn, und dieser entschied es aus folgender Lehre: Wenn ein Nichtjude Früchte auf dem Markt verkauft und sagt, die Früchte seien von Ungeweihtem, von einem umgrabenen Felde, von Vierjährigem, so hat er nichts gesagt, denn er wollte nur seine Ware preisen.
ג אבא יודן איש ציידן אמר מעשה בישראל ועובד כוכבים שהלכו בדרך ובא עובד כוכבים ואמר חבל על יהודי שהיה עמי בדרך שמת בדרך וקברתיו והשיאו אשתו
3 Abba Jodan aus Çajdan erzählte: Einst gingen ein Jisraélit und ein Nichtjude zusammen auf dem Wege, und der Nichtjude kam und sagte: Schade um den Juden, der sich mit mir auf dem Wege befand; er starb und ich begrub ihn. Daraufhin erlaubte man seiner Frau zu heiraten.
ד ושוב מעשה בקולר של בני אדם שהיו מהלכין לאנטוכיא ובא עובד כוכבים אחד ואמר חבל על קולר של בני אדם שמתו וקברתים והשיאו את נשותיהם ושוב מעשה בששים בני אדם שהיו מהלכין לכרכום ביתר ובא עובד כוכבים ואמר חבל על ששים בני אדם שהיו מהלכין בדרך ביתר שמתו וקברתים והשיאו את נשותיהם:
4 Ferner ereignete es sich, daß eine Gruppe Menschen nach Antiochien ging, und ein Nichtjude kam und sagte: Schade um jene Gruppe Menschen; sie starben und ich begrub sie. Daraufhin erlaubte man ihren Frauen zu heiraten. Ferner ereignete es sich, daß sechzig Leute nach dem Kriegslager Bitther gingen, und ein Nichtjude kam und sagte: Schade um jene sechzig Leute, die sich auf dem Wege nach Bitther befanden; sie starben und ich begrub sie. Daraufhin erlaubte man ihren Frauen zu heiraten.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> מעידין לאור הנר ולאור הלבנה ומשיאין על פי בת קול מעשה באחד שעמד על ראש ההר ואמר איש פלוני בן פלוני ממקום פלוני מת הלכו ולא מצאו שם אדם והשיאו את אשתו
5 <b>M</b><small>AN KANN BEKUNDEN</small>, <small>AUCH WENN MAN IHN NUR BEIM</small> L<small>ICHTSCHEIN ODER</small> M<small>ONDSCHEIN</small> [<small>GESEHEN HAT</small>]<small>, UND MAN ERLAUBE ZU HEIRATEN AUF</small> G<small>RUND EINES</small> W<small>IDERHALLS</small>. E<small>INST HÖRTE MAN JEMAND, DER</small> [<small>ANSCHEINEND</small>]<small> AUF DEM</small> G<small>IPFEL EINES</small> B<small>ERGES STAND, RUFEN:</small> N., S<small>OHN DES</small> N., <small>AUS DEM</small> O<small>RTE</small> N. <small>IST GESTORBEN</small>. A<small>LS MAN DA HINGING, FAND MAN NIEMAND</small>. H<small>IERAUF ERLAUBTE MAN SEINER</small> F<small>RAU ZU HEIRATEN</small>.
ו ושוב מעשה בצלמון באחד שאמר אני איש פלוני בן איש פלוני נשכני נחש והרי אני מת והלכו ולא הכירוהו והלכו והשיאו את אשתו:
6 F<small>ERNER EREIGNETE ES SICH EINST IN</small> Ç<small>ALMON, DASS JEMAND RIEF:</small> I<small>CH BIN</small> N., S<small>OHN DES</small> N., <small>EINE</small> S<small>CHLANGE BISS MICH UND ICH STERBE</small>. A<small>LS MAN DA HINGING, ERKANNTE MAN IHN NICHT</small>. H<small>IERAUF ERLAUBTE MAN SEINER</small> F<small>RAU ZU HEIRATEN</small>.
ז <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רבה בר שמואל תנא בית שמאי אומרים אין משיאין על פי בת קול וב"ה אומרים משיאין על פי בת קול מאי קמ"ל מתני׳ היא הא קמ"ל דאי משתכחת סתמא דאין משיאין בית שמאי היא:
7 GEMARA. Rabba b. Šemuél sagte: Es wird gelehrt: Die Schule Šammajs sagt, man erlaube nicht zu heiraten auf Grund eines Widerhalls, und die Schule Hillels sagt, man erlaube zu heiraten auf Grund eines Widerhalls. Was lehrt er uns damit, dies lehrt ja unsere Mišna!? – Folgendes lehrt er uns: wenn sich eine anonyme Lehre finden sollte, daß man nicht zu heiraten erlaube, so ist dies die Ansicht der Schule Šammajs.
ח והלכו ולא מצאו: ודלמא שד הוה א"ר יהודה אמר רב שראו לו דמות אדם אינהו נמי דמו דחזו ליה בבואה
8 A<small>LS MAN DA HINGING, FAND MAN NIEMAND</small>. Vielleicht war es ein Dämon!? R. Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Sie sahen eine menschliche Gestalt. – Jene sehen ja ebenso aus!? – Sie sahen an ihm einen Schatten. –
ט ואינהו נמי אית להו בבואה דחזו ליה בבואה דבבואה ודלמא לדידהו אית להו בבואה דבבואה אמר רבי חנינא אמר לי יונתן שידא בבואה אית להו בבואה דבבואה לית להו
9 Jene haben ja ebenfalls einen Schatten!? – Sie sahen an ihm einen Widerschatten. – Vielleicht haben auch jene einen Widerschatten!? R. Ḥanina erwiderte: Der Dämon Jonathan sagte mir, sie haben einen Schatten, aber keinen Widerschatten, –
י ודלמא צרה הואי תנא דבי רבי ישמעאל בשעת הסכנה כותבין ונותנין אף על פי שאין מכירין:
10 Vielleicht war es eine Nebenbuhlerin!? – In der Schule R. Jišma͑éls wurde gelehrt, in einer Stunde der Gefahr schreibe und gebe man einen Scheidebrief, auch wenn man ihn nicht kennt.
יא <big><strong>מתני'</strong></big> אמר רבי עקיבא כשירדתי לנהרדעא לעבר השנה מצאתי נחמיה איש בית דלי אמר לי שמעתי שאין משיאין את האשה בארץ ישראל על פי עד אחד אלא יהודה בן בבא ונומיתי לו כן הדברים אמר לי אמור להם משמי אתם יודעים שהמדינה משובשת בגייסות מקובלני מר"ג הזקן שמשיאין את האשה על פי עד אחד
11 <b>R.</b>A͑<small>QIBA ERZÄHLTE:</small> A<small>LS ICH NACH NEHARDEA͑ ZUR</small> I<small>NTERKALATION DES</small> S<small>CHALTJAHRES KAM, TRAF ICH</small> N<small>EḤEMJA AUS</small> B<small>EDALI</small>,<small> UND DIESER SAGTE MIR, ER HABE GEHÖRT, MIT</small> A<small>USNAHME VON</small> J<small>EHUDA B</small>. B<small>ABA ERLAUBE NIEMAND IM</small> J<small>ISRAÉLLANDE EINER</small> F<small>RAU AUF DIE</small> A<small>USSAGE EINES EINZELNEN</small> Z<small>EUGEN HIN ZU HEIRATEN</small>. I<small>CH SPRACH ZU IHM:</small> S<small>O IST ES</small>. H<small>IERAUF SPRACH ER ZU MIR:</small> S<small>AGE IHNEN IN MEINEM</small> N<small>AMEN:</small> I<small>HR WISSET, DASS IN DIESEM</small> L<small>ANDE</small> K<small>RIEGSBANDEN STREIFEN; VON</small> R. G<small>AMLIÉL DEM</small> Ä<small>LTEREN IST ES MIR ÜBERLIEFERT, DASS MAN AUF DIE</small> A<small>USSAGE EINES EINZELNEN</small> Z<small>EUGEN HIN EINER</small> F<small>RAU ZU HEIRATEN ERLAUBE</small>.
יב וכשבאתי והרציתי הדברים לפני ר"ג שמח לדברי ואמר מצאנו חבר לרבי יהודה בן בבא
12 A<small>LS ICH DIES</small> R. G<small>AMLIÉL UNTERBREITETE, FREUTE ER SICH ÜBER MEINE</small> W<small>ORTE UND SPRACH:</small> W<small>IR HABEN IN</small>R. J<small>EHUDA B</small>. B<small>ABA EINEN</small> G<small>ENOSSEN</small> <small>GEFUNDEN</small>.
יג מתוך הדבר נזכר ר"ג שנהרגו הרוגים בתל ארזא והשיא ר"ג נשותיהן על פי עד אחד והוחזקו להיות משיאין עד מפי עד מפי עבד מפי אשה מפי שפחה ר' אליעזר ורבי יהושע אומרים אין משיאין את האשה על פי עד אחד ר' עקיבא אומר לא ע"פ אשה ולא על פי עבד ולא על פי שפחה ולא על פי קרובים:
13 D<small>URCH DIESE</small> U<small>NTERHALTUNG ERINNERTE SICH</small> R. G<small>AMLIÉL, DASS</small> L<small>EUTE IN</small> T<small>EL</small> A͑<small>RZA</small> <small>GETÖTET WURDEN, UND</small> R. G<small>AMLIÉL</small> [<small>DER</small> Ä<small>LTERE</small>]<small> AUF DIE</small> A<small>USSAGE EINES EINZELNEN</small> Z<small>EUGEN HIN IHREN</small> F<small>RAUEN ZU HEIRATEN ERLAUBTE</small>. E<small>S WURDE DANN EINGEFÜHRT, DIE</small> H<small>EIRAT ZU ERLAUBEN AUF</small> [G<small>RUND DER</small> A<small>USSAGE</small>]<small> EINES</small> Z<small>EUGEN AUS DEM</small> M<small>UNDE</small> <small>EINES</small> Z<small>EUGEN, AUS DEM</small> M<small>UNDE EINES</small> S<small>KLAVEN, AUS DEM</small> M<small>UNDE EINER</small> F<small>RAU ODER DEM</small> M<small>UNDE EINER</small> S<small>KLAVIN</small>. R. E<small>LIE͑ZER UND</small> R. J<small>EHOŠUA͑ SAGEN, MAN ERLAUBE EINER</small> F<small>RAU NICHT, AUF DIE</small> A<small>USSAGE EINES EINZELNEN</small> Z<small>EUGEN HIN ZU HEIRATEN</small>. R. A͑<small>QIBA SAGT, WEDER AUF</small> G<small>RUND DER</small> A<small>USSAGE EINER</small> F<small>RAU NOCH EINES</small> S<small>KLAVEN NOCH EINER</small> S<small>KLAVIN NOCH EINES</small> V<small>ERWANDTEN</small>.
יד <big><strong>גמ׳</strong></big> וסבר רבי עקיבא ע"פ אשה לא והתניא רבי שמעון בן אלעזר אומר משום רבי עקיבא אשה נאמנת להביא גיטה מק"ו ומה נשים שאמרו חכמים אין נאמנות לומר מת בעלה נאמנות להביא גיטיהן זו שנאמנת לומר מת בעלה אינו דין שנאמנת להביא גיטה
14 GEMARA. Ist R. A͑qiba denn der Ansicht, nicht auf die Aussage einer Frau hin, es wird ja gelehrt: R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagt im Namen R. A͑qibas; [Durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere ist zu folgern, daß eine Frau glaubhaft ist, einen Scheidebrief zu überbringen: wenn die Frauen, von denen die Weisen gesagt haben, sie seien nicht glaubhaft, den Tod ihres Mannes zu bekunden, glaubhaft sind, ihr einen Scheidebrief zu überbringen, um wieviel mehr sind diejenigen, die glaubhaft sind, den Tod ihres Mannes zu bekunden, glaubhaft, ihr einen Scheidebrief zu überbringen.
טו נשים שאמרו חכמים הוא דלא מהימני אשה בעלמא מהימנא לא קשיא כאן קודם שהחזיקו כאן לאחר שהחזיקו:
15 Nur die Frauen, von denen die Weisen es gesagt haben, sind nicht glaubhaft, andere aber sind glaubhaft!? – Das ist kein Einwand; das eine, bevor dies eingeführt wurde, das andere, nachdem dies eingeführt wurde.
טז <big><strong>מתני׳</strong></big> אמרו לו מעשה בבני לוי שהלכו לצוער עיר התמרים וחלה אחד מהם והביאוהו בפונדק ובחזרתם אמרו לפונדקית איה חברנו נומית להם מת וקברתיו והשיאו את אשתו ולא תהא כהנת כפונדקית
16 <b>S</b><small>IE SPRACHEN ZU IHM:</small> E<small>INST GINGEN</small> L<small>EVITEN NACH DER</small> P<small>ALMENSTADT</small> Ç<small>OA͑R, UND ALS EINER VON IHNEN ERKRANKTE, BRACHTEN SIE IHN IN EIN</small> G<small>ASTHAUS</small>. A<small>UF IHRER</small> R<small>ÜCKKEHR FRAGTEN SIE DIE</small> G<small>ASTWIRTIN, WO IHR</small> G<small>EFÄHRTE SEI, UND DIESE ERWIDERTE, ER SEI GESTORBEN UND SIE HABE IHN BEGRABEN</small>. H<small>IERAUF ERLAUBTE MAN SEINER</small> F<small>RAU ZU HEIRATEN</small>. S<small>OLLTE EINE</small> P<small>RIESTERIN</small> <small>NICHT EBENSO</small> [<small>GLAUBHAFT</small>]<small> SEIN WIE JENE</small> G<small>ASTWIRTIN!?</small>
יז אמר להו לכשתהא כפונדקית נאמנת הפונדקית הוציאה להם מקלו ותרמילו וספר תורה שהיה בידו:
17 E<small>R ERWIDERTE IHNEN:</small> I<small>N EINEM</small> F<small>ALLE, WIE BEI DER</small> G<small>ASTWIRTIN, IST SIE AUCH GLAUBHAFT</small>. D<small>IE</small> G<small>ASTWIRTIN ÜBERREICHTE IHNEN SEINEN</small> S<small>TAB, SEINEN</small> R<small>EISESACK UND DIE</small> T<small>ORAROLLE, DIE ER BEI SICH GEFÜHRT HATTE</small>.