Yevamot 242

Kapitel 242

א שמא חבר הוא ות"ק אגב איצצא מזקי ליה
1 er ist vielleicht Schlangenbeschwörer. – Und der erste Autor!? – Wegen des Druckes beschädigen sie ihn.
ב תנו רבנן נפל לתוך כבשן האש מעידין עליו ליורה מלאה יין ושמן מעידין עליו משום רבי אחא אמרו של שמן מעידין עליו מפני שהוא מבעיר של יין אין מעידין עליו מפני שהוא מכבה אמרו לו תחלתו מכבה וסופו מבעיר:
2 Die Rabbanan lehrten: Ist jemand in einen Schmelzofen gefallen, so bekunde man über ihn, wenn in einen [siedenden] Kessel voll Wein oder Öl, so bekunde man über ihn. Im Namen R. Aḥas sagten sie: Wenn in einen voll Öl, so bekunde man über ihn, weil es zündet, wenn in einen voll Wein, so bekunde man über ihn nicht, weil er löscht. Man erwiderte ihm: Anfangs löscht er, nachher aber brennt er.
ג א"ר מאיר מעשה באחד שנפל לבור הגדול וכו': תניא אמרו לו לרבי מאיר אין מזכירין מעשה נסים מאי מעשה נסים אילימא דלא אכיל ולא אישתי והכתיב (אסתר ד, טז) וצומו עלי ואל תאכלו ואל תשתו
3 R. M<small>EÍR SAGTE:</small> E<small>INST FIEL JEMAND IN EINEN GROSSEN</small> B<small>RUNNEN</small> &amp;<small>C</small>. Es wird gelehrt: Sie sprachen zu R. Meír: Man berufe sich nicht auf Wundertaten. – Worin besteht das Wunder: wenn etwa, weil er nicht essen und nicht trinken kann, so heißt es ja: <i>fastet um mich, weder esset noch trinket</i>!? –
ד אלא דלא ניים דאמר רבי יוחנן שבועה שלא אישן שלשה ימים מלקין אותו ויישן לאלתר
4 Vielmehr, weil er nicht schlafen kann. R. Joḥanan sagte nämlich: [Sagt jemand:] ich schwöre, daß ich drei Tage nicht schlafen werde, so geißele man ihn und er schlafe sofort. –
ה ורבי מאיר מאי טעמא אמר רב כהנא כיפין על גב כיפין הוו ורבנן דשישא הוו ור"מ א"א דלא מסריך וניים פורתא
5 Was ist der Grund R. Meírs? R. Kahana erwiderte: Da waren Gewölbe über Gewölbe. – Und die Rabbanan!? – Sie waren aus Marmor. – Und R. Meír!? – Dennoch war es nicht unmöglich, daß er sich ein wenig anlehnen und schlafen konnte.
ו ת"ר מעשה בבתו של נחוניא חופר שיחין שנפלה לבור הגדול ובאו והודיעו לרבי חנינא בן דוסא שעה ראשונה אמר להם שלום שניה אמר להם שלום שלישית אמר להם עלתה
6 Die Rabbanan lehrten: Einst fiel die Tochter R. Neḥunja des Brunnengräbers in einen großen Brunnen, und man berichtete es R. Ḥanina b. Dosa. In der ersten Stunde sprach er zu ihnen: Friede. In der zweiten sprach er zu ihnen: Friede. In der dritten sprach er zu ihnen: Sie ist bereits emporgekommen.
ז אמר לה בתי מי העלך אמרה לו זכר של רחלים נזדמן לי וזקן מנהיגו אמרו לו נביא אתה אמר להם לא נביא אנכי ולא בן נביא אנכי אלא דבר שהצדיק מתעסק בו יכשל בו זרעו
7 Er sprach zu ihr: Meine Tochter, wer hat dich heraufgebracht? Diese erwiderte: Ein Schafbock, den ein Greis führte, kam zu mir. Hierauf sprachen sie zu ihm: Bist du ein Prophet? Dieser erwiderte: Ich bin weder ein Prophet noch eines Propheten Sohn; aber sollte denn an einem Werke, mit dem dieser Fromme sich befaßt, sein Kind verunglücken!?
ח אמר רבי אבא אע"פ כן מת בנו בצמא שנאמר (תהלים נ, ג) וסביביו נשערה מאד מלמד שהקדוש ברוך הוא מדקדק עם סביביו כחוט השערה ר' חנינא אמר מהכא (תהלים פט, ח) אל נערץ בסוד קדושים רבה ונורא על כל סביביו:
8 R. Abba sagte: Trotzdem starb sein Sohn vor Durst. Es heißt: <i>rings um ihn stürmt es gewaltig</i>; dies lehrt, daß der Heilige, gepriesen sei er, es mit seiner Umgebung haargenau nimmt. R. Ḥanina entnimmt dies aus folgendem: <i>Gott ist schrecklich im Rate der Heiligen und furchtbar für alle, die ihn umgeben</i>.
ט <big><strong>מתני׳</strong></big> אפילו שמע מן הנשים אומרות מת איש פלוני דיו ר' יהודה אומר אפי' שמע מן התינוקות אומרים הרי אנו הולכין לספוד ולקבור את איש פלוני בין שהוא מתכוין ובין שאינו מתכוין
9 <b>A</b><small>UGH WENN MAN NUR</small> F<small>RAUEN SAGEN HÖRT</small>, N. <small>SEI GESTORBEN, SO GENÜGT</small> <small>DIES</small>. R. J<small>EHUDA SAGT, AUCH WENN MAN NUR</small> K<small>INDER SAGEN HÖRT, SIE GEHEN</small> N. <small>BETRAUERN UND BEGRABEN, GENÜGE DIES</small>. E<small>INERLEI, OB SIE DIES</small> <small>BEABSICHTIGT HABEN ODER NICHT</small>.
י ר' יהודה בן בבא אומר בישראל אע"פ שהוא מתכוין ובעובד כוכבים אם היה מתכוין אין עדותו עדות:
10 R. J<small>EHUDA B</small>. B<small>ABA SAGT, EIN</small> J<small>ISRAÉLIT</small>, [<small>AUCH</small>] <small>WENN ER ES BEABSICHTIGT HAT; DAS</small> Z<small>EUGNIS EINES</small> N<small>ICHTJUDEN ABER SEI, WENN ER ES BEABSICHTIGT HAT, UNGÜLTIG</small>.
יא <big><strong>גמ׳</strong></big> ודלמא לא אזלי אמר רב יהודה אמר שמואל דקאמרי הרינו באין מלספוד ומלקבור את איש פלוני
11 GEMARA. Vielleicht sind sie nicht hingegangen!? R. Jehuda erwiderte im Namen Šemuéls: Wenn sie sagen: wir kommen von der Betrauung und der Beerdigung des N. –
יב ודלמא קמצא בעלמא שכיב ליה ואסיקו ליה על שמיה דקאמרי כן וכן רבנן הוו התם כן וכן ספדני הוו התם:
12 Vielleicht starb nur eine Heuschrecke, die sie nach ihm benennen!? – Wenn sie angeben: die und die Gelehrten waren da, die und die Trauerredner waren da.
יג ובעובד כוכבים אם היה מתכוין וכו': אמר רב יהודה אמר שמואל לא שנו אלא שנתכוין להתיר אבל נתכוין להעיד עדותו עדות היכי ידעינן אמר רב יוסף בא לבית דין ואמר איש פלוני מת השיאו את אשתו זהו נתכוין להתיר מת סתם זהו נתכוין לעדות
13 D<small>AS</small> Z<small>EUGNIS EINES</small> N<small>ICHTJUDEN SEI, WENN ER ES BEABSICHTIGT</small> &amp;<small>C</small>. R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Dies nur, wenn er ihre Erlaubnis beabsichtigt, wenn er aber nur Zeugnis ablegen will, ist seine Aussage gültig. – Woher weiß man dies? R. Joseph erwiderte: Wenn er aufs Gericht kommt und sagt: N. ist gestorben, laßt seine Frau heiraten, so beabsichtigt er die Erlaubnis, wenn er aber nur sagt: er ist gestorben, so will er nur Zeugnis ablegen.
יד איתמר נמי אמר ריש לקיש לא שנו אלא שנתכוין להתיר אבל נתכוין להעיד עדותו עדות אמר ליה ר' יוחנן לא כך היה מעשה באושעיא ברבי שהתירם עם שמנים וחמשה זקנים אמר להם לא שנו אלא שנתכוין להתיר אבל נתכוין להעיד עדותו עדות ולא הודו לו חכמים
14 Es wurde auch gelehrt: Reš Laqiš sagte: Dies nur, wenn er die Erlaubnis beabsichtigt, wenn er aber nur Zeugnis ablegen will, ist seine Aussage gültig. R. Joḥanan sprach zu ihm: Ereignete es sich doch, daß R. Oša͑ ja Berabbi gegen fünfundachtzig Gelehrte stritt, indem er sagte, dies gelte nur, wenn er die Erlaubnis beabsichtigt, wenn er aber nur Zeugnis ablegen will, sei seine Aussage gültig, und die Weisen pflichteten ihm nicht bei. –
טו אלא מתניתין דקתני ובעובד כוכבים אם היה מתכוין אין עדותו עדות היכי משכחת לה במסיח לפי תומו כי ההוא דהוה קאמר ואזיל מאן איכא בי חיואי מאן איכא בי חיואי שכיב חיואי ואנסבה רב יוסף לדביתהו ההוא דהוה קאמר ואזיל ווי ליה לפרשא זריזא דהוה בפומבדיתא דשכיב ואנסבה רב יוסף ואיתימא רבא לדביתהו
15 In welchem Falle kann dies vorkommen nach unserer Mišna, die lehrt, daß das Zeugnis eines Nichtjuden, wenn er es beabsichtigt, ungültig sei!? – Wenn er es harmlos erzählt. So rief einst jemand: Wer von der Familie des Hivaj ist hier, wer von der Familie des Ḥivaj ist hier? Ḥivaj ist gestorben! Daraufhin erlaubte R. Joseph seiner Frau zu heiraten. Einst rief jemand: Wehe um den hurtigen Reiter von Pumbeditha, der gestorben ist! Daraufhin erlaubte R. Joseph, nach anderen Raba, seiner Frau zu heiraten.
טז ההוא דהוה קאמר ואזיל מאן איכא בי חסא טבע חסא אמר רב נחמן האלקים אכלו כוורי לחסא מדיבוריה דרב נחמן אזלא דביתהו דחסא ואינסבא ולא אמרו לה ולא מידי אמר רב אשי שמע מינה הא דאמור רבנן מים שאין להם סוף אשתו אסורה הני מילי לכתחלה אבל אי נסיב לא מפקינן לה מיניה
16 Einst rief jemand: Wer von der Familie des Ḥasa ist hier? Ḥasa ist ertrunken! Da sprach R. Naḥman: Bei Gott, die Fische haben Ḥasa gefressen. Auf diesen Ausspruch R. Naḥmans hin verheiratete sich die Frau Ḥasas, und sie sagten ihr nichts. R. Aši sagte: Hieraus ist zu entnehmen, daß das, was die Rabbanan gesagt haben, wenn das Gewässer nicht umgrenzt ist, sei seine Frau verboten, nur von vornherein gilt, wenn sie sich aber verheiratet hat, entferne man sie von ihm nicht.
יז איכא דאמרי אנסבה רב נחמן לדביתהו אמר חסא גברא רבה איתיה אם איתא דסליק קלא אית ליה למילתא ולא היא לא שנא גברא רבה לא שנא לאו גברא רבה דיעבד אין לכתחלה לא:
17 Manche lesen: R. Naḥman erlaubte seiner Frau zu heiraten, indem er sagte: Ḥasa war ein bedeutender Mann, und wenn er gerettet worden wäre, würde es bekannt geworden sein. Dies ist aber nichts; ob ein bedeutender Mann oder ein unbedeutender Mann, nur wenn es bereits erfolgt ist, von vornherein aber nicht.
יח ההוא עובד כוכבים דהוה קאמר ליה לישראל קטול אספסתא ושדי לחיואי בשבתא ואי לא קטילנא לך כדקטילנא לפלוני בר ישראל דאמרי ליה בשיל לי קדירה בשבת ולא בשיל לי וקטילתיה שמעה דביתהו ואתאי לקמיה דאביי שהיתא
18 Einst sagte ein Nichtjude zu einem Jisraéliten: Schneide am Šabbath Futtergras und wirf es meinem Vieh vor, sonst erschlage ich dich, wie ich jenen Jisraéliten erschlagen habe, den ich für mich eine Speise am Šabbath kochen hieß und er es nicht getan hat. Seine Frau hörte es und kam zu Abajje.