Yevamot 89

Kapitel 89

א מחייבי לאוין דתפסי בהו קדושין אבל הכא עובד כוכבים ועבד כיון דלא תפסי בהו קדושין כחייבי כריתות דמי
1 nur von mit einem Verbote belegten, bei denen die Antrauung gültig ist, Nichtjude und Sklave aber gleichen, da ihre Antrauung ungültig ist, den mit der Ausrottung belegten.
ב מיתיבי עובד כוכבים ועבד הבא על בת ישראל הולד ממזר רבי שמעון בן יהודה אומר אין ממזר אלא ממי שאיסורו איסור ערוה וענוש כרת
2 Man wandte ein: Wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Jisraélitin beigewohnt hat, so ist das Kind ein Hurenkind. R. Šimo͑n b. Jehuda sagt, Hurenkind sei es nur dann, wenn die Beiwohnung inzestuös und mit der Ausrottung belegt ist.
ג אלא אמר רב יוסף מאן הכל מודים רבי אף על גב דרבי אומר אין הדברים הללו אמורים אלא לדברי ר"ע שהיה עושה חלוצה כערוה וליה לא סבירא ליה בעובד כוכבים ועבד מודה דכי אתא רב דימי אמר רב יצחק בר אבודימי משום רבינו עובד כוכבים ועבד הבא על בת ישראל הולד ממזר
3 Vielmehr, erklärte R. Joseph, derjenige, der beipflichtet, ist Rabbi. Rabbi sagt, diese Worte gelten nur nach R. A͑qiba, der die Ḥaluça der Inzestuösen gleichstellt, während er selber nicht dieser Ansicht ist; hinsichtlich eines Nichtjuden und eines Sklaven pflichtet er jedoch bei. Als R. Dimi kam, sagte er nämlich im Namen des R. Jiçḥaq b. Evdämi im Namen unseres Meisters [Rabbi]: Wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Jisraélitin beigewohnt hat, so ist das Kind ein Hurenkind.
ד רבי אחא שר הבירה ור' תנחום בריה דרבי חייא איש כפר עכו פרוק הנהו שבוייתא דאתו מארמון לטבריא הוה חדא דאעברא מעובד כוכבים ואתו לקמיה דר' אמי אמר להו ר' יוחנן ור' אלעזר ור' חנינא דאמרי עובד כוכבים ועבד הבא על בת ישראל הולד ממזר
4 R. Aḥa der Burgfürst und R. Tanḥum, Sohn der R. Ḥija aus Kephar A͑kko kauften einst Gefangene los, die aus Armon nach Tiberias gebracht wurden. Unter ihnen befand sich eine, die von einem Nichtjuden geschwängert wurde, und sie wandten sich bezüglich dieser an R. Ami. Da sprach er zu ihnen: R. Joḥanan, R. Elea͑zar und R. Ḥanina sagten, wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Jisraélitin beigewohnt hat, sei das Kind ein Hurenkind.
ה אמר רב יוסף רבותא למחשב גברי הא רב ושמואל בבבל ורבי יהושע בן לוי ובר קפרא בארץ ישראל ואמרי לה חלופי בר קפרא ועיילי זקני דרום דאמרי עובד כוכבים ועבד הבא על בת ישראל הולד כשר
5 R. Joseph erwiderte: Ist es etwa eine Großtat, Personen aufzuzählen!? Rabh und Šemuél in Babylonien, und R. Jehošua͑ b. Levi und Bar Qappara im Jisraéllande – manche nennen statt Bar Qappara die Ältesten des Südens – sagen, wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Jisraélitin beigewohnt hat, sei das Kind unbemakelt.
ו אלא אמר רב יוסף רבי היא דכי אתא רב דימי אמר רבי יצחק בר אבודימי משום רבינו אמרו עובד כוכבים ועבד הבא על בת ישראל הולד ממזר
6 Vielmehr, sagte R. Joseph, ist es Rabbi, denn als R. Dimi kam, sagte er im Namen des R. Jiçḥaq b. Evdämi, im Namen unseres Meisters lehrten sie, wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Jisraélitin beigewohnt hat, sei das Kind ein Hurenkind.
ז רבי יהושע בן לוי אומר הולד מקולקל למאן אילימא לקהל הא אמר רבי יהושע הולד כשר אלא לכהונה דכולהו אמוראי דמכשרי מודו שהולד פגום לכהונה
7 R. Jehošua͑ b. Levi aber sagt, das Kind sei suspekt. Für wen: wenn für die Gemeinde, so sagte ja R. Jehošua͑ [b. Levi], das Kind sei unbemakelt!? – Vielmehr, für Priester. Und auch alle Amoraím, nach welchen das Kind unbemakelt ist, pflichten bei, daß es für Priester bemakelt sei.
ח מק"ו מאלמנה מה אלמנה לכהן גדול שאין איסורה שוה בכל בנה פגום זו שאיסורה שוה בכל אינו דין שבנה פגום
8 Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere, von der Witwe, zu folgern: wenn der Sohn einer Witwe vom Hochpriester, die nicht jedem verboten ist, bemakelt ist, um wieviel mehr ist der Sohn dieser, die jedem verboten ist, bemakelt. –
ט מה לאלמנה לכהן גדול שכן היא עצמה מתחללת הכא נמי כיון שנבעלה פסלה
9 Wohl der einer Witwe vom Hochpriester, die sich selber entweiht!? – Auch diese wird, sobald jene ihr beigewohnt haben, [selber] untauglich.
י דאמר רבי יוחנן משום רבי שמעון מנין לעובד כוכבים ועבד הבא על הכהנת ועל הלויה ועל הישראלית שפסלוה שנאמר (ויקרא כב, יג) ובת כהן כי תהיה אלמנה וגרושה מי שיש לו אלמנות וגירושין בה יצאו עובד כוכבים ועבד שאין להם אלמנות וגירושין בה
10 R. Joḥanan sagte nämlich im Namen R. Šimo͑ns: Woher, daß, wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Priesterin, einer Levitin oder einer Jisraélitin beigewohnt hat, er sie untauglich gemacht habe? Es heißt: <i>wenn die Tochter eines Priesters verwitwet oder geschieden wird;</i> nur von einem, bei dem es Witwenschaft und Scheidung gibt, ausgenommen ein Nichtjude und ein Sklave, bei denen es keine Witwenschaft und keine Scheidung gibt.
יא אמר ליה אביי מאי חזית דסמכת אדרב דימי סמוך אדרבין דכי אתא רבין אמר רבי נתן ורבי יהודה הנשיא מורים בה להיתירא ומאן רבי יהודה הנשיא רבי
11 Abajje sprach zu ihm: Was veranlaßt dich, dich auf R. Dimi zu berufen, berufe dich auf Rabin!? Als Rabin kam, sagte er nämlich, R. Nathan und R. Jehuda der Fürst entschieden hierbei erlaubend, und R. Jehuda der Fürst ist Rabbi.
יב ואף רב מורה בה היתירא דההוא דאתא לקמיה דרב אמר ליה עובד כוכבים ועבד הבא על בת ישראל מהו
12 Und auch Rabh entschied hierbei erlaubend. Einst kam nämlich jemand vor Rabh und fragte ihn, wie es denn sei, wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Jisraélitin beigewohnt hat,
יג אמר ליה הולד כשר אמר ליה הב לי ברתך לא יהיבנא לך
13 und dieser erwiderte ihm, das Kind sei unbemakelt. Da sprach er zu ihm: Gib mir deine Tochter. – Ich gebe sie dir nicht.
יד אמר שימי בר חייא לרב אמרי אינשי גמלא במדי אקבא רקדא הא קבא והא גמלא והא מדי ולא רקדא
14 Da sprach Šimi b. Ḥija zu Rabh: Die Leute pflegen zu sagen: in Medien tanzt ein Kamel auf einen Kab; da ist der Kab, da ist das Kamel und da ist Medien, es tanzt aber nicht.
טו א"ל אי ניהוי כיהושע בן נון לא יהיבנא ליה ברתי א"ל אי הוה כיהושע בן נון אי מר לא יהיב ליה אחריני יהבי ליה האי אי מר לא יהיב ליה אחריני לא יהבי ליה
15 Dieser erwiderte: Selbst wenn er Jehošua͑, dem Sohne Nuns, gliche, würde ich ihm meine Tochter nicht geben. Jener entgegnete: Jehošua͑, dem Sohne Nuns, würden, wenn der Meister ihm [seine Tochter] nicht gibt, andere geben, diesem aber würden, wenn der Meister ihm nicht gibt, auch andere nicht geben.
טז לא הוה קאזיל מקמיה יהיב ביה עיניה ושכיב
16 Als er aber von ihm nicht fortging, richtete er auf ihn sein Auge, und er starb.
יז ואף רב מתנה מורה בה להיתירא ואף רב יהודה מורה בה להיתירא דכי אתא לקמיה דרב יהודה א"ל זיל איטמר או נסיב בת מינך וכי אתא לקמיה דרבא א"ל או גלי או נסיב בת מינך
17 Auch R. Nathan entschied hierbei erlaubend, und ebenso entschied R. Jehuda erlaubend. Wenn ein solcher vor R. Jehuda kam, sprach er zu ihm: Geh und verbirg dich, oder nimm eine deinesgleichen. Wenn ein solcher vor Raba kam, sprach er zu ihm: Entweder wandere aus, oder nimm eine deinesgleichen.
יח שלחו ליה בני בי מיכסי לרבה מי שחציו עבד וחציו בן חורין הבא על בת ישראל מהו א"ל השתא עבד כולו אמרי' כשר חציו מיבעיא
18 Die Einwohner von Re Miklise sandten an Rabba: Wie ist es, wenn ein Halbsklave einer Jisraélitin beigewohnt hat? Dieser erwiderte: Wenn [das Kind] von einem richtigen Sklaven nicht bemakelt ist, um wieviel weniger von einem, der es nur halb ist.
יט אמר רב יוסף מרא דשמעתא
19 R. Joseph sprach: Der Autor dieser Lehre ist