Yoma 102

Kapitel 102

א ותיפוק לי (ויקרא טז, יא) דאשר לו אמר רחמנא משלו הוא מביא
1 Es ist ja aus dem Umstande zu entscheiden, daß der Allbarmherzige seinen eigenen</i> sagt, er bringe ihn aus eigenem Vermögen!?
ב דתניא אשר לו משלו הוא מביא ולא משל ציבור יכול לא יביא משל ציבור שאין הציבור מתכפרין בו אבל יביא משל אחיו הכהנים שהרי אחיו הכהנים מתכפרים בו ת"ל אשר לו
2 Es wird nämlich gelehrt: <i>Seinen eigenen,</i> er bringe ihn aus eigenem Vermögen, nicht aber aus dem der Gemeinde. Man könnte glauben, er dürfte ihn nur aus dem der Gemeinde nicht darbringen, weil die Gemeinde durch ihn keine Sühne erlangt, wohl aber aus dem seiner Priesterbrüder, weil seine Priesterbrüder durch ihn Sühne erlangen, so heißt es: <i>seinen eigenen</i>. Man könnte glauben, er dürfe dies nicht von vornherein,
ג יכול לא יביא ואם הביא כשר ת"ל שוב (ויקרא טז, ו) אשר לו שנה הכתוב עליו לעכב
3 jedoch sei es giltig, wenn er ihn bereits dargebracht hat, so heißt es: <i>seinen eigenen</i>; die Schrift hat dies wiederholt, daß dies nämlich unerläßlich ist. –
ד וליטעמיך אחיו הכהנים אי לאו דקנו בגויה היכי מכפר להו אלא שאני בי גזא דאהרן דאפקריה רחמנא גבי אחיו הכהנים הכא [גבי תמורה] נמי שאני בי גזא דאהרן דאפקריה רחמנא גבי אחיו הכהנים
4 Wieso können die Priester nach deiner Auffassung, daß sie an diesem keinen Anteil haben, überhaupt Sühne erlangen!? Vielmehr ist es beim Vermögen Ahrons anders, das der Allbarmherzige für seine Priesterbrüder freigegeben hat, ebenso hat auch hierbei der Allbarmherzige das Vermögen Ahrons für seine Priesterbrüder freigegeben.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> היה מהלך בהיכל עד שמגיע לבין שתי הפרוכת המבדילות בין הקדש ובין קדש הקדשים וביניהן אמה ר' יוסי אומר לא היתה שם אלא פרוכת אחת בלבד שנאמר (שמות כו, לג) והבדילה הפרוכת לכם בין הקדש ובין קדש הקדשים
5 <b>E</b><small>R SCHRITT DURCH DAS</small> T<small>EUPELSCHIFF, BIS ER ZWISCHEN DIE ZWEI</small> V<small>OHÄNGE GELANGTE, DIE ZWISCHEN DEM</small> H<small>EILIGEN UND DEM</small> A<small>LLERHEILIGSTEN TRENNTEN; ZWISCHEN BEIDEN EINE</small> E<small>LLE.</small> R. J<small>OSE SAGT, DA WAR NUR EIN</small> V<small>ORHANG, DENN ES HEISST</small>: <i>der Vorhang soll euch zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten trennen</i>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> שפיר קאמר להו רבי יוסי לרבנן ורבנן אמרי לך הני מילי במשכן אבל במקדש שני כיון דלא הואי אמה טרקסין ובמקדש ראשון הוא דהואי ואיסתפקא להו לרבנן בקדושתיה אי כלפנים אי כלחוץ ועבוד שתי פרוכת
6 R. Jose wandte ja treffend gegen die Rabbanan ein!? – Die Rabbanan können dir erwidern: dies nur im Offenbarungszelte, im [zweiten] Tempel aber, in dem die eine Elle starke Zwischenwand fehlte, die im ersten Tempel vorhanden war, machten sie, da es den Rabbanan zweifelhaft war, ob dieser Raum nach innen oder nach außen gehört, zwei Vorhänge.
ז תנו רבנן בין המזבח למנורה היה מהלך דברי ר"י ר"מ אומר בין שלחן למזבח ויש אומרים בין שלחן לכותל מאן יש אומרים אמר רב חסדא רבי יוסי היא דאמר פיתחא בצפון קאי
7 Die Rabbanan lehrten: Er schritt zwischen dem Altar und der Leuchte – so R. Jehuda; R. Meír sagt, zwischen dem Tische und dem Altar; manche sagen, zwischen dem Tische und der Wand. – Wer sind die manchen? R. Ḥisda erwiderte: Es ist R. Jose, welcher sagt, die Tür habe sich nördlich befunden. –
ח ורבי יהודה אמר לך פיתחא בדרום קאי ורבי מאיר כמאן סבירא ליה אי כרבי יהודה סבירא ליה ניעול כרבי יהודה אי כרבי יוסי סבירא ליה ניעול כר' יוסי
8 Und R. Jehuda!? – Er ist der Ansicht, die Tür habe sich südlich befunden. – Welcher Ansicht ist R. Meír: ist er der Ansicht R. Jehudas, so sollte er nach der Ansicht R. Jehudas gehen, und ist er der Ansicht R. Joses, so sollte er nach der Ansicht R. Joses gehen!? –
ט לעולם כרבי יוסי סבירא ליה ואמר לך שולחנות צפון ודרום מונחין ומפסקא ליה שלחן ולא מתעייל ליה
9 Tatsächlich ist er der Ansicht R. Joses, jedoch kann er dir erwidern, die Tische waren von Norden nach Süden gereiht, somit bildeten die Tische ein Hindernis, und er konnte nicht durch.
י ואיבעית אימא לעולם מזרח ומערב מונחין ומשום שכינה לאו אורח ארעא
10 Wenn du aber willst, sage ich, sie waren tatsächlich von Osten nach Westen gereiht, nur ist es der Göttlichkeit gegenüber nicht schicklich, gerade