Yoma 152

Kapitel 152

א (חייב)
1 ist schuldig!? –
ב אלא יליף שכר שכר מנזיר מה להלן יין אף כאן יין
2 Vielmehr, es ist vom Naziräer, bei dem es ebenfalls <i>Rauschtrank</i> heißt, zu entnehmen; bei bei diesem darunter Wein zu verstehen ist, ebenso auch hierbei Wein. –
ג ותירוש חמרא הוא והתניא הנודר מן התירוש אסור בכל מיני מתיקה ומותר ביין ולאו חמרא הוא והכתיב (זכריה ט, יז) ותירוש ינובב בתולות דבר הבא מן התירוש ינובב בתולות
3 Ist denn unter Most Wein zu verstehen, es wird ja gelehrt, daß, wenn jemand sich den Most abgelobt hat, ihm jede süße [Frucht] verboten, Wein aber erlaubt sei!? – Ist etwa drunter nicht der Wein zu verstehen, es heißt ja: <i>der Most läßt Jungfrauen wachsen</i>!? – Was vom Most kommt, läßt Jungfrauen wachsen. –
ד והכתיב (משלי ג, י) ותירוש יקביך יפרוצו דבר הבא מן התירוש יקביך יפרוצו
4 Es heißt ja aber: <i>deine Kufen von Most überströmen</i>!? – Was vom Most kommt, wird deine Kufen überströmen. –
ה והא כתיב (הושע ד, יא) זנות ויין ותירוש יקח לב אלא דכולי עלמא תירוש חמרא הוא ובנדרים הלך אחר לשון בני אדם
5 Es heißt ja aber:<i> Hurerei, Wein und Most benehmen das Herz</i>!? – Vielmehr, alle stimmen überein, daß unter Most Wein zu verstehen sei, nur richtet er sich bei Gelübden nach dem volkstümlichen Sprachgebrauche. –
ו ואמאי קרי ליה יין ואמאי קרי ליה תירוש יין שמביא יללה לעולם תירוש שכל המתגרה בו נעשה רש
6 Weshalb nennt er ihn zuweilen Wein und zuweilen Most? – Wein, weil er ein Weinen über die Welt bringt, Most, weil derjenige, der sich ihm hingibt, arm wird.
ז רב כהנא רמי כתיב תירש וקרינן תירוש זכה נעשה ראש לא זכה נעשה רש (והיינו דרבא דרבא) רמי כתיב ישמח וקרינן ישמח זכה משמחו לא זכה משממו והיינו דאמר רבא חמרא וריחני פקחין
7 R. Kahana wies auf einen Widerspruch hin: Geschrieben steht <i>tiraš</i> und wir lesen <i>tiroš</i> [Most]? Ist er verdienstvoll, so wird er durch ihn Erster [roš], ist er nicht verdienstvoll, so wird er durch ihn arm [raš]. Das ist es, was Raba sagte, den Raba wies auf einen Widerspruch hin: Geschrieben steht <i>ješama(ḥ)</i> [verwüstet] und wir lesen <i>jesamaḥ</i> [erheitert]? Ist er verdienstvoll, so erheitert er ihn, ist er nicht verdienstvoll, so verwüstet er ihn. Das ist es, was Raba sagte: Wein und Wohlgerüche machten mich klug.
ח רחיצה וסיכה מנא לן דאיקרי עינוי דכתיב (דניאל י, ג) לחם חמודות לא אכלתי ובשר ויין לא בא אל פי וסוך לא סכתי מאי לחם חמודות לא אכלתי אמר רב יהודה בריה דרב שמואל בר שילת אפילו נהמא דחיטי דכייתא לא אכל
8 Woher, daß [die Entbehrung des] Waschens und Salbens eine Kasteiung heiße? – Es heißt: <i>wohlschmeckendes Brot aß ich nicht, Fleisch und Wein kamen nicht in meinen Mund, und (salben) salbte (ich) mich nicht</i>. – Was heißt: <i>wohlschmeckendes Brot aß ich nicht</i>? R. Jehuda, Sohn des R. Šemuél b.Šilath, erwiderte: Selbst Brot aus gereinigtem Weizen aß er nicht. –
ט ומנא לן דחשיב כעינוי דכתיב (דניאל י, יב) ויאמר אלי אל תירא דניאל כי מן היום הראשון אשר נתת את לבך להבין ולהתענות לפני אלהיך נשמעו דבריך ואני באתי בדבריך (כי חמודות אתה)
9 Woher, daß dies ihm als Kasteiung angerechnet wurde? – Es heißt: <i>sodann sprach er zu mir: Fürchte nicht, Daniél, denn seit dem ersten Tage, da du dir vorgenommen hast, Erkenntnis zu gewinnen und dich vor deinem Gotte zu kasteien, sind deine Worte erhört worden und ich bin wegen deiner Worte gekommen</i>. –
י אשכחן סיכה רחיצה מנא לן אמר רב זוטרא ברבי טוביה אמר קרא (תהלים קט, יח) ותבא כמים בקרבו וכשמן בעצמותיו ואימא כשתיה דומיא דשמן מה שמן מאבראי אף מים מאבראי
10 Wir wissen dies vom Salben, woher dies vom Waschen? R. Zuṭra b. Tobija erwiderte: Die Schrift sagt:<i>Es kommt wie Wasser in sein Inneres und wie Öl in sein Gebein</i>. – Vielleicht gilt dies vom Trinken!? – Gleich dem Öle; wie das Öl äußerlich, ebenso das Wasser äußerlich. –
יא והא תנא איפכא קא נסיב לה דתנן מנין לסיכה שהיא כשתיה ביום הכפורים אף על פי שאין ראיה לדבר זכר לדבר שנאמר ותבא כמים בקרבו וכשמן בעצמותיו אלא אמר רב אשי רחיצה מגופיה דקרא שמיע ליה דכתיב וסוך לא סכתי
11 Folgender Autor lehrt es ja aber entgegengesetzt!? Wir haben nämlich gelernt: Woher, daß das Salben am Versöhnungstage dem Trinken gleicht? Wenn es auch dafür keinen Beweis gibt, so doch eine Andeutung: <i>es kommt wie Wasser in sein Inneres und wie Öl in sein Gebein</i>. Vielmehr, erklärte R. Aši, ist es hinsichtlich des Waschens aus diesem Verse selbst zu entnehmen, denn es heißt: <i>salben</i> <i>salbte ich mich nicht</i>.
יב מאי ואני באתי בדבריך היינו דכתיב (יחזקאל ח, יא) ושבעים איש מזקני [בית] ישראל ויאזניהו בן שפן עומד בתוכם עומדים לפניהם ואיש מקטרתו בידו ועתר ענן הקטורת עולה (יחזקאל ח, ג) וישלח תבנית יד ויקחני בציצת ראשי ותשא אותי רוח בין הארץ ובין השמים ותבא אותי ירושלימה במראות אלהים אל פתח שער הפנימית הפונה צפונה אשר
12 Was heißt: <i>ich hin wegen deiner Worte gekommen</i>?<i> –</i> Es heißt: <i>und siebzig Männer von den Vornehmen des Hauses Jisraél standen vor ihnen, und Jaazanja, der Sohn Šaphans, stand unter ihnen; ein jeder hatte sein Räucherbecken in der Hand und der Duft der Räucherwolken stieg empor</i>. Ferner: <i>und er reckte etwas wie eine Hand und erfaßte mich an den Locken meines Hauptes, und ein Wind trug mich zwischen Erde und Himmel und brachte mich nach Jerušalem in göttlichen Gesichten an den Eingang des inneren Tores, das nach Norden gewendet ist, </i>