Yoma 156

Kapitel 156

א שעם ביום הכפורים עמד רבי יצחק בר נחמני על רגליו ואמר אני ראיתי את רבי יהושע בן לוי שיצא בסנדל של שעם ביוה"כ ואמינא ליה בתענית צבור מאי א"ל לא שנא אמר רבה בר בר חנה אני ראיתי את רבי אלעזר דמן ננוה שיצא בסנדל של שעם בתענית צבור ואמינא ליה ביום הכפורים מאי א"ל לא שנא רב יהודה נפיק בדהיטני אביי נפיק בדהוצי רבא נפיק (בדיבלי) רבה בר רב הונא כריך סודרא אכרעיה ונפיק
1 mit Korksandalen ausgehen dürfe. Da stand R. Jiçḥaq b. Naḥmani (auf seine Füße) auf und sprach: Ich sah R. Jehošua͑ b.Levi am Versöhnungstage mit Korksandalen ausgehen, und als ich ihn fragte, wie es an einem [anderen] Gemeindefasttage sei, erwiderte er mir, es gebe hierbei keinen Unterschied. Rabba b.Bar Ḥana erzählte: Ich sah R. Elea͑zar aus Ninve an einem Gemeindefasttage mit Korksandalen ausgehen, und als ich ihn fragte, wie es am Versöhnungstage sei, erwiderte er mir, es gebe hierbei keinen Unterschied. R. Jehuda pflegte mit Binsensandalen auszugehen: Abajje pflegte mit Staudensandalen auszugehen; Raba pflegte mit Riedsandalen auszugehen. Rabba b.R. Hona pflegte Tücher um die Füße zu wickeln und auszugehen.
ב מתיב רמי בר חמא הקיטע יוצא בקב שלו דברי רבי מאיר ור' יוסי אוסר ותני עלה ושוין שאסור לצאת בו ביום הכפורים אמר אביי התם דאית ביה כתיתין ומשום תענוג
2 Rami b.Ḥama wandte ein: Der Beinlose darf [am Šabbath] mit seiner Stelze ausgehen – so R. Meír; R. Jose verbietet dies. Hierzu wird gelehrt, sie stimmen überein, daß er damit nicht am Versöhnungstage ausgehen dürfe!? Abajje erwiderte: Da in dem Falle, wenn sie eine Lappenpolsterung hat, und zwar ist es wegen der Behaglichkeit [verboten].
ג אמר ליה רבא ואי לאו מנא הוא כתיתין משוי ליה מנא ועוד כל תענוג דלאו מנעל הוא ביוה"כ מי אסור והא רבה בר רב הונא הוה כריך סודרא אכרעיה ונפיק ועוד מדקתני סיפא אם יש לו בית קבול כתיתין טמא מכלל דרישא לאו בדאית ליה כתיתין עסקינן
3 Raba sprach zu ihm: Macht die Fütterung sie denn, wenn sie kein Gerät ist, zum Geräte!? Und ist denn ferner die Behaglichkeit, wenn sie nicht durch [Tragen von] Schuhen erfolgt, am Versöhnungstage verboten, Rabba b.R. Hona pflegte ja Tücher um die Füße zu wickeln und auszugehen!? Und wenn er ferner im Schlußsatze lehrt, daß, wenn [die Stelze] eine Lappenpolsterung hat, sie verunreinigungsfähig sei, so gilt ja der Anfangssatz von dem Falle, wenn sie keine Lappenpolsterung hat!?
ד אלא אמר רבא לעולם דכ"ע מנעל הוא ובשבת בהא פליגי מר סבר גזרינן דילמא משתמיט ואתי לאתויי ד' אמות ומר סבר לא גזרינן
4 Vielmehr, erklärte Raba, sind alle der Ansicht, sie gelte als Schuh, nur besteht ihr Streit beim Šabbathgesetze in folgendem: einer ist der Ansicht, man berücksichtige, sie könnte abgleiten und er veranlaßt werden, [am Šabbath] vier Ellen zu tragen, und einer ist der Ansicht, man berücksichtige dies nicht.
ה תנו רבנן תינוקות מותרין בכולן חוץ מנעילת הסנדל מאי שנא נעילת הסנדל דאמרי אינשי עבדו ליה הנך נמי אמרי אינשי עבדו ליה רחיצה וסיכה אימר מאתמול עבדי ליה
5 Die Rabbanan lehrten: Kindern ist alles erlaubt, ausgenommen das Anziehen von Sandalen. – Das Anziehen von Sandalen unterscheidet sich wohl dadurch, weil Erwachsene dazu aufgefordert werden könnten, und auch bei allen anderen können ja Erwachsene dazu aufgefordert werden!? – Baden und Salben können am Tage vorher erfolgen. –
ו סנדל נמי אימר מאתמול עבדי ליה סנדל לא אפשר דמאתמול עבדי ליה דאמר שמואל האי מאן דבעי למיטעם טעמא דמיתותא ליסיים מסאני וליגני
6 Auch das [Anziehen der] Sandalen kann ja am Tage vorher erfolgen!? – [Das Anziehen der] Sandalen kann am Tage vorher nicht erfolgen, denn Šemuél sagte, wer den Geschmack des Todes kosten will, schlafe in Schuhen. –
ז והא מותרין לכתחלה קתני אלא הנך דלאו רביתייהו גזרו בהו רבנן הנך דרביתייהו הוא לא גזרו בהו רבנן דאמר אביי אמרה לי אם רביתיה דינוקא מיא חמימי ומשחא גדל פורתא ביעתא בכותחא גדל פורתא תבורי מאני כי הא דרבה זבין להו מאני גזיזי דפחרא לבניה ומתברי להו
7 Er lehrt ja aber, daß es ihnen von vornherein erlaubt sei!? – Vielmehr, bei dem, was nicht zu ihrer Pflege gehört, haben die Rabbanan Verbot angeordnet, bei dem aber, was zu ihrer Pflege gehört, haben die Rabbanan kein Verbot angeordnet. Abajje sagte nämlich: Mutter sagte mir, zur Pflege eines Kindes gehören warmes Wasser und Öl, ist es etwas älter, so gehöre dazu Quark mit Ei, ist es noch älter, so gehöre dazu das Zerbrechen von Gefäßen. So pflegte Rabba für seine Kinder beschädigte Tongefäße zu kaufen, und diese pflegten sie zu zerbrechen.
ח המלך והכלה ירחצו את פניהם מתני' מני ר' חנניא בן תרדיון היא דתניא המלך והכלה לא ירחצו את פניהם רבי חנניא בן תרדיון אומר משום רבי אליעזר המלך והכלה ירחצו את פניהם החיה לא תנעול את הסנדל רבי חנניא בן תרדיון אומר משום ר' אליעזר החיה תנעול את הסנדל
8 E<small>IN</small> K<small>ÖNIG UND EINE</small> B<small>RAUT DÜRFEN DAS</small> G<small>ESICHT WASCHEN</small>. Wessen Ansicht vertritt unsere Mišna? – Die des R. Ḥananja b.Teradjon, denn es wird gelehrt: Ein König und eine Braut dürfen das Gesicht nicht waschen; R. Ḥananja b. Teradjon sagt im Namen R. Elie͑zers, ein König und eine Braut dürfen das Gesicht waschen. Eine Wöchnerin darf keine Sandalen anziehen; R. Ḥananja b.Teradjon sagt im Namen R. Elie͑zers, eine Wöchnerin dürfe Sandalen anziehen. –
ט מ"ט מלך משום דכתיב (ישעיהו לג, יז) מלך ביפיו תחזינה עיניך כלה מאי טעמא כדי שלא תתגנה על בעלה אמר ליה רב לר' חייא כלה עד כמה אמר ליה כדתניא אין מונעין תכשיטין מן הכלה כל שלשים יום
9 Weshalb ein König? – Weil es heißt: <i>den König in seiner Pracht sehen deine Augen</i>. – Weshalb eine Braut? – Damit sie ihrem Manne nicht mißfällig sei. Rabh fragte R. Ḥija: Wie lange darf es die Braut? Dieser erwiderte: Wie gelehrt wird: Dreißig Tage verweigere man einer Braut nicht ihren Schmuck. –
י החיה תנעול את הסנדל משום צינה
10 Eine Wöchnerin darf Sandalen anziehen, wegen der Erkältung.
יא אמר שמואל אם מחמת סכנת עקרב מותר
11 Šemuél sagte: Besteht Skorpionengefahr, so sind [Schuhe] erlaubt.
יב האוכל ככותבת הגסה בעי רב פפא
12 W<small>ER DAS</small> Q<small>UANTUM EINER GROSSEN</small> D<small>ATTEL ISST</small>. R. Papa fragte: