Yoma 160

Kapitel 160

א כי אתשיל בעוג מלך הבשן אתשיל דהוו ליה בית שמאי לחומרא
1 Als dies erörtert wurde, handelte es sich um [einen Riesen wie] O͑g, König von Bašan, in welchem Falle die Schule Šammajs erschwerend ist.
ב מתקיף לה ר' זירא מ"ש אכילה דכל חד וחד בככותבת ומ"ש שתיה דכל חד וחד בדידיה א"ל אביי קים להו לרבנן בככותבת דבהכי מיתבא דעתיה בציר מהכי לא מיתבא בשתיה בדידיה מיתבא דעתיה בדחבריה לא מיתבא דעתיה
2 R. Zera wandte ein: Weshalb ist beim Essen für jeden [unterschiedslos] das Quantum einer Dattel festgesetzt, beim Trinken aber für jeden individuell? Abajje erwiderte: Die Gelehrten haben festgestellt, daß man [beim Essen] mit einem dattelgroßen Quantum befriedigt werde, mit weniger aber nicht, beim Trinken nur mit dem für sich erforderlichen Quantum, nicht aber mit dem seines Nächsten.
ג מתקיף לה רבי זירא וכל העולם כולו בככותבת ועוג מלך הבשן בככותבת א"ל אביי קים להו לרבנן דבהכי מיתבא דעתיה בציר מהכי לא מיתבא דעתיה מיהו כולי עלמא טובא ועוג מלך הבשן פורתא
3 R. Zera wandte ein: Alle Welt mit dem Quantum einer Dattel, und O͑g, König von Bašan, mit dem Quantum einer Dattel!? Abajje erwiderte: Die Gelehrten haben festgestellt, daß man damit befriedigt werde, mit weniger aber nicht, jedoch alle Welt vollständig und O͑g, König von Bašan, nur ein wenig.
ד מתקיף לה רבי זירא בשר שמן בככותבת ולולבי גפנים בככותבת א"ל אביי קים להו לרבנן דבהכי מיתבא דעתיה בציר מהכי לא מיתבא דעתיה מיהו בשר שמן טובא לולבי גפנים פורתא
4 R. Zera wandte ein: Fettes Fleisch im Quantum einer Dattel und Weinranken im Quantum einer Dattel!? Abajje erwiderte: Die Gelehrten haben festgestellt, daß man damit befriedigt werde, mit weniger aber nicht, jedoch mit fettem Fleische vollständig und mit Weinranken nur ein wenig.
ה מתקיף לה רבא כזית בכדי אכילת פרס וכותבת בכדי אכילת פרס א"ל אביי קים להו לרבנן דבהכי מיתבא דעתיה בטפי מהכי לא מיתבא דעתיה
5 Raba wandte ein: Das Quantum einer Olive, während man ein Peras aufessen kann, und das Quantum einer Dattel, während man ein Peras aufessen kann!? Abajje erwiderte: Die Gelehrten haben festgestellt, daß in einem solchen [Zeiträume das Essen] befriedigend ist, in einem größeren aber nicht.
ו מתקיף לה רבא (בכותבת) בכדי אכילת פרס חצי פרס בכדי אכילת פרס א"ל רב פפא הנח לטומאת גוויה דלאו דאורייתא היא
6 Raba wandte ein: Das Quantum einer Dattel, während man ein Peras aufessen kann, und ein halbes Peras, während man ein Peras aufessen kann!? R. Papa erwiderte ihm: Laß die Unreinheit des Körpers, die kein [Gesetz] der Tora ist. –
ז ומי אמר רב פפא הכי והכתיב (ויקרא יא, מג) ולא תטמאו בהם ונטמתם בם וא"ר פפא מכאן שטומאת גוויה דאורייתא מדרבנן וקרא אסמכתא בעלמא
7 Kann R. Papa dies denn gesagt haben, es heißt ja: <i>verunreinigt euch nicht durch sie, so daß ihr unrein durch sie werdet</i>, und hierzu sagte R. Papa, hier sei die Unreinheit des Körpers aus der Tora zu entnehmen!? – Rabbanitisch, und der Schriftvers ist nur eine Anlehnung.
ח כל האוכלין א"ר פפא אכל אומצא ומילחא מצטרף ואע"ג דלאו אכילה היא כיון דאכלי אינשי מצטרפין אמר ריש לקיש ציר שעל גבי ירק מצטרף לככותבת ביוה"כ פשיטא מהו דתימא משקה הוא קמ"ל כל אכשורי אוכלא אוכלא הוא
8 V<small>ERSCHIEDENE</small> S<small>PEISEN</small>. R. Papa sagte: Hat man eine Fleischschnitte mit dem Salz gegessen, so werden sie vereinigt; und obgleich [Salz] an sich keine Speise ist, so werden sie, da man [sie zusammen] ißt, dennoch vereinigt. Reš Laqiš sagte: Die Tunke auf den Kräutern wird hinsichtlich des Versöhnungstages mit diesen zum dattelgroßen Quantum vereinigt. – Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, sie gelte als Getränk, so lehrt er uns, daß alles, was zur Verbesserung der Speise gehört, als Speise gilt.
ט אמר ריש לקיש האוכל אכילה גסה ביוה"כ פטור מ"ט (ויקרא כג, כט) אשר לא תעונה כתיב פרט למזיק
9 Reš Laqiš sagte: Wer am Versöhnungstage übersättigt ißt, ist frei. – Weshalb? – Es heißt: <i>der sich nicht kasteiet</i>, ausgenommen der Fall, wenn man [die Speise] nur vernichtet.
י א"ר ירמיה אמר ר"ל זר שאכל תרומה אכילה גסה משלם את הקרן ואינו משלם את החומש (ויקרא כב, יד) כי יאכל פרט למזיק אמר רבי ירמיה אמר רבי יוחנן זר
10 R. Jirmeja sagte im Namen des Reš Laqiš: Wenn ein Laie übersättigt Hebe ißt, so hat er nur den Grundwert und nicht das Fünftel zu zahlen, [denn es heißt:] <i>wenn jemand ißt</i>, ausgenommen der Fall, wenn man [die Speise] nur vernichtet. R. Jirmeja sagte im Namen R. Joḥanans: