Yoma 84

Kapitel 84

א (במדבר יט, ט) למשמרת למי נדה כתיב אלא למעוטי השלכת עץ ארז ואזוב ושני תולעת דלאו גופה דפרה נינהו
1 so heißt es ja: <i>damit es zum Reinigungswasser aufbewahrt werde</i>!? Vielmehr, dies schließt das Hineinwerfen von Zedernholz, Ysopbündel und Karmesinfaden aus, was nicht zur eigentlichen Herrichtung der [roten] Kuh gehört.
ב איתמר שחיטת פרה בזר ר' אמי אמר כשרה ור' יצחק נפחא אמר פסולה עולא אמר כשרה ואמרי לה פסולה
2 Es wurde gelehrt: Das Schlachten der [roten] Kuh durch einen Gemeinen ist, wie R. Ami sagt, zulässig, wie R. Jiçḥaq, der Schmied, sagt, unzulässig, wie U͑la sagt, zulässig, und wie manche sagen, unzulässig.
ג מתיב ר' יהושע בר אבא לסיועיה לרב אין לי אלא הזאת מימיה שאין כשרין באשה כבאיש ואין כשרין אלא ביום
3 R. Jehošua͑ b.Abba wandte zur Unterstützung Rabhs ein: Ich weiß dies nur vom Besprengen des Wassers, daß es nicht durch eine Frau wie durch einen Mann zulässig ist, und daß es nur am Tage zulässig ist,
ד מניין לרבות שחיטתה וקבלת דמה והזאת דמה ושריפתה והשלכת עץ ארז ואזוב ושני תולעת ת"ל תורה יכול שאני מרבה אף אסיפת אפרה ומילוי מים וקידוש ת"ל זאת
4 woher wissen wir auch das Schlachten, das Aufnehmen des Blutes, das Sprengen des Blutes, das Verbrennen derselben und das Hineinwerfen von Zedernholz, Ysopbündel und Karmesinfaden einzuschließen? Es heißt <i>Lehre.</i> Man könnte glauben, auch das Sammeln der Asche und das Einfüllen des Wassers zur Weihung sei einzuschließen, so heißt es <i>dies.</i> –
ה ומה ראית לרבות את אלו ולהוציא את אלו אחר שריבה הכתוב ומיעט אמרת הרי אנו למדין כולן מהזאת מימיה מה הזאת מימיה אינן כשרין באשה כבאיש ואין כשרין אלא ביום אף אני אביא שחיטתה וקבלת דמה והזאת דמה ושריפתה והשלכת עץ ארז ואזוב ושני תולעת
5 Was veranlaßt dies, jene einzuschließen und diese abzuschließen!? – Da die Schrift eingeschlossen und ausgeschlossen hat, so ist alles vom Besprengen des Wassers zu folgern: wie das Besprengen des Wassers nicht durch eine Frau wie durch einen Mann zulässig ist, und nur am Tage zulässig ist, ebenso schließe man auch das Schlachten, das Aufnehmen des Blutes, das Sprengen des Blutes, das Verbrennen derselben und das Hineinwerfen von Zedernholz, Ysopbündel und Karmesinfaden ein,
ו הואיל ואין כשרין באשה כבאיש אין כשרין אלא ביום ומוציא אני אסיפת אפרה ומילוי מים וקידוש הואיל וכשרין באשה כבאיש כשרין נמי ביום ובלילה
6 und da sie nicht durch eine Frau wie durch einen Mann zulässig sind, so sind sie auch nur am Tage zulässig; ich schließe aber das Sammeln der Asche und das Einfüllen des Wassers zur Weihung aus, denn da sie durch eine Frau wie durch einen Mann zulässig sind, so sind sie auch am Tage und nachts zulässig. –
ז והאי מאי תיובתא אילימא מדפסולין באשה פסולין נמי בזר הזאת מימיה תוכיח שפסולין באשה וכשרין בזר
7 Wieso ist dies ein Einwand [gegen Šemuél]: wollte man sagen, da sie durch eine Frau unzulässig sind, seien sie auch durch einen Gemeinen unzulässig, so beweist ja das Besprengen des Wassers [das Entgegengesetzte], dies ist durch eine Frau unzulässig, durch einen Gemeinen aber zulässig!?
ח אמר אביי היינו תיובתיה אשה מאי טעמא אלעזר ולא אשה זר נמי אלעזר ולא זר
8 Abajje erwiderte: Der Einwand besteht darin: eine Frau wohl aus dem Grunde, weil es Elea͑zar heißt, aber keine Frau, ebenso auch hinsichtlich eines Gemeinen; Elea͑zar, aber kein Gemeiner.
ט אמר עולא כל הפרשה כולה משמע מוציא מיד משמע ומשמע ממילא
9 U͑la sagte. Dieser ganze Abschnitt enthält ausschließende und einschließende Deutungen.
י (במדבר יט, ג) ונתתם אותה אל אלעזר הכהן אותה לאלעזר ולא לדורות לאלעזר איכא דאמרי לדורות בכהן גדול ואיכא דאמרי לדורות בכהן הדיוט
10 <i>Ihr sollt sie Elea͑zar dem Priester geben;</i> nur sie dem Elea͑zar, nicht aber in den späteren Generationen dem Elea͑zar. Manche erklären, in den späteren Generationen, durch den Hochpriester, und manche erklären, in den späteren Generationen, durch einen gemeinen Priester. –
יא בשלמא למ"ד לדורות בכהן הדיוט שפיר אלא למאן דאמר לדורות בכהן גדול מנא ליה גמר חוקה חוקה מיום הכפורים
11 Einleuchtend ist die Ansicht desjenigen, welcher sagt, in den späteren Generationen durch einen gemeinen Priester, woher aber entnimmt dies derjenige, welcher sagt, in den späteren Generationen, durch den Hochpriester? – Er folgert dies aus [dem Worte] <i>Satzung,</i> das auch beim Versöhnungstage gebraucht wird.
יב והוציא אותה שלא יוציא אחרת עמה כדתנן לא היתה פרה רוצה לצאת אין מוציאין עמה שחורה שלא יאמרו שחורה שחטו ואין מוציאין עמה אדומה שלא יאמרו שתים שחטו ר' אומר לא מן השם הוא זה אלא משום שנאמר (במדבר יט, ג) אותה לבדה
12 <i>Er bringe sie hinaus;</i> man darf mit dieser keine andere hinausbringen, wie wir gelernt haben: Wenn die [rote] Kuh nicht hinausgehen will, so darf man mit ihr keine schwarze hinausbringen, damit man nicht sage, man habe eine schwarze geschlachtet; auch darf man mit ihr keine rote hinausbringen, damit man nicht sage, man habe zwei geschlachtet. Rabbi sagte: Nicht aus diesem Grunde, sondern weil es <i>sie</i> heißt, sie allein. –
יג ות"ק הא כתיב אותה מאן ת"ק ר"ש היא דדריש טעמיה דקרא מאי בינייהו איכא בינייהו
13 Und der erste Tanna, es heißt ja <i>sie</i>!? – Der erste Tanna ist R. Šimo͑n, der den Grund der Schrift zu erklären pflegt. – Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? – Einen Unterschied gibt es zwischen ihnen,