Yoma 95

Kapitel 95

א רב פפא דבקיה לקומץ בדופניה דמנא מאי תוך כלי בעינן והא איכא או דילמא הנחה בתוכו כתקנו בעינן והא ליכא תיקו
1 Wie ist es, wenn er das Gefäß umkehrt, und die Faustfülle [innen] an den Boden klebt: ist ein Hineinlegen in dieses erforderlich, was hierbei der Fall ist, oder ist ein normales Hineinlegen erforderlich, was hierbei nicht der Fall ist? – Dies bleibt unentschieden.
ב בעי מר בר רב אשי אפכיה למנא ודבקיה לקומץ בארעיתיה דמנא מהו הנחה בתוכו בעינן והא איכא או דילמא הנחה כתקנו בעינן וליכא תיקו
2 
ג בעי רב פפא מלא חפניו שאמרו מחוקות או גדושות א"ל רבי אבא לרב אשי ת"ש מלא חפניו שאמרו לא מחוקות ולא גדושות אלא טפופות
3 R. Papa fragte: Muß die Handfülle, von der sie sprechen, gestrichen oder gehäuft sein? R. Abba sprach zu R. Aši: Komm und höre: Die Handfülle, von der sie sprechen, darf weder gestrichen noch gehäuft sein, sondern nur reichlich.
ד תנן התם נשפך הדם על הרצפה ואספו פסול מן הכלי על הרצפה ואספו כשר
4 Dort haben wir gelernt: Wenn das Blut [beim Schlachten] auf das Pflaster ausgeschüttet wurde und man es aufgesammelt hat, so ist es untauglich; wenn aber aus dem Gefäße und man es aufgesammelt hat, so ist es tauglich. –
ה מה"מ דת"ר (ויקרא ד, ה) ולקח מדם הפר מדם הנפש ולא מדם העור ולא מדם התמצית
5 Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: <i>Er soll vom Blute des Forren nehmen,</i> vom Blute der Seele, nicht aber vom Blute der Haut, noch vom nachfließenden Blute;
ו מדם הפר דם מהפר יקבלנו דאי סלקא דעתך מדם הפר מדם ואפילו מקצת דם והאמר רב יהודה המקבל צריך שיקבל את כל דמו של פר שנאמר (ויקרא ד, ז) ואת כל דם הפר ישפוך אל יסוד מזבח
6 <i>vom Blute des Farren,</i> das Blut ist [direkt] vom Farren zu entnehmen. Wenn du aber auslegen wolltest: <i>vom Blute des Farren,</i> auch ein Teil des Blutes, so sagte ja R. Jehuda, der Aufnehmende müsse das ganze Blut des Farren aufnehmen, denn es heißt: <i>das ganze Blut des Farren gieße er auf den Grund des Altars.</i>
ז אלא ש"מ מאי מדם הפר דם מהפר יקבלנו וקסבר גורעין ומוסיפין ודורשין
7 Vielmehr ist auszulegen: <i>vom Blute des Farren,</i> das Blut ist [direkt] vom Farren zu entnehmen. Er ist also der Ansicht, daß man fortnehme, hinzufüge und auslege.
ח בעי רב פפא נתפזר הקטורת ממלוא חפניו מהו ידו כצואר בהמה דמי ופסולה או דילמא ככלי שרת דמי ולא פסולה תיקו
8 R. Papa fragte: Wie ist es, wenn das Räucherwerk aus seinen Handflächen ausgeschüttet wird: Gleichen seine Hände dem Halse des Tieres, somit ist es tauglich, oder gleichen sie einem Dienstgefäße, somit ist es untauglich? – Dies bleibt unentschieden.
ט בעי רב פפא חישב בחפינת קטורת מהו מי אמרינן יליף מלא מלא ממנחה מה התם מהניא בה מחשבה הכא נמי מהניא בה מחשבה או לא
9 R. Papa fragte: Wie ist es, wenn er beim Abheben des Räucherwerkes beabsichtigt hat: folgern wir durch das auch beim Speisopfer gebrauchte [Wort] <i>voll</i>, daß auch hierbei die Absicht wirksam ist, wie bei jenem, oder nicht?
י א"ל רב שימי בר אשי לרב פפא ת"ש הוסיף רבי עקיבא (הקומץ) והקטורת והלבונה והגחלים שאם נגע טבול יום במקצתן פסל את כולן
10 R. Šimi b.Aši sprach zu R. Papa: Komm und höre: R. A͑qiba fügte noch die Faustfülle, das Räucherwerk, den Weihrauch und die Kohlen hinzu; wenn nämlich ein am selben Tage Untergetauchter von diesen einen Teil berührt hat, so hat er das ganze untauglich gemacht.
יא קא סלקא דעתך מדפסל טבול יום פסלה נמי לינה ומדלינה פסלה פסלה נמי מחשבה
11 Er dachte: wenn ein am selben Tage Untergetauchter sie untauglich macht, mache sie auch das Übernachten untauglich, und wenn das Übernachten sie untauglich macht, mache sie auch die bezügliche Absicht untauglich.
יב בעי רב פפא
12 R. Papa fragte: