Zevachim 120

Kapitel 120

א ג' זקנים וזה אחד מהן רבי ישמעאל אומר יכול יעלה אדם מעשר שני לירושלים ויאכלנו בזמן הזה ודין הוא בכור טעון הבאת מקום ומעשר טעון הבאת מקום מה בכור אינו אלא בפני הבית אף מעשר אינו אלא בפני הבית
1 von drei Ältesten, und folgendes ist eines von diesen. R. Jišma͑él sagte: Man könnte glauben, man müsse in der Jetztzeit den zweiten Zehnten nach Jerusalem bringen und ihn da verzehren. Dies wäre durch einen Schluß zu folgern: beim Erstgeborenen ist das Hinbringen nach der Stätteerforderlich, und beim Zehnten ist das Hinbringen nach der Stätte erforderlich, wie nun das Erstgeborene nur beim Bestehen des Tempels Geltung hat, ebenso hat auch der Zehnt nur beim Bestehen des Tempels Geltung.
ב מה לבכור שכן טעון מתן דמים ואימורים לגבי מזבח
2 Wohl das Erstgeborene, weil bei diesem Blutsprengen und [Auf räuchern der] Opfer teile auf dem Altarerforderlich sind.
ג ביכורים יוכיחו מה לביכורים שכן טעונין הנחה
3 Beweist man von den Erstlingen [das Entgegengesetzte, so ist zu erwidern:] wohl die Erstlinge, weil sie des Niederlegensbenötigen.
ד ת"ל (דברים יב, ו) והבאתם שמה עולותיכם וגו' מקיש מעשר לבכור מה בכור אינו אלא בפני הבית אף מעשר אינו אלא בפני הבית
4 Daher heißt es:<i>Ihr sollt da eure Brandopfer bringen &amp;c.</i> er vergleicht den Zehntenmit dem Erstgeborenen, wie das Erstgeborene nur bei Bestehen des Tempels Geltung hat, ebenso auch der Zehnt nur bei Bestehen des Tempels. –
ה וניהדר דינא וניתי במה הצד
5 Sollte er doch den Schluß wiederholen und von beiden folgern!? –
ו משום דאיכא למיפרך מה להצד השוה שבהן שכן יש בהן צד מזבח
6 Es ist zu erwidern: das Gemeinsame bei ihnen ist, daß bei ihnen der Altar erforderlich ist. –
ז מאי קסבר אי קסבר קדושה ראשונה קידשה לשעתה וקידשה לעתיד לבא אפילו בכור נמי ואי קסבר לא קידשה לעתיד לבא אפילו בכור נמי תיבעי
7 Welcher Ansicht ist er: ist er der Ansieht, die erste Heiligunghatte Geltung für die damalige Zeit und für die Zukunft, so sollte diesauch vom Erstgeborenen gelten, und ist er der Ansicht, sie habe für die Zukunft keine Geltung, so sollte es ihm auch hinsichtlich des Erstgeborenen fraglichsein.
ח אמר רבינא לעולם קסבר לא קידשה והכא במאי עסקינן בבכור שנזרק דמו קודם חורבן הבית וחרב הבית ועדיין בשרו קיים
8 Rabina erwiderte: Tatsächlich ist er der Ansicht, die Heiligung habe keine Geltung, und hier handelt es sich um den Fall, wenn das Blut des Erstgeborenen vor der Zerstörung des Tempels gesprengt worden war und darauf der Tempel zerstört worden, das Fleisch aber noch vorhanden ist.
ט ואיתקש בשרו לדמו מה דמו במזבח אף בשרו במזבח ואתי מעשר ויליף מבכור
9 Man vergleiche das Fleisch mit dem Blute, wie für das Blut der Altar erforderlich ist, ebenso ist auch für das Fleisch der Altar erforderlich. –
י וכי דבר הלמד בהיקש חוזר ומלמד בהיקש מעשר דגן חולין הוא
10 Wieso ist demnach vom Erstgeborenen auf den Zehnten zu folgern, kann denn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch Vergleichung gefolgert werden!? – Der Getreidezehnt ist Profanes. –
יא הניחא למ"ד בתר למד אזלינן אלא למ"ד בתר מלמד אזלינן מאי איכא למימר
11 Allerdings nach demjenigen, welcher sagt, man richte sich nach dem Gefolgerten, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, man richte sich nach dem, wovon gefolgert wird!? –
יב דם ובשר חדא מילתא היא
12 Das Blut und das Fleisch gehören zusammen.
יג כי סליק רבין אמרה לשמעתא קמיה דרבי ירמיה אמר בבלאי טפשאי אמטול דיתבי בארעא חשוכא אמרי שמעתא דמחשכא לא שמיע להו הא דתניא בשעת סילוק מסעות קדשים נפסלין וזבים ומצורעים משתלחים חוץ למחיצה
13 Als Rabin hinaufkamund diese LehreR. Jirmeja vortrug, sprach dieser: Die törichten Babylonier lehren, weil sie in einem finsteren Lande leben, finstere Dinge. Sie haben wohl von folgender Lehre nichts gehört: Beim Reiseaufbruchewurden die Opfer untauglichund die Flußbehafteten und Aussätzigen aus dem Lager entfernt.
יד ותניא אידך בשני מקומות קדשים נאכלים מאי לאו הא בקדשי קדשים הא בקדשים קלים
14 Dagegen lehrt ein Anderes, daß die Opfer an zwei Stellengegessen wurden. Wahrscheinlich spricht eines von hochheiligen Opfern und eines von minderheiligenOpfern.
טו אמר רבינא אידי ואידי בקדשים קלים ולא קשיא
15 Rabina erwiderte: Beide sprechen von minderheiligen Opfern, dennoch besteht hier kein Widerspruch,