Zevachim 151

Kapitel 151

א וכולן רשאין כהנים לשנות באכילתן לאכלן צלויין שלוקין ומבושלין ולתת לתוכן תבלי חולין ותבלי תרומה דברי ר' ישמעאל אמר ליה הנח לתרומת תבלין דרבנן
1 Dies allesdürfen die Priester in verschiedener Zubereitung essen: gebraten, geschmort und gekocht, auch Gewürze von Profanem oder Hebehineintun – so R. Jišma͑él. Dieser erwiderte: Laß die Gewürzhebe, dies ist nur rabbanitisch.
ב איתיביה אין לוקחין תרומה בכסף מעשר מפני שממעט באכילתה ור' שמעון מתיר אישתיק ליה
2 Er wandte gegen ihn ein: Man darf für den Erlös des [zweiten] Zehnten keine Hebe kaufen, weil man dadurch die Essen[sdauer] desselben einschränkt; R.Šimo͑n erlaubtdies. Da schwieg er.
ג כי אתא לקמיה דרב יוסף אמר ליה אמאי לא תותביה מהא אין מבשלין ירק של שביעית בשמן של תרומה שלא יביאו קדשים לבית הפסול ור' שמעון מתיר
3 Als [Abajje] zu R. Joseph kam, sprach dieser zu ihm: Du solltest gegen ihn einen Einwand erheben [auch] aus folgender Lehre: Man darf nicht Grünkraut vom Siebentjahre mit Öl von Hebe kochen, um nicht Heiliges in den Untauglichenraumzu bringen; R. Šimo͑n erlaubt dies. –
ד א"ל אביי ולאו מי אותביתיה מהא דתבלין ואמר לי הנח לתרומת תבלין דרבנן הכא נמי (תרומה) תרומת ירק דרבנן אי הכי איפכא מיבעיא ליה למיתני ירק של תרומה בשמן של שביעית
4 Er erwiderte mir, man lasse die Gewürzhebe, dies sei rabbanitisch, ebenso ist auch die Hebe von Grünkraut rabbanitisch. – Demnach sollte es ja umgekehrt heißen: Grünkraut von Hebe mit Öl vom Siebentjahre!? –
ה ולאו מי אותביתיה ממתני' דמתיר רבי שמעון ואמר לי דאיערב הכא נמי דאיערב
5 Ich habe ja gegen ihn einen anderen Einwanderhoben, und er erwiderte mir, wenn die Vermischung bereits erfolgt ist, ebenso auch hierbei, wenn es bereits erfolgt ist. –
ו אי דאיערב מאי טעמייהו דרבנן מידי דהוה אאשם ושלמים
6 Was ist, wenn es bereits erfolgt ist, der Grund der Rabbanan!? – Hierbei ist es ebenso wie bei Schuldopfer und Heilsopfer. –
ז מי דמי התם אית ליה תקנתא ברעייה הא לית ליה תקנתא ברעייה
7 Es ist ja nicht gleich: bei diesen gibt es ein Mittel, das Weidenlassen, bei jenen aber gibt es kein Mittel.
ח הא לא דמי אלא לחתיכה שבחתיכות דכיון דלית תקנתא דאוכל כחמור שבהן
8 Dies gleicht vielmehr [der Vermischung von] Stücken; diese sind, da es kein anderes Mittel gibt, nach Vorschrift des strengeren unter ihnen zu essen.
ט מתקיף לה רבינא מי דמי חתיכה שבחתיכות לית לה תקנתא כלל האי אית ליה תקנתא בסחיטה
9 Rabina wandte ein: Es ist ja nicht gleich: bei einzelnen Stücken gibt es gar kein Mittel, hierbei aber gibt es ja ein Mittel, das Ausdrücken!? –
י ורב יוסף היכי נסחוט נסחוט טובא קא מפסיד בשביעית נסחוט פורתא סוף סוף איערובי מיערב
10 Und R. Joseph!? – Wie sollte man es ausdrücken: drückt man stark aus, so leiden jadie Siebentjahrsfrüchte, und drückt man nur wenig aus, so bleibt ja eine Beimischung enthalten.
יא איתיביה רבי שמעון אומר למחרת מביא אשמו ולוגו עמו ואומר אם של מצורע הרי זה אשמו וזה לוגו
11 Er wandte ferner gegen ihn ein: R. Šimo͑n sagt, am folgenden Tagebringe er sein Schuldopfer und dazu das Log [Öl] und spreche: ist er aussätzig, so sei dies das Schuldopfer und dies das dazu gehörige Log [Öl],