Zevachim 23

Kapitel 23

א דאיתקש לנרות
1 das mit den Lampen verglichen wird. –
ב התם נמי כתיב (דברים טז, ו) שם תזבח את הפסח בערב
2 Dortheißt es ja auch:<i>da sollst du das Pesaḥopfer abends</i><i>schlachten</i>!? –
ג ההוא ליאוחר דבר הוא דאתא דתניא יאוחר דבר שנאמר בו בערב ובין הערבים לדבר שלא נאמר בו אלא בין הערבים בלבד
3 Dies deutet auf die spätere Herrichtung. Es wird nämlich gelehrt: Das, wobei es <i>abends</i> und <i>gegen Abend</i> heißt, ist später herzurichten als das, wobei es nur <i>gegen Abend</i> heißt. –
ד ומי איכא מידי דאילו שחיט ליה מצפרא אמרת זימניה הוא וכי מטי בין הערבים אמרת יאוחר דבר
4 Gibt es denn etwas, das, wie du sagst, wenn man es morgens schlachtet, dies die richtige Zeit ist, wenn aber der Abend herangereicht ist, zu allerletzt herzurichten ist!? –
ה אין דהא"ר יוחנן הלכה מתפלל של מנחה ואח"כ מתפלל של מוספין
5 Freilich, R. Joḥanan sagte auch, die Halakha sei, man verrichte zuerst das Vespergebet und nachher das Zusatzgebet. –
ו ובין הערבים דכתיב גבי קטרת ונרות למה לי
6 Wozu heißt es demnachbeim Räucherwerke und bei den Lampen <i>gegen Abend</i>!?
ז ועוד השיב רבי תחת בן בתירא לדברי רבי יהושע לא אם אמרת בשלשה עשר שאין מקצתו ראוי תאמר בארבעה עשר שמקצתו ראוי
7 Ferner [ist einzuwenden:] Rabbi erwiderte anstelle des Ben Bethera gegen die Worte R. Jehošua͑s: Nein, wohl gilt dies vom dreizehnten, der nicht zum Teil geeignetist, während doch der vierzehnte zum Teil geeignet ist.
ח ואם איתא כולו ראוי הוא
8 Wenn dem nun soist, so ist ja der ganze [Tag] geeignet!?
ט אלא א"ר יוחנן פוסל היה בן בתירא בפסח ששחטו בארבעה עשר שחרית בין לשמו בין שלא לשמו הואיל ומקצתו ראוי
9 Vielmehr, erklärte R. Joḥanan, ist nach Ben Bethera das am vierzehnten morgens sowohl auf seinen Namen als auch auf einen anderen Namen geschlachtete Pesaḥopfer untauglich, weil ein Teil desselben geeignet ist.
י מגדף בה רבי אבהו א"כ פסח כשר לבן בתירא היכי משכחת לה אי דאפרשיה האידנא דחוי מעיקרו הוא ואי דאפרשינהו מאתמול נראה ונדחה הוא
10 R. Abahu fluchte hierüber: demnach gibt es ja nach Ben Bethera kein taugliches Pesaḥopfer! Hat man es dannabgesondert, so ist es ja von vornherein zurückgesetzt, und hat man es am Tage vorher abgesondert, so war es geeignet und ist zurückgesetztworden!?
יא אלא אמר רבי אבהו תהא לאחר חצות
11 Vielmehr, erklärte R. Abahu, in dem Fall, wenn es nachmittags [abgesondert worden] ist.
יב אביי אמר אפילו תימא מצפרא אין מחוסר זמן לבו ביום
12 Abajje erklärte: Du kannst auch sagen, am Morgen, denn am selben Tage gibt es kein Fehlenvon der Frist.
יג רב פפא אמר אפילו תימא מאורתא לילה אין מחוסר זמן דתני דבי ר' ישמעאל ליל שמיני נכנס לדיר להתעשר
13 R. Papa erklärte: Du kannst auch sagen, am Abend [vorher], denn die Nacht gilt nicht als Fehlenvon der Frist. R. Jišma͑él lehrte nämlich: In der Nacht zum achtenwird es mit in die Hürde zur Verzehntung hineingebracht.
יד וכדרבי אפטוריקי דרבי אפטוריקי רמי כתיב (ויקרא כב, כז) והיה שבעת ימים תחת אמו הא לילה חזי וכתיב (ויקרא כב, כז) ומיום השמיני והלאה ירצה הא לילה לא חזי
14 Dies nach R. Apṭoriqi, denn R. Apṭoriqi wies auf einen Widerspruch hin. Es heißt:<i>es soll sieben Tage bei seiner Mutter bleiben,</i> demnach ist esschon nachts tauglich, und dem widersprechend heißt es: <i>und vom achten Tage ab ist es wohlgefällig,</i> wonach es nachts noch ungeeignet ist; wie ist dies nun zu erklären?
טו הא כיצד לילה לקדושה ויום להרצאה
15 Nachts zur Heiligung und am folgenden Tage zur Tauglichkeit.
טז א"ל רבי זירא לרבי אבהו לימא קסבר רבי יוחנן בעלי חיים נדחין
16 R. Zera sprach zu R. Abahu: Es wäre anzunehmen, daß R. Joḥanan der Ansicht ist, auch Lebendeswerde verdrängt.
יז אמר ליה אין דא"ר יוחנן בהמה של שני שותפין הקדיש חציה וחזר ולקח חציה והקדישה קדושה ואינה קריבה
17 Dieser erwiderte: Jawohl, denn R. Joḥanan sagte, wenn ein Vieh zwei Teilhabern gehört und einer seine Hälfte geweiht hat, und darauf auch die andere Hälfte kauft und sie weiht, sei es heilig, werde aber nicht dargebracht,
יח ועושה תמורה ותמורתה כיוצא בה
18 auch könne es umgetauschtwerden, und das Umgetauschte gleicht diesem selbst.
יט ושמע מינה תלת שמע מינה בעלי חיים נדחין וש"מ דחוי מעיקרא הוה דחוי וש"מ
19 Hieraus ist dreierlei zu entnehmen; es ist zu entnehmen, daß Lebendes verdrängt werde; es ist zu entnehmen, daß, was von vornherein verdrängt war, verdrängt bleibe; und es ist zu entnehmen,