Zevachim 70

Kapitel 70

א הא חישב באימורין נתפגלו אימורין עצמן:
1 hat man es hinsichtlich der Opferteile beabsichtigt, so sind die Opferteile verwerflich. –
ב ת"ש פרים הנשרפים ושעירים הנשרפים מועלין בהן משהוקדשו נשחטו הוכשרו ליפסל בטבול יום ובמחוסר כיפורים ובלינה
2 Komm und höre: An den zu verbrennenden Farren und den zu verbrennenden Ziegenböcken kann man eine Veruntreuungbegehen, sobald sie geheiligt worden sind; sind sie geschlachtet worden, so können sie untauglich werden durch einen am selben Tage Untergetauchten, durch einen, dem die Sühne fehlt, und durch Übernachten.
ג מאי לאו לינת בשר וש"מ מגו דפסלה בלינה פסלה בה מחשבה
3 Doch wohl durch Übernachten des Fleisches, und hieraus ist zu folgern: wenn es durch das Übernachten untauglich wird, so wird es auch durch die Absicht untauglich!? –
ד לא לינת אימורים הא מדקתני סיפא כולן מועלין בהן על בית הדשן עד שיותך הבשר מכלל דרישא לינת בשר מידי איריא הא כדאיתא והא כדאיתא רישא אימורים וסיפא בשר
4 Nein, durch Übernachten der Opferteile. – Wenn es aber im Schlußsatz heißt, daß man an allen eine Veruntreuung begehen könne auch im Aschenraume, bis das Fleisch durchgebrannt ist, so spricht ja wohl der Anfangsatz vom Übernachten des Fleisches!? – Wieso denn, der eine von diesem und der andere von jenem; der Anfangsatz von den Opferteilen und der Schlußsatz vom Fleische.
ה מותיב (רבא) [רבה] ואלו שאין מפגלין ואין מתפגלין צמר שבראשי כבשים ושער שבזקן תיישים והעור והרוטב והקיפה והאלל והמוראה והעצמות והגידין והקרנים והטלפים והשליל והשיליא וחלב המוקדשין וביצי תורין
5 Raba wandte ein: Folgendes macht nicht verwerflich und wird nicht verwerflich: die Wolle am Kopfe der Lämmer, das Barthaar der Böcke, die Haut, der Fleischsaft, der Bodensatz, der Abfall, der Kropf, die Knochen, die Adern, die Hörner, die Klauen, der Embryo, die Eihaut, die Milch geheiligter Tiere und die Eier der Turteltauben;
ו [כולן] לא מפגלין ולא מתפגלין ואין חייבין עליהן משום פיגול נותר וטמא והמעלה מהן בחוץ פטור
6 sie machen nicht verwerflich und werden nicht verwerflich, man ist ihretwegen nicht schuldig wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit, und wer davon außerhalbdarbringt, ist frei.
ז מאי לאו לא מפגלין הזבח ולא מתפגלין מחמת זבח
7 Dies ist wohl zu verstehen: sie machen nicht verwerflich, das Opfer; sie werden nicht verwerflich, durch das Opfer!? –
ח לא לא מפגלין את הזבח ולא מתפגלין מחמת עצמן א"ה הא דקתני סיפא כולן לא מפגלין ולא מתפגלין הא תו למה לי
8 Nein, sie machen nicht verwerflich, das Opfer; sie werden nicht verwerflich, durch sich selbst. – Wozu heißt es demnach wiederum im Schlußsatze: sie machen nicht verwerflich und werden nicht verwerflich!? –
ט וליטעמיך אין חייבין עליו משום פיגול הא תו למה לי אלא איידי דבעי למיתנא נותר וטמא תנא פיגול
9 Wozu heißt es, auch nach deiner Auffassung, wiederum: man ist ihretwegen nicht wegen Verwerflichem schuldig!? Vielmehr lehrt er dies vom Verwerflichen, weil er dies vom Übriggebliebenen und von der Unreinheit lehrt, ebenso auch hierbei; da er lehren will: wer davon außerhalb auf [den Altar] bringt,
י הכא נמי איידי דבעי למיתני המעלה מהן בחוץ תנא נמי וכולן לא מפגלין ולא מתפגלין
10 so lehrt er auch: sie machen nicht verwerflich und sie werden nicht verwerflich.
יא רבא אמר אף אנן נמי תנינא השוחט את המוקדשים לאכול שליל או שיליא בחוץ לא פיגל והמולק את התורים לאכול ביציהם בחוץ לא פיגל
11 Raba sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: Hat man geheiligte Tiere geschlachtet in der Absicht, den Embryo oder die Eihaut außerhalb zu essen, so hat man sie nicht verwerflich gemacht. Hat man Turteltauben [den Kopf] abgekniffen in der Absicht, die Eier außerhalb zu essen, so macht man sie nicht verwerflich.
יב והדר תני חלב המוקדשין וביצי תורים אין חייב עליהן משום פיגול נותר וטמא הא שליל ושיליא חייבים
12 Später aber lehrt er, daß man wegen der Milch geheiligter Tiere und der Eier von Turteltauben nicht wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit schuldig sei, wonach man wegen des Embryos und der Eihaut wohl schuldig ist.
יג אלא לאו ש"מ כאן מחמת הזבח כאן מחמת עצמן ש"מ:
13 Wahrscheinlich gilt das eine von dem Falle, wenn es durch das Opfer erfolgt ist, und das andere von dem Falle, wenn durch sieselbst. Schließe hieraus.
יד תנן התם ובעלי מומין ר"ע מכשיר בבעלי מומים
14 Dort haben wir gelernt: Und Fehlerbehaftete; R. A͑qiba erklärt Fehlerbehafteteals tauglich.
טו א"ר חייא בר אבא א"ר יוחנן לא הכשיר ר"ע אלא בדוקין שבעין הואיל וכשירים בעופות והוא שקדם הקדישה את מומה
15 R. Ḥija b. Abba sagte im Namen R. Joḥanans: R. A͑qiba erklärt sie als tauglich, nur wenn es sich um ein Augenhäutchen handelt, weil solche beim Geflügelopfer tauglichsind, ferner auch nur dann, wenn die Heiligung vor dem Leibesfehler erfolgtist.
טז (א"ר חייא בר אבא) ומודה רבי עקיבא בעולת נקבה דכמאן דקדם מומה להקדישה דמי
16 R. Ḥija b. Abba sagte: R. A͑qiba pflichtet jedoch hinsichtlich eines weiblichen Brandopfersbei, denn bei einem solchen ist es ebenso, wie bei der Heiligung nachdem Gebrechen.
יז מתיב רבי זירא המעלה מהן בחוץ פטור הא מאימן חייב והיכי משכחת לה בעולת נקבה
17 R. Zera wandte ein: Wer davonaußerhalb darbringt, ist frei. Demnach ist er schuldig, wenn [vom Fleisch] der Mutter, und dies kann ja nur bei einem weiblichen Brandopfervorkommen.
יח אי אמרת בשלמא קסבר רבי עקיבא עולת נקבה אם עלתה לא תרד הא מני ר"ע היא אלא אי אמרת אם עלתה תרד הא מני
18 Allerdings kann hier, wenn du sagst, R. A͑qiba sei der Ansicht, wenn ein weibliches Brandopfer [auf den Altar] gekommen ist, sei es nicht herabzunehmen, die Ansicht R. A͑qibas vertreten sein, wessen Ansicht aber ist hier vertreten, wenn du sagst, wenn es hinaufgekommen ist, sei es herabzunehmen!? –
יט אימא המעלה מהן בחוץ פטור הא מאימורי אימן חייב
19 Deduziere wie folgt: wer davon außerhalb darbringt, ist frei, wenn aber von den Opferteilender Mutter, so ist er schuldig. –
כ והא מהן קתני ואימן דומיא דידהו אלא אימא המעלה מאימוריהן בחוץ פטור הא מאימורי אימן חייב:
20 Es heißt ja aber ‘davon’, und entsprechend ist ja auch hinsichtlich der Mutterzu deduzieren!? – Lies vielmehr: wer von den Opferteilenaußerhalb darbringt, ist frei; wenn aber von den Opferteilen der Mutter, so ist er schuldig.
כא <big><strong>מתני׳</strong></big> שחטו על מנת להניח את דמו או אימוריו למחר או להוציאן לחוץ רבי יהודה פוסל וחכמים מכשירין ע"מ ליתנן על גבי הכבש שלא כנגד היסוד וליתן את הניתנים למעלן למטה ואת הניתנים למטה למעלן ואת הניתנים
21 <b>H</b><small>AT MAN</small> [<small>DAS</small> O<small>PFER</small>] <small>GESCHLACHTET IN DER</small> A<small>BSICHT, DAS</small> B<small>LUT ODER DIE</small> O<small>PFERTEILE BIS ZUM FOLGENDEN</small> T<small>AGE ZURÜCKZULASSEN ODER AUSSERHALB</small><small>HINAUSZUBRINGEN, SO IST ES NACH</small> R. J<small>EHUDA UNTAUGLICH</small><small>UND NACH DEN</small> W<small>EISEN TAUGLICH.</small> W<small>ENN IN DER</small> A<small>BSICHT,</small> [<small>DAS</small> B<small>LUT</small>] <small>AUF DIE</small> A<small>LTARRAMPE, NICHT GEGEN DAS</small> F<small>UNDAMENT, DAS OBERHALB ZU SPRENGENDE UNTERHALB, DAS UNTERHALB ZU SPRENGENDE OBERHALB, </small>