Zevachim 89

Kapitel 89

א הלכתא למשיחא א"ל אביי אלא מעתה כל שחיטת קדשים לא לתני הלכתא למשיחא הוא אלא דרוש וקבל שכר ה"נ דרוש וקבל שכר הכי קאמינא לך הלכתא למה לי לישנא אחרינא א"ל הלכה קאמינא:
1 Eine Halakha für die messianische [Zeit]! Abajje sprach zu ihm: Demnach braucht ja auch die ganze [Lehre von der] Schlachtung der Opfer nicht gelehrt zu werden, denn sie ist eine Lehre für die messianische Zeit!? Vielmehr forsche man, um Belohnungzu erhalten, ebenso auch hierbei: man forsche, um Belohnung zu erhalten. – Ich meine es wie folgt: wozu die Feststellung der Halakha. Eine andere Lesart: Er erwiderte ihm: Ich spreche von der Halakha.
ב <big><strong>מתני׳</strong></big> קדשי עובדי כוכבים אין חייבין עליהן משום פיגול נותר וטמא והשוחטן בחוץ פטור דברי רבי שמעון רבי יוסי מחייב:
2 <b>B</b><small>EI</small> O<small>PFERN VON</small> N<small>ICHTJÜDEN IST MAN WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINHEIT NICHT SCHULDIG, UND WER SIE AUSSERHALB SCHLACHTET, IST NACH</small> R. Š<small>IMO͑N FREI UND NACH R. JOSE SCHULDIG</small>.
ג <big><strong>גמ׳</strong></big> ת"ר קדשי עובדי כוכבים לא נהנין ולא מועלין ואין חייבין עליהן משום פיגול נותר וטמא
3 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Von Opfern von Nichtjuden darf man nichts genießen, man begeht an ihnen keine Veruntreuung, man ist bei ihnen nicht schuldig wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit,
ד ואין עושין תמורה ואין מביאין נסכים אבל קרבנן טעון נסכים דברי רבי שמעון
4 sie werden nicht eingetauscht, und siebringen kein Gußopferdar; zu ihren [Schlacht]opfern aber ist ein Gußopfer erforderlich – so R. Šimo͑n.
ה אמר רבי יוסי רואה אני בכולן להחמיר שנאמר בהן לה' בד"א בקדשי מזבח אבל בקדשי בדק הבית מועלין בהן:
5 R. Jose sprach: Ich finde, daß bei allem zu erschweren ist, denn auch von ihnen heißt es:<i>für den Herrn.</i> Dies gilt nur vom Geheiligten für den Altar, am Geheiligten für den Tempelreparaturfonds aber begeht man eine Veruntreuung.
ו לא נהנין ולא מועלין: לא נהנין מדרבנן
6 «Nichts genießen, man begeht an ihnen keine Veruntreuung.» Nichts genießen, rabbanitisch;
ז ולא מועלין דגמר מעילה חט חט מתרומה דבתרומה כתיב בני ישראל ולא עובדי כוכבים:
7 man begeht keine Veruntreuung, denn dies ist aus [dem Worte] <i>Sünde</i> zu entnehmen, das auch bei der Hebegebraucht wird, und bei dieser heißt es<i>Kinder Jisraél,</i> nicht aber Nichtjuden.
ח ואין חייבין עליו משום פיגול נותר וטמא: מ"ט דאתי פיגול עון עון מנותר
8 «Man ist bei ihnen nicht schuldig wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit.» Aus welchem Grunde? – Hinsichtlich des Verwerflichen ist dies durch [das Wort] <i>Sünde</i> vom Übriggebliebenen zu entnehmen,
ט ואתי נותר חילול חילול מטומאה ובטומאה כתיב בני ישראל ולא עובדי כוכבים:
9 und hinsichtlich des Übriggebliebenen ist dies durch [das Wort] <i>entweihen</i> von der Unreinheit zu entnehmen, und bei der Unreinheit heißt es<i>Kinder Jisraél,</i> nicht aber Nichtjuden.
י ואין עושין תמורה: מאי טעמא דאיתקש תמורה למעשר בהמה ומעשר בהמה איתקש למעשר דגן ובמעשר דגן כתיב בני ישראל ולא עובדי כוכבים
10 «Sie werden nicht eingetauscht.» Aus welchem Grunde? – Das Eingetauschte wird mit dem Viehzehnten und der Viehzehnt wird mit dem Getreidezehnten verglichen, und beim Getreidezehnten heißt es<i>Kinder Jisraél,</i> nicht aber Nichtjuden. –
יא וכי דבר הלמד בהיקש חוזר ומלמד בהיקש מעשר דגן חולין הוא
11 Kann denn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch Vergleichung gefolgert werden!? – Der Getreidezehnt ist Profanes. –
יב הניחא למאן דאמר בתר מלמד אזלינן אלא למ"ד בתר למד אזלינן מאי איכא למימר
12 Einleuchtend ist es nach demjenigen, welcher sagt, man richte sich nach dem, wovon gefolgert wird, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, man richte sich nach dem Gefolgerten!? –
יג אלא מעשר בהמה חובה שאין קבוע לה זמן הוא וחובה שאין לה זמן קבוע ישראל מייתו עובדי כוכבים לא מייתו:
13 Vielmehr, der Viehzehnt ist eine Pflicht, für die keine Zeit festgesetzt ist, und eine Pflicht, für die keine Zeit festgesetzt ist, obliegt nur Jisraéliten und nicht Nichtjuden.
יד ואין מביאין נסכים: תנו רבנן (במדבר טו, יג) אזרח אזרח מביא נסכים ואין העובד כוכבים מביא נסכים יכול לא תהא עולתו טעונה נסכים ת"ל ככה:
14 «Sie bringen kein Gußopfer dar.» Die Rabbanan lehrten:<i>Eingeborener,</i> ein Eingeborener bringt Gußopfer dar, nicht aber bringt ein Nichtjude Gußopfer dar. Man könnte glauben, auch zu seinem Brandopfer sei kein Gußopfer erforderlich, so heißt es<i>so</i>.
טו אמר רבי יוסי רואה אני בכולן להחמיר בד"א בקדשי מזבח כו': מ"ט
15 «R. Jose sprach: Ich finde, daß bei allem zu erschweren ist &amp;c.» Aus welchem Grunde? –
טז קסבר כי גמרה מעילה חט חט מתרומה דומיא דתרומה דקדישא קדושת הגוף אבל קדושת בדק הבית דקדושת דמים לא
16 Er ist der Ansicht, die Folgerung durch [das Wort] <i>Sünde</i> von der Hebe erstrecke sich nur auf das, was gleich der Hebe an sich heilig ist, nicht aber auf Geheiligtes für den Tempelreparaturfonds, wobei nur der Geldwert heilig ist.
יז ת"ר דם שנטמא וזרקו בשוגג הורצה
17 Die Rabbanan lehrten: Wenn das Blut unrein geworden ist und man es gesprengt hat, so ist es, wenn versehentlich, wohlgefällig, und wenn