Zevachim 90

Kapitel 90

א במזיד לא הורצה בד"א ביחיד אבל בציבור בין בשוגג בין במזיד הורצה ובעובדי כוכבי' בין בשוגג ובין במזיד לא הורצה
1 vorsätzlich, nicht wohlgefällig. Dies gilt nur von einem einzelnen, bei einer Gemeinde aber ist es wohlgefällig, einerlei, ob versehentlich oder vorsätzlich; bei einem Nichtjuden ist es, ob versehentlich oder vorsätzlich, nicht wohlgefällig.
ב אמרוה רבנן קמיה דרב פפא כמאן דלא כרבי יוסי דאי רבי יוסי האמר בכולן אני רואה להחמיר
2 Die Jünger sprachen zu R. Papa: Also nicht nach R. Jose, denn R. Jose sagte, er finde, daß bei allem zu erschwerensei.
ג אמר להו רב פפא אפי' תימא רבי יוסי שאני התם דאמר קרא להם להם ולא לעובדי כוכבים
3 Da sprach R. Papa zu ihnen: Man kann auch sagen, nach R. Jose, denn anders ist es hierbei, wo die Schrift<i>für sie</i> sagt, für sie, nicht aber für Nichtjuden.
ד אמר ליה רב הונא בריה דרב נתן לרב פפא אלא מעתה (ויקרא כב, ב) אשר הם מקדישים ה"נ הם ולא עובדי כוכבים
4 R. Hona, Sohn des R. Nathan, sprach zu R. Papa: Es heißt ja auch:<i>die sie weihen,</i> ist etwa auch hierbei zu erklären: sie, nicht aberNichtjuden!?
ה אלא אמר רב אשי אמר קרא (שמות כח, לח) לרצון להם ועובדי כוכבים לאו בני הרצאה נינהו:
5 Vielmehr, erklärte R. Aši, die Schrift sagt:<i>zur Willfährigkeit,</i> und Nichtjuden sind keine Kinder der Willfährigkeit.
ו <big><strong>מתני׳</strong></big> דברים שאין חייבים עליהם משום פיגול חייבין עליהן משום נותר ומשום טמא חוץ מן הדם ר' שמעון מחייב בדבר שדרכן לאכול אבל העצים והלבונה והקטורת אין חייבין עליו משום טומאה:
6 <b>A</b><small>UCH BEI</small> D<small>INGEN, BEI WELCHEN MAN WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM NICHT SCHULDIG IST, IST MAN WEGEN ÜRIGGEBLIEBENEM UND UNREINHEIT SCHULDIG, MIT</small> A<small>USNAHME DES</small> B<small>LUTES</small>; <small>NACH</small> R. Š<small>IMO͑N IST MAN SCHULDIG NUR BEI</small> D<small>INGEN, DIE MAN ZU ESSEN PFLEGT, BEIM</small> H<small>OLZE, DEM</small> W<small>EIHRAUCH UND DEM</small> R<small>ÄUCHERWERKE ABER IST MAN NICHT WEGEN</small> U<small>NREINHEIT SCHULDIG</small>.
ז <big><strong>גמ׳</strong></big> ת"ר יכול לא יהו חייבין משום טומאה אלא על דבר שיש לו מתירין בין לאדם בין למזבח
7 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Man könnte glauben, man sei wegen Unreinheit schuldig nur bei einer Sache, die für Menschen oder für den Altar durch etwas anderes erlaubt wird,
ח ודין הוא ומה פיגול שהוא בקביעה ובידיעה אחת ולא הותר מכללו אין חייבין עליו אלא על דבר שיש לו מתירין בין לאדם בין למזבח
8 und dies wäre auch durch einen Schluß zu folgern: wenn man wegen Verwerflichem, woraufein feststehendes [Opfer]gesetzt ist, bei der nur ein einmaliges Bewußtwerdenerforderlich ist und aus der Allgemeinheit heraus nicht erlaubt worden ist, nur dann schuldig ist, wenn es durch etwas anderes für Menschen oder für den Altar erlaubt wird,
ט טומאה שהיא בעולה ויורד ובשתי ידיעות והותרה מכללה אינו דין שאינו חייב אלא על דבר שיש לו מתירין בין לאדם בין למזבח
9 um wieviel mehr ist man wegen Unreinheit, derentwegen ein auf- und absteigendes Opferdarzubringen ist, bei der ein zweimaliges Bewußtwerdenerforderlich ist und aus der Allgemeinheit heraus erlaubt wordenist, nur dann schuldig, wenn es für Menschen oder für den Altar durch anderes erlaubt wird.
י ת"ל (ויקרא כב, ב) אשר הם מקדישים לי
10 Daher heißt es: <i>die sie mir weihen.</i>
יא יכול מיד ת"ל (ויקרא כב, ג) יקרב אמר ר"א וכי יש נוגע שהוא חייב
11 Man könnte glauben, sofort, so heißt es: <i>nahet</i>. R. Elie͑zer erklärte: Man ist ja nicht wegen des Berührens schuldig,
יב אלא מה ת"ל יקרב בהוכשר [בשר] ליקרב הכתוב מדבר הא כיצד יש לו מתירין משיקרבו מתירין אין לו מתירין משיקדש בכלי
12 wieso heißt es: <i>nahet?</i> Die Schrift spricht von dem, was zur Darbringung geeignet ist, und zwar: hat es Erlaubtmachendes, sobald das Erlaubtmachende dargebracht worden ist, hat es kein Erlaubtmachendes, sobald es durch das Gefäß geheiligt worden ist. –
יג אשכחן טומאה נותר מנלן אתי חילול חילול מטומאה
13 Wir wissen dies von der Unreinheit, woher dies vom Übriggebliebenen? – Dies ist durch [das Wort] <i>entweihen</i> von der Unreinheitzu folgern. –
יד ולילף עון עון מפיגול
14 Sollte es doch durch [das Wort] <i>Sünde</i> vom Verwerflichengefolgertwerden!? –
טו מסתברא מטומאה הוי ליה למילף שכן גז"ל סימן
15 Es ist einleuchtend, daß es von der Unreinheit zu folgern ist, denn es gleicht dieser hinsichtlich des Körpers, des Sprengensund der Entweihung. –
טז אדרבה מפיגול הוה ליה למילף שכן נותר ציץ טהור בזמן קרב והני נפישן
16 Im Gegenteil, es sollte ja vom Verwerflichen gefolgert werden, denn es gleicht diesem hinsichtlich des Erlaubtseins, des Stirnblattes, der Reinheit, der Fristund des Dargebrachten, und diese sind ja mehr!? –
יז אלא מדתני לוי דתני לוי מנין שאף בפסול זמן הכתוב מדבר ת"ל (ויקרא כב, ב) ולא יחללו את (קדשי בני ישראל)
17 Vielmehr, wegen einer Lehre Levis, denn Levi lehrte: Woher, daß die Schriftauch von der Untauglichkeit durch die Frist spricht? Es heißt:<i>sie sollen nicht entweihen die geheiligten Gaben der</i> <i>Kinder Jisraél;</i>