Bekhorot 36

Kapitel 36

א כל שחליפיו ביד כהן פטור מן המתנות ורבי מאיר מחייב חליפין ביד כהן אין אין חליפין ביד כהן לא
1 Nur wenn Eingetauschtes in der Hand des Priesters ist, nicht aber, wenn kein Eingetauschtes in der Hand des Priesters ist!? –
ב מהו דתימא ר' יוסי לדבריו דר' מאיר קאמר ליה לדידי אפי' אין חליפין ביד כהן דאי מחייבת ליה במתנות אתי ליה לידי גיזה ועבודה לדידך אודי לי מיהא היכא דחליפין ביד כהן דעשו שאינו זוכה כזוכה ואמר ליה ר' מאיר לא
2 Man könnte glauben, R. Jose sage dies nach der Ansicht R. Meírs: nach meiner Ansicht, auch wenn kein Eingetauschtes in der Hand des Priesters ist, denn wenn man ihn zu den Priestergaben verpflichten würde, könnte er es zur Schur und zur Arbeit verwenden, aber auch du solltest mir beipflichten, daß, wenn Eingetauschtes in der Hand des Priesters ist, sie den, der noch nicht geeignet hat, dem gleichgestellt haben, der bereits geeignet hat. R. Meír aber erwiderte ihm: nein.
ג ואמר רב פפא הכל מודים בספק מעשר שפטור מן המתנות הכל מודים מאן ר' מאיר פשיטא עד כאן לא קמחייב ר' מאיר התם אלא בספק בכור הואיל ובא עליו כהן משני צדדין אבל ספק מעשר לא
3 R. Papa sagte: Alle stimmen über das zweifelhafte Zehnte überein, daß es frei ist von den Priestergaben. ‘Alle’, die beipflichten, ist wohl R. Meír, und dies ist ja selbstverständlich, denn R. Meír verpflichtet nur da, beim zweifelhaften Erstgeborenen, weil der Priester an ihn von zwei Seiten herantretenkann, nicht aber beim zweifelhaften Zehnten!? –
ד מהו דתימא טעמא דר' מאיר דלא תשתכח תורת מתנות אפילו ספק מעשר נמי קא משמע לן
4 Man könnte glauben, der Grund R. Meírs sei. damit das Gesetz von den Priestergaben nicht in Vergessenheit gerate, somit gelte dies auch vom zweifelhaften Zehnten, so lehrt er uns. –
ה ומי מצית אמרת הכי והקתני סיפא שהיה ר' יוסי אומר כל שחליפיו ביד כהן פטור מן המתנות ורבי מאיר מחייב
5 Wieso kannst du dies sagen, im Schlußsatz lehrt er ja: R. Jose sagt nämlich, wenn Eingetauschtes sich in der Hand des Priesters befindet, sei es von den Priestergaben frei, nach R. Meír aber pflichtig!? –
ו מהו דתימא ר' מאיר אפי' ספק מעשר מחייב והא דמיפלגי בחליפין להודיעך כחו דרבי יוסי דפטר אפי' היכא דכהן בא עליו משני צדדין קא משמע לן:
6 Man könnte glauben, R. Meír verpflichte auch bei zweifelhaftem Zehnten, nur streiten sie deshalb über das Eingetauschte, um dir die weitergehende Ansicht R. Joses hervorzuheben, der auch dann befreit, wenn der Priester an ihn von zwei Seiten herantreten kann, so lehrt er uns.
ז מת אחד מהן רבי טרפון אומר יחלוקו: אמאי יחלוקו ניחזי אי שמן מית דכהן הוא והאי דאיכא דבעל הבית ואי כחוש מית דבעל הבית מית והאי דאיכא דכהן הוא אמר [רבי] אמי חזר בו ר' טרפון:
7 V<small>ERENDET EINES VON IHNEN, SO MÜSSEN SIE, WIE</small> R. T<small>RYPHON SAGT, TEILEN.</small> Weshalb teilen sie, man sollte doch sehen: ist das fettere verendet, so ist es des Priesters, und das vorhandene gehört dem Eigentümer, und ist das magerere verendet, so ist es des Eigentümers, und das vorhandene gehört dem Priester. R. Ami erwiderte: R. Tryphon ist davon zurückgetreten.
ח ר"ע אומר המוציא מחבירו עליו הראיה: אמר רבי חייא משל דר' טרפון למה הדבר דומה לשנים שהפקידו אצל רועה שמניח רועה ביניהם ומסתלק
8 R. A͑<small>QIBA SAGT, WER VOM ANDEREN FORDERT, HABE DEN</small> B<small>EWEIS ZU ERBRINGEN</small>. R. Ḥija sagte: Dies gleicht nach R. Tryphon dem Falle, wenn zwei einem Hirten in Verwahrunggegeben haben, der es zwischen sie lege und sich entferne;
ט ומשל דרבי עקיבא למה הדבר דומה לאחד שהפקיד אצל בעל הבית שהמוציא מחבירו עליו הראיה
9 und nach R. A͑qiba gleicht dies dem Falle, wenn jemand etwas einem Hausherrnin Verwahrung gegeben hat, wobei derjenige, der von anderen fordert, den Beweis zu erbringen hat.
י אלא במאי פליגי ר' עקיבא פליג בשנים שהפקידו אצל רועה שמניח רועה ומסתלק ור' טרפון פליג באחד שהפקיד אצל בעל הבית אמר רבא ואיתימא רב פפא הכל מודים בשנים שהפקידו אצל רועה שמניח רועה ביניהם ומסתלק ובאחד שהפקיד אצל בעל הבית שהמוציא מחבירו עליו הראיה
10 Worüber streiten sie demnach: R. A͑qiba über den Fall, wenn zwei einem Hirten in Verwahrung gegeben haben, der es zwischen sie lege und sich entferne, und R. Tryphon über den Fall, wenn einer einem Hausherrn etwas in Verwahrung gegebenhat!? Raba, nach andren R. Papa, erwiderte: Alle stimmen überein, daß, wenn zwei etwas einem Hirten in Verwahrung gegeben haben, er es zwischen sie lege und sich entferne, und daß, wenn jemand einem Hausherrn etwas in Verwahrung gegeben hat, derjenige der vom andren fordert, den Beweis zu erbringen habe,
יא לא נחלקו אלא בחצר בעה"ב ורועה כהן רבי טרפון סבר אקנויי קא מקני ליה בחצירו וניחא ליה דליתעביד מצוה [בממוניה] והוה ליה כשנים שהפקידו אצל רועה שמניח רועה ביניהן ומסתלק
11 und sie streiten nur über den Fall, wenn es sich im Hofe des Hausherrn befindet und der Hirt ein Priester ist. R. Tryphon ist der Ansicht, er habe ihm [den Raum] in seinem Hofe zugeeignet, denn es ist ihm lieb, daß mit seinem Gelde ein Gebot ausgeübt werde, somit ist dies ebenso, als hätten zwei etwas bei einem Hirten hinterlegt, wobei der Hirt es zwischen sie lege und sich entferne;
יב ור"ע סבר כיון דאית ליה פסידא לא מקני ליה מידעם והוה ליה כאחד שהפקיד אצל בעל הבית שהמוציא מחבירו עליו הראיה:
12 R. A͑qiba aber ist der Ansicht, da er dadurch einen Schaden erleidet, eigne er ihm nichts zu, somit ist dies ebenso, als hätte jemand etwas bei einem Hausherrn hinterlegt, wobei derjenige, der vom anderen fordert, den Beweis zu erbringen hat.
יג <big><strong>מתני׳</strong></big> שתי רחיליו שלא ביכרו וילדו שני זכרים שניהם לכהן זכר ונקבה הזכר לכהן שני זכרים ונקבה אחד לו ואחד לכהן רבי טרפון אומר הכהן בורר לו את היפה רבי עקיבא אומר משמנין ביניהן והשני ירעה עד שיסתאב
13 <b>W</b><small>ENN ZWEI</small> S<small>CHAFE, DIE NOCH NICHT GEWORFEN HABEN, ZWEI</small> M<small>ÄNNCHEN WERFEN, SO GEHÖREN BEIDE DEM</small> P<small>RIESTER; WENN EIN</small> M<small>ÄNNCHEN UND EIN</small> W<small>EIBCHEN, SO GEHÖRT DAS</small> M<small>ÄNNCHEN DEM</small> P<small>RIESTER.</small> W<small>ENN ZWEI</small> M<small>ÄNNCHEN UND EIN</small> W<small>EIBCHEN, SO GEHÖRT EINES IHM UND EINES DEM</small> P<small>RIESTER.</small> R. T<small>RYPHON SAGT, DER</small> P<small>RIESTER SUCHE SICH DAS BESSERE AUS;</small> R. A͑<small>QIBA SAGT, SIE SCHÄTZEN UNTER SICH UND DAS ANDERE WEIDE, BIS ES EINEN</small> L<small>EIBESFEHLER BEKOMMT.</small>
יד וחייב במתנות רבי יוסי פוטר מת אחד מהן רבי טרפון אומר יחלוקו ר' עקיבא אומר המוציא מחבירו עליו הראיה שתי נקבות וזכר או שני זכרים ושתי נקבות אין כאן לכהן כלום
14 E<small>S IST ZU DEN</small> P<small>RIESTERGABEN PFLICHTIG, NACH</small> R. J<small>OSE ABER FREI.</small> V<small>ERENDET EINES VON IHNEN, SO MÜSSEN SIE, WIE</small> R. T<small>RYPHON SAGT, TEILEN.</small> R. A͑<small>QIBA SAGT, WER VOM ANDEREN FORDERT, HABE DEN</small> B<small>EWEIS ZU ERBRINGEN.</small> W<small>ENN ZWEI</small> W<small>EIBCHEN UND EIN</small> M<small>ÄNNCHEN, ODER ZWEI</small> M<small>ÄNNCHEN UND ZWEI</small> W<small>EIBCHEN, SO ERHÄLT</small><small>DER</small> P<small>RIESTER NICHTS</small>.
טו אחת ביכרה ואחת לא ביכרה וילדה שני זכרים אחד לו ואחד לכהן ר' טרפון אומר הכהן בורר את היפה ר' עקיבא אומר משמנין ביניהן והשני ירעה עד שיסתאב
15 W<small>ENN EINES BEREITS ERSTMALIG GEWORFEN HAT UND EINES NOCH NICHT, UND SIE ZWEI</small> M<small>ÄNNCHEN WERFEN, SO GEHÖRT EINES IHM UND EINES DEM</small> P<small>RIESTER</small>. R. T<small>RYPHON SAGT, DER</small> P<small>RIESTER SUCHE SICH DAS BESSERE AUS;</small> R. A͑<small>QIBA SAGT, SIE SCHÄTZEN UNTER SICH, UND DAS ANDERE WEIDE, BIS ES EINEN</small> L<small>EIBESFEHLER BEKOMMT</small>.
טז וחייב במתנות רבי יוסי פוטר שרבי יוסי אומר כל שחליפיו ביד כהן פטור מן המתנות ורבי מאיר מחייב מת אחד מהן ר' טרפון אומר יחלוקו ר' עקיבא אומר המוציא מחבירו עליו הראיה זכר ונקבה אין כאן לכהן כלום:
16 E<small>S IST ZU DEN</small> P<small>RIESTERGABEN PFLICHTIG; NACH</small> R. J<small>OSE ABER FREI, DENN</small> R. J<small>OSE SAGT, WENN</small> E<small>INGETAUSCHTES SICH IN DER</small> H<small>AND DES</small> P<small>RIESTERS BEFINDET, SEI ES FREI VON DEN</small> P<small>RIESTERGABEN; NACH</small> R. M<small>EÍR ABER PFLICHTIG.</small> V<small>ERENDET EINES VON IHNEN, SO MÜSSEN SIE, WIE</small> R. T<small>RYPHON SAGT, TEILEN;</small> R. A͑<small>QIBA SAGT, WER VOM ANDEREN FORDERT, HABE DEN</small> B<small>EWEIS ZU ERBRINGEN</small>. W<small>ENN EIN</small> M<small>ÄNNCHEN UND EIN</small> W<small>EIBCHEN, SO ERHÄLT DER</small> P<small>RIESTER DAVON NICHTS.</small>
יז <big><strong>גמ׳</strong></big> צריכא דאי אשמועינן קמייתא בההיא קאמר ר' עקיבא דתרי מחדא
17 GEMARA. Und beides ist nötig. Würde er nur den ersten Fallgelehrt haben, so könnte man glauben, R. A͑qiba vertrete seine Ansicht nur da, weil es zwei von einem sind,
יח אבל רחיליו שלא ביכרו דתרי מחדא וחד מחדא אימא מודי ליה לר' טרפון דהך דילידא חד שביח טפי
18 in dem Falle aber, wenn es zwei Schafe sind, die noch nicht geworfen haben, wo es zwei von einem und eines von einem sind, pflichte er R. Tryphon bei, weil das allein geborene besser ist.
יט ואי אשמועינן הא בהא קאמר רבי עקיבא דתרוייהו לא ביכרו אבל אחת ביכרה ואחת שלא ביכרה וילדו שני זכרים אימא מודי ליה לר' טרפון
19 Und würde er nur das andere gelehrt haben, so könnte man glauben, R. A͑qiba vertrete seine Ansicht nur hierbei, wo es zwei sind, die noch nicht geworfen haben, wenn aber eines geworfen und eines noch nicht geworfen hat, und sie zwei Männchen werfen, pflichte er R. Tryphon bei,