ה ינאי מלכא ומלכתא כריכו ריפתא בהדי הדדי ומדקטל להו לרבנן לא הוה ליה איניש לברוכי להו אמר לה לדביתהו מאן יהיב לן גברא דמברך לן אמרה ליה אשתבע לי דאי מייתינא לך גברא דלא מצערת ליה אשתבע לה אייתיתיה לשמעון בן שטח אחוה אותביה בין דידיה לדידה אמר ליה חזית כמה יקרא עבדינא לך אמר ליה לאו את קא מוקרת לי אלא אורייתא היא דמוקרא לי דכתיב (משלי ד, ח) סלסלה ותרוממך תכבדך כי תחבקנה אמר ליה קא חזית דלא מקבל מרות
5 Der König Jannaj und die Königin speisten zusammen, und da er die Rabbanan getötet hatte, so war niemand da, ihnen den Tischsegen zu sprechen. Da sprach er zu seiner Frau: Wer schafft uns einen Mann her, der uns den Segen sprechen könnte? Seine Frau erwiderte: Schwöre mir, daß du, wenn ich dir einen solchen Mann schaffe, ihm nichts zu Leide tun wirst. Nachdem er es ihr geschworen hatte, holte sie ihren Bruder Simon b. Satah. Da ließ er ihn Platz nehmen zwischen sich und ihr und sprach zu ihm: Sieh doch, welche Ehre ich dir erweise! Dieser erwiderte: Nicht du erweisest mir Ehre, die Tora ist es vielmehr, die mir Ehre erweist, denn es heißt: <i>halte sie hoch</i>, <i>so wird sie dich erheben und zwischen Fürsten setzen</i>. Jener sprach dann: Du siehst ja, daß sie die Herrschaft nicht anerkennen.