Eruvin 198

Kapitel 198

א וכן בגת
1 ebenso bei einer Kelter.
ב ורבא אמר לענין מעשר וכן אמר רב ששת וכן בגת לענין מעשר
2 Raba erklärt, [dieser Fall spreche] vom Zehnten. Ebenso erklärte R.Šešeth, der Fall von der Kelter spreche vom Zehnten.
ג דתנן שותין על הגת בין בחמין ובין בצונן ופטור דברי רבי מאיר רבי אליעזר בר צדוק מחייב
3 Wir haben nämlich gelernt: Man darf [vom Weine] über der Kelter zehntfrei trinken, ob mit heißem oder kaltem – so R.Meír; R.Elie͑zer b. Çadoq verpflichtet [zu verzehnten];
ד וחכ"א על החמין חייב ועל הצונן פטור מפני שמחזיר את המותר:
4 die Weisen sagen, mit heißem sei er zehntpflichtig, mit kaltem frei, weil man den Rest zurückgießt.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> קולט אדם מן המזחילה למטה מי' טפחים ומן הצינור מ"מ שותה:
5 <b>M</b><small>AN DARF UNTERHALB ZEHN</small> H<small>ANDBREITEN</small> [W<small>ASSER</small>] <small>VON DER</small> R<small>INNE AUFFANGEN; AUS DER</small> R<small>INNE</small> <small>DARF MAN IN JEDEM</small> F<small>ALLE TRINKEN</small>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> קולט אין אבל מצרף לא מ"ט אמר רב נחמן הכא במזחילה פחות מג' סמוך לגג עסקינן דכל פחות מג' סמוך לגג כגג דמי
6 GEMARA. Nur auffangen und nicht ansetzen, aus welchem Grunde? R.Naḥman erwiderte: Dies gilt von einer Traufe weniger als drei [Handbreiten] vom Dache, und was weniger als drei vom Dache absteht, gleicht dem Dache.
ז תניא נמי הכי עומד אדם ברה"י ומגביה ידו למעלה מעשרה טפחים לפחות משלשה סמוך לגג וקולט ובלבד שלא יצרף
7 Ebenso wird gelehrt: Man darf auf einem Privatgebiete stehen, die Hand oberhalb zehn Handbreiten halten und [Wasser] aus einer weniger als drei [Handbreiten] vom Dache abstehenden [Traufe] auffangen, nur darf man nicht ansetzen.
ח תניא אידך לא יעמוד אדם ברה"י ויגביה ידו למעלה מעשרה טפחים לפחות מג' סמוך לגג ויצרף אבל קולט הוא ושותה:
8 Ein Anderes lehrt: Man darf nicht auf einem Privatgebiete stehen, die Hand oberhalb zehn Handbreiten erheben und sie an eine weniger als drei [Handbreiten] vom Dache abstehende [Traufe] ansetzen, wohl aber darf man [Wasser] auffangen und trinken.
ט מן הצינור מ"מ שותה: תנא אם יש בצינור ד' על ד' אסור מפני שהוא כמוציא מרשות לרשות:
9 A<small>US DER</small> R<small>INNE DARF MAN IN JEDEM</small> F<small>ALLE TRINKEN</small>. E<small>S WIRD GELEHRT</small>: Hat die Rinne vier zu vier [Handbreiten], so ist es verboten, weil es ebenso ist, als bringe man aus einem Gebiete nach einem anderen.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> בור ברה"ר וחולייתו גבוה י' טפחים חלון שעל גביו ממלאין הימנו בשבת אשפה
10 <b>I</b><small>STEIN</small> B<small>RUNNEN AUF ÖFFENTLICHEM</small> G<small>EBIETE MIT EINEM ZEHN</small> H<small>ANDBREITEN HOHEN</small> S<small>CHUTTWALL UMGEBEN, SO DARF MAN AUS DIESEM DURCH EIN ÜBER DIESEM BEFINDLICHES</small> F<small>ENSTER SCHÖPFEN</small>.
יא ברה"ר גבוה י' טפחים חלון שעל גביו שופכין לתוכה מים בשבת:
11 A<small>UF EINEN ZEHN</small> H<small>ANDBREITEN HOHEN</small> M<small>ISTHAUFEN AUF ÖFFENTLICHEM</small> G<small>EBIETE DARF MAN DURCH EIN ÜBER DIESEM BEFINDLICHES</small> F<small>ENSTER AM</small> Š<small>ABBATH</small> W<small>ASSER GIESSEN</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> במאי עסקינן אילימא בסמוכה למה לי חוליא י'
12 GEMARA. Um welchen Fall handelt es sich: wollte man sagen, nahe [der Wand], so braucht ja der Schuttwall keine zehn [Handbreiten] hoch zu sein!?
יג אמר רב הונא הכא במאי עסקינן במופלגת מן הכותל ארבעה
13 R.Hona erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn er vier [Handbreiten] von der Wand absteht; nur wenn er einen zehn [Handbreiten hohen] Schuttwall hat,
יד וטעמא דאיכא חוליא עשרה הא ליכא חוליא עשרה קא מטלטל מרה"י לרה"י דרך רה"ר
14 wenn er aber keinen zehn [hohen] Schuttwall hat, trägt man aus einem Privatgebiete nach einem Privatgebiete über ein öffentliches Gebiet.
טו ורבי יוחנן אמר אפילו תימא בסמוכה הא קמ"ל דבור וחולייתו מצטרפין לעשרה:
15 R.Joḥanan erwiderte: Du kannst auch sagen, nahe [der Wand], denn er lehrt uns folgendes: Brunnen und Schuttwall werden zu den zehn [Handbreiten] vereinigt.
טז אשפה ברה"ר וכו': ולא חיישינן שמא תנטל אשפה
16 M<small>ISTHAUFEN AUF ÖFFENTLICHEM</small> G<small>EBIETE</small> &amp;<small>C</small>. [Berücksichtigen wir denn nicht, der Misthaufen könnte abgetragen werden,
יז והא רבין בר רב אדא אמר רבי יצחק מעשה במבוי אחד שצידו אחד כלה לים וצידו אחד כלה לאשפה ובא מעשה לפני רבי ולא אמר בו לא איסור ולא היתר
17 Rabin b. R.Ada erzählte ja im Namen R.Jiçḥaqs, daß einst vor Rabbi ein Fall kam, daß eine Durchgangsgasse [in ihrer Länge] auf der einen Seite auf einen Misthaufen und auf der anderen Seite auf einen See stieß und er weder erlaubend noch verbietend entschied.
יח היתר לא אמר בו דחיישינן שמא תנטל אשפה ויעלה הים שירטון
18 Nicht erlaubend, da der Misthaufen abgetragen werden und die See eine Sandbank hervorbringen könnte;
יט איסור לא אמר בו דהא קיימין מחיצות
19 nicht verbietend, da Wände vorhanden waren!? –
כ לא קשיא הא דיחיד הא דרבים:
20 Das ist kein Einwand; das eine gilt von einem privaten, das andere gilt von einem öffentlichen.
כא <big><strong>מתני׳</strong></big> אילן שהיה מיסך על הארץ אם אין נופו גבוה מן הארץ שלשה טפחים מטלטלים תחתיו
21 <b>W</b><small>ENN DAS</small> G<small>EÄST EINES</small> B<small>AUMES ZUR</small> E<small>RDE HERABHÄNGT, SO DARF MAN, FALLS ES KEINE DREI</small> H<small>ANDBREITEN VON DER</small> E<small>RDE ABSTEHT, DARUNTER</small> [<small>AM</small> Š<small>ABBATH</small>] <small>TRAGEN</small>.
כב שרשיו גבוהים מן הארץ ג' טפחים לא ישב עליהן:
22 S<small>IND DIE</small> W<small>URZELN DREI</small> H<small>ANDBREITEN HOCH ÜBER DER</small> E<small>RDE, SO DARF MAN DARAUF NICHT SITZEN</small>.
כג <big><strong>גמ׳</strong></big> א"ר הונא בריה דרב יהושע אין מטלטלין בו יתר מבית סאתים מ"ט
23 GEMARA. R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagte: Man darf unter diesem nicht tragen, [wenn er] mehr als zwei Seáflächen [einnimmt]. – Aus welchem Grunde? –