Gittin 121

Kapitel 121

א כולי עלמא לא פליגי כי פליגי בלחי וקוקרי:
1 streitet niemand, sie streiten nur über Leimbrett und Angelrute.
ב מציאת חרש שוטה וכו' ר' יוסי אומר גזל גמור: אמר רב חסדא גזל גמור מדבריהם למאי נפקא מינה להוציאו בדיינין:
2 B<small>EIM</small> F<small>UNDE EINES</small> T<small>AUBEN</small>, B<small>LÖDEN</small> &amp;<small>C</small>. R. J<small>OSE SAGT, ES SEI WIRKLICHER</small> R<small>AUB</small>. R. Ḥisda sagte: Wirklicher Raub nach [rabbanitischer] Bestimmung. – In welcher Hinsicht ist dies von Bedeutung? – Ob man es durch Gericht einklagen kann.
ג עני המנקף בראש הזית מה שתחתיו וכו': תנא אם ליקט ונתן ביד ה"ז גזל גמור
3 W<small>ENN EIN</small> A<small>RMER AUF DER</small> S<small>PITZE EINES</small> O<small>LIVENBAUMES</small> [F<small>RÜCHTE</small>]<small> ABKLOPFT</small>, <small>SO</small> <small>HAT BEI DEN UNTEN BEFINDLICHEN</small> &amp;<small>C</small>. Es wird gelehrt: Wenn er sie gepflückt und mit der Hand [auf die Erde] gelegt hat, so ist es wirklicher Raub.
ד רב כהנא הוה קאזיל להוצל חזייה לההוא גברא דהוה שדי אופיי וקא נתרן תמרי אזל קא מנקיט ואכיל א"ל חזי מר דבידאי שדיתינהו א"ל מאתריה דר' יאשיה אתה קרי עליה (משלי י, כה) וצדיק יסוד עולם:
4 Einst ging R. Kahana nach Huçal und sah einen Mann mit Holzstücken werfen und Datteln abschütteln; da nahm er einige und aß sie. Jener sprach: Der Meister sieht ja, daß ich sie mit der Hand abgeschüttelt habe! Dieser erwiderte: Du bist wohl aus der Ortschaft des R. Jošija! Da las er über ihn: <i>Der Fromme ist eine Grundfeste der Welt</i>.
ה אין ממחין ביד עניי נכרים בלקט בשכחה ובפאה מפני דרכי שלום: ת"ר מפרנסים עניי נכרים עם עניי ישראל ומבקרין חולי נכרים עם חולי ישראל וקוברין מתי נכרים עם מתי ישראל מפני דרכי שלום:
5 M<small>AN VERWEHRE NICHTJÜDISCHEN</small> A<small>RMEN NICHT</small> [<small>DAS</small> E<small>INSAMMELN VON</small>] N<small>ACHLESE</small>, V<small>ERGESSENEM UND</small> E<small>CKENLASS, DES</small> F<small>RIEDENS WEGEN</small>. Die Rabbanan lehrten: Man ernähre die Armen der Nichtjuden mit den Armen Jisraéls, man besuche die Kranken der Nichtjuden mit den Kranken Jisraéls und man begrabe die Toten der Nichtjuden mit den Toten Jisraéls, des Friedens wegen.
ו <big><strong>מתני׳</strong></big> משאלת אשה לחבירתה החשודה על השביעית נפה וכברה וריחים ותנור אבל לא תבור ולא תטחן עמה
6 <b>E</b><small>INE</small> F<small>RAU DARF DER ANDEREN, DIE HINSICHTLICH DES</small> S<small>IEBENTJAHRES</small> <small>VERDÄCHTIG</small> <small>IST, EINE</small> S<small>CHWINGE, EIN</small> S<small>IEB, EINE</small> H<small>ANDMÜHLE ODER</small> <small>EINEN</small> O<small>FEN LEIHEN, JEDOCH DARF SIE IHR NICHT KLAUBEN ODER MAHLEN HELFEN</small>.
ז אשת חבר משאלת לאשת עם הארץ נפה וכברה ובוררת וטוחנת ומרקדת עמה אבל משתטיל את המים לא תגע עמה לפי שאין מחזיקין ידי עוברי עבירה וכולן לא אמרו אלא מפני דרכי שלום
7 D<small>IE</small> F<small>RAU EINES</small> G<small>ENOSSEN</small> <small>DARF DER</small> F<small>RAU EINES</small> M<small>ENSCHEN AUS DEM</small> <small>GEMEINEN</small> V<small>OLKE</small> <small>EINE</small> S<small>CHWINGE ODER EIN</small> S<small>IEB LEIHEN, AUCH DARF SIE</small> <small>IHR KLAUBEN, MAHLEN UND SIEBEN HELFEN; HAT SIE ABER BEREITS DAS</small> W<small>ASSER</small> [<small>AUF DAS</small> M<small>EHL</small>] <small>GEGOSSEN, DARF SIE BEI IHR NICHTS MEHR BERÜHREN, WEIL MAN</small> Ü<small>BERTRETER NICHT UNTERSTÜTZEN DARF</small>. D<small>IES ALLES</small> [<small>ERLAUBTEN</small>] <small>SIE, NUR DES</small> F<small>RIEDENS WEGEN</small>.
ח ומחזיקין ידי נכרים בשביעית אבל לא ידי ישראל ושואלין בשלומן מפני דרכי שלום:
8 M<small>AN</small> <small>DARF IM</small> S<small>IEBENTJAHRE</small> N<small>ICHTJUDEN</small> <small>UNTERSTÜTZEN, NICHT ABER EINEN</small> J<small>ISRAÉLITEN; DESGLEICHEN BEGRÜSSE MAN SIE, WEGEN DES</small> F<small>RIEDENS</small>.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> מאי שנא רישא ומ"ש סיפא אמר אביי רוב עמי הארץ מעשרין הן
9 GEMARA. Welchen Unterschied gibt es zwischen dem Anfangsatze und dem Schlußsatze? Abajje erwiderte: Die meisten Leute aus dem gemeinen Volke entrichten den Zehnten.
י רבא אמר הכא בעם הארץ דר"מ וטומאה וטהרה דרבנן דתניא איזהו ע"ה כל שאינו אוכל חוליו בטהרה דברי ר"מ וחכ"א כל שאינו מעשר פירותיו
10 Raba erwiderte: Hier wird von einem Manne aus dem gemeinen Volke nach der Ansicht R. Meírs und von rabbanitischer Unreinheit und Reinheit gesprochen. Es wird nämlich gelehrt: Ein Mann aus dem gemeinen Volke ist derjenige, der seine profanen [Speisen] nicht in Reinheit ißt – so R. Meír; die Weisen sagen, der seine Früchte nicht verzehntet. –
יא והא מדקתני סיפא משתטיל את המים לא תגע עמה מכלל דרישא לאו בטומאה וטהרה עסקינן
11 Wenn er aber im Schlußsatze lehrt, wenn jene das Wasser bereits [auf das Mehl] gegossen hat, dürfe sie bei ihr nichts mehr berühren, so spricht ja der Anfangsatz nicht von Unreinheit und Reinheit!? –
יב רישא וסיפא בטומאה וטהרה ורישא בטומאת חולין וסיפא בטומאת חלה
12 Der Anfangsatz und der Schlußsatz sprechen beide von Unreinheit und Reinheit, nur spricht der Anfangsatz von der Unreinheit von Profanem und der Schlußsatz von der Unreinheit der Teighebe. –
יג ורמינהו
13 Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: