Ketubot 101

Kapitel 101

א סוף סוף כל העומד לגזוז כגזוז דמי דצריכא לדיקלא קאמינא:
1 Aber was zum Pflücken reif ist, gilt ja als gepflückt!? – Ich meine solche, die der Dattelpalme noch benötigen.
ב ההוא יתום ויתומה דאתו לקמיה דרבא אמר להו רבא העלו ליתום בשביל יתומה אמרי ליה רבנן לרבא והא מר הוא דאמר ממקרקעי ולא ממטלטלי בין למזוני בין לכתובה ובין לפרנסה
2 Einst kamen ein Waisenknabe und ein Waisenmädchen vor Raba, und dieser entschied, [den Unterhalt] des Knaben so hoch zu bemessen, daß er auch für das Mädchen reiche. Da sprachen die Jünger zu Raba: Der Meister selber sagte ja: von unbeweglichen Gütern und nicht von beweglichen, ob für die Ernährung, für die Morgengabe oder für die Versorgung!?
ג אמר להו אילו רצה שפחה לשמשו מי לא יהבינן ליה כל שכן הכא דאיכא תרתי:
3 Dieser erwiderte ihnen: Würde man ihm, wenn er eine Magd zur Bedienung verlangen würde, eine solche nicht geben? Um so mehr hierbei, wo beidesvorhanden ist.
ד תנו רבנן אחד נכסים שיש להן אחריות ואחד נכסים שאין להן אחריות מוציאין למזון אשה ולבנות דברי רבי רבי שמעון בן אלעזר אומר נכסים שיש להן אחריות מוציאין לבנות מן הבנים ולבנות מן הבנות ולבנים מן הבנים
4 Die Rabbanan lehrten: Sowohl von Sicherheit gewährenden Güternals auch von keine Sicherheitgewährend en Gütern entnehme man zur Ernährung der Frau und der Töchter – so Rabbi. R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagt, von Sicherheit gewährenden Gütern nehme man für Töchter von Söhnen; für Töchter von Töchtern, von Söhnen für Söhne;
ה ולבנים מן הבנות בנכסים מרובין אבל לא לבנים מן הבנות בנכסים מועטין
5 für Söhne von Töchtern, wenn es viel Güter sind, nicht aber (für Söhne von Töchtern), wenn es wenig Gütersind.
ו נכסים שאין להן אחריות מוציאין לבנים מן הבנים ולבנות מן הבנות ולבנים מן הבנות אבל לא לבנות מן הבנים
6 Von keine Sicherheit gewährenden Gütern nehme man für Söhne von Söhnen, für Töchter von Töchtern, für Söhne von Töchtern, nicht aber für Töchter von Söhnen.
ז אע"ג דקיימא לן הלכה כרבי מחבירו הכא הלכה כרבי שמעון בן אלעזר דאמר רבא הלכתא ממקרקעי ולא ממטלטלי בין לכתובה בין למזוני בין לפרנסה:
7 Und obgleich uns bekannt ist, die Halakha sei wie Rabbi gegen seinen Genossen, dennoch ist hierbei die Halakha wie R. Šimo͑n b. Elea͑zar, denn Raba sagte: Die Halakha ist, nur von unbeweglichen Gütern und nicht von beweglichen Gütern, ob für die Morgengabe, für die Ernährung oder für die Versorgung.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> לא כתב לה כתובה בתולה גובה מאתים ואלמנה מנה מפני שהוא תנאי בית דין כתב לה שדה שוה מנה תחת מאתים זוז ולא כתב לה כל נכסים דאית לי אחראין לכתובתיך חייב שהוא תנאי בית דין
8 V<small>ERSGHRIEB ER IHR KEINE</small> M<small>ORGENGABE, SO ERHÄLT DIE</small> J<small>UNGFRAU ZWEITE HUNDERT</small> [Z<small>UZ</small>] <small>UND DIE</small> W<small>ITWE EINE</small> M<small>INE, DENN DIES IST EINE GERICHTLICHE</small> B<small>ESTIMMUNG.</small> V<small>ERSCHRIEB ER IHR ANSTELLE DER ZWEIHUNDERT</small> Z<small>UZ EIN</small> F<small>ELD IM</small> W<small>ERTE EINER</small> M<small>INE, OHNE GESCHRIEBEN ZU HABEN: ALLE</small>G<small>ÜTER, DIE ICH BESITZE, SEIEN FÜR DEINE</small> M<small>ORGENGABE HAFTBAR, SO IST ER DENNOCH HAFTBAR, DENN DIES IST EINE GERICHTLICHE</small> B<small>ESTIMMUNG</small>
ט לא כתב לה אם תשתבאי אפרקינך ואותבינך לי לאינתו ובכהנת אהדרינך למדינתך חייב שהוא תנאי בית דין
9 . S<small>CHRIEB ER IHR NICHT</small>: W<small>ENN DU GEFANGEN WIRST, KAUFE ICH DICH LOS UND NEHME DICH WIEDER ZUR</small> F<small>RAU, – EINER</small> P<small>RIESTERSFRAU</small>: <small>UND BRINGE DICH IN DEINE</small> H<small>EIMAT ZURÜCK, – SO IST ER DENNOCH DAZU VERPFLICHTET, DENN DIES IST EINE GERICHTLICHE</small> B<small>ESTIMMUNG</small>
י נשבית חייב לפדותה ואם אמר הרי גיטה וכתובתה ותפדה את עצמה אינו רשאי לקתה חייב לרפאותה אמר הרי גיטה וכתובתה תרפא את עצמה רשאי:
10 . W<small>IRD SIE GEFANGEN, SO MUSS ER SIE LOSKAUFEN; SAGT ER: DA IST IHR</small> S<small>CHEIDEBRIEF UND IHRE</small> M<small>ORGENGABE, MAG SIE SICH SELBER LOSKAUFEN, SO IST ER DAZU NICHT BEFUGT.</small> W<small>IRD SIE VERLETZT, SO MUSS ER SIE HEILEN LASSEN, SAGT ER: DA IST IHR</small> S<small>CHEIDEBRIEF UND IHRE</small> M<small>ORGENGABE, MAG SIE SICH SELBER HEILEN LASSEN, SO IST ER DAZU BEFUGT</small>.
יא <big><strong>גמ׳</strong></big> מני רבי מאיר היא דאמר כל הפוחת לבתולה ממאתים ולאלמנה ממנה הרי זו בעילת זנות
11 GEMARA. [Der Autor] ist wohl R. Meír, welcher sagt, wenn jemand einer Jungfrau die zweihundert [Zuz] oder einer Witwe die Mine mindert, sei seine Beiwohnung eine außereheliche,
יב דאי רבי יהודה האמר רצה כותב לבתולה שטר של מאתים והיא כותבת התקבלתי ממך מנה ולאלמנה מנה והיא כותבת התקבלתי ממך חמשים זוז
12 denn wenn man sagen wollte, es sei R. Jehuda, so sagt er ja, wenn man will, schreibe man einer Jungfrau eine Urkunde über zweihundert [Zuz], und sie bestätige ihm, eine Mine erhaltenzu haben, desgleichen einer Witwe über eine Mine, und sie bestätige ihm, fünfzig Zuz erhaltenzu haben.
יג אימא סיפא כתב לה שדה שוה מנה תחת מאתים זוז ולא כתב לה כל נכסים דאית לי אחראין לכתובתיך חייב שהוא תנאי בית דין אתאן לר"י דאמר אחריות טעות סופר הוא
13 Wie ist nun der Schlußsatz zu erklären: verschrieb er ihr anstelle der zweihundert Zuz ein Feld im Werte einer Mine, ohne geschrieben zu haben: alle Güter, die ich besitze, seien für deine Morgengabe haftbar, so ist er dennoch. haftbar, denn dies ist eine gerichtliche Bestimmung. Dies nach R. Jehuda, welcher sagt, [das Fehlen der] Haftbarkeit sei ein Irrtum des Schreibers,
יד דאי רבי מאיר האמר אחריות לאו טעות סופר הוא דתנן מצא שטרי חוב אם
14 denn R. Meír sagt ja, [das Fehlen der] Haftbarkeit sei kein Irrtum des Schreibers. Wir haben nämlich gelernt: Wenn jemand Schuldscheine gefunden hat, so gebe er sie, wenn