Kiddushin 52

Kapitel 52

א ולכתוב עליה פרוסבול ולקנות עמה נכסים שאין להם אחריות ואי אמרת בעינן צבורים כל שהוא למאי חזי
1 man schreibe darüber einen Prosbul, und man kann damit Güter, die keine Sicherheit gewähren, aneignen. Wofür ist sie, wenn man sagen wollte, sie müssen beisammen sein, irgendwie [groß] verwendbar!?
ב תרגומא רב שמואל בר ביסנא קמיה דרב יוסף כגון שנעץ בה מחט א"ל רב יוסף קבסתן איכפל תנא לאשמועי' מחט אמר רב אשי מאן לימא לן דלא תלה בה מרגניתא דשוויא אלפא זוזי
2 R. Šemuél b. Bisna erklärte vor R. Joseph: Wenn er da eine Nadel hineinsteckt. R. Joseph sprach zu ihm: Quälgeist, sollte der Autor es ausgesucht von einer Nadel gelehrt haben!? R. Aši entgegnete: Wer sagt uns, daß er daran nicht eine Perle im Werte von Tausenden von Zuz gehängt hat!? –
ג ת"ש אמר ר' אלעזר מעשה במדוני אחד שהיה בירושלים שהיו לו מטלטלין הרבה וביקש ליתנם במתנה אמרו לו אין לו תקנה עד שיקנם על גבי קרקע מה עשה הלך ולקח בית סלע סמוך לירושלים ואמר צפוני זה לפלוני ועמו מאה צאן ומאה חביות ומת וקיימו את דבריו
3 Komm und höre: R. Elea͑zar sagte: Einst war in Jerušalem ein Madonite, der viele Mobilien besaß und sie verschenken wollte; man sagte ihm aber, es gebe für ihn kein anderes Mittel, als sie vermittelst Grundbesitz zuzueignen. Was tat er? Er ging und kaufte eine Sela͑fläche in der Nähe von Jerušalem und sprach: die Nordseite davon und damit hundert Schafe und hundert Fässer seien jenem zugeeignet. Darauf starb er und man erfüllte seine Worte.
ד ואי אמרת בעינן צבורים בה בית סלע למאי חזי מי סברת בית סלע סלע ממש מאי סלע דנפיש טובא ואמאי קרו ליה סלע דקשי כסלע
4 Wofür ist, wenn man sagen wollte, sie müssen beisammen sein, eine Sela͑fläche verwendbar!? – Du glaubst wohl, Sela͑ sei wörtlich zu verstehen; es war eine große [Fläche], nur nennt er sie deshalb Sela͑, weil sie hart wie ein Felsen [sela͑] war. –
ה ת"ש דאמר רב יהודה א"ר מעשה באדם אחד שחלה בירושלים כרבי אליעזר ואמרי לה בריא היה כרבנן
5 Komm und höre: R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Einst war jemand in Jerušalem, – er war krank, nach R. Elie͑zer, und manche sagen, er war gesund, nach den Rabbanan, –
ו שהיו לו מטלטלין הרבה וביקש ליתנם במתנה אמרו לו אין לו תקנה עד שיקנם ע"ג קרקע מה עשה הלך ולקח בית רובע סמוך לירושלים ואמר טפח על טפח לפלוני ועמו מאה צאן ומאה חביות ומת וקיימו חכמים את דבריו ואי אמרת בעינן צבורים טפח על טפח למאי חזי
6 der viele Mobilien hatte und sie verschenken wollte; man sagte ihm aber, es gebe für ihn kein anderes Mittel, als sie durch Grundbesitz zuzueignen. Was tat er? Er ging und kaufte eine Viertelkabfläche in der Nähe von Jerušalem und sprach: eine Handbreite im Quadrat und damit hundert Schafe und hundert Fässer seien jenem zugeeignet. Darauf starb er und die Weisen erfüllten seine Worte. Wofür ist, wenn man sagen wollte, sie müssen beisammen sein, eine Handbreite im Quadrat verwendbar!? –
ז הכא במאי עסקינן לדמי ה"נ מסתברא דאי ס"ד מאה צאן ומאה חביות ממש ניקנינהו ניהליה בחליפין
7 Hier wird von Bargeld gesprochen. Dies ist auch einleuchtend; wenn man sagen wollte, wirklich hundert Schafe und hundert Fässer, so sollte er sie durch Tausch zugeeignet haben. –
ח ואלא מאי לדמי ניקנינהו ניהליה במשיכה אלא דליתיה למקבל מתנה ה"נ דליתיה למקבל מתנה
8 Sollte er, wenn hier von Bargeld gesprochen wird, es durch das Ansichziehen zugeeignet haben!? Du mußt also erklären, der Empfänger war nicht anwesend, ebenso ist auch [hinsichtlich des Tausches] zu erklären, der Empfänger war nicht anwesend. –
ט וניזכינהו ניהליה אגב אחר לא סמכה דעתיה סבר שמיט ואכיל להו
9 Sollte er es durch einen anderen zugeeignet haben!? – Er traute einem anderen nicht, denn er dachte, dieser könnte es unterschlagen und selber verzehren. –
י ואלא מאי אין לו תקנה ה"ק למאי דלא סמכה דעתיה אין לו תקנה עד שיקנם על גבי קרקע
10 Wieso heißt es, es gebe für ihn kein anderes Mittel!? – Er meint es wie folgt: da er anderen nicht traute, so gab es für ihn kein anderes Mittel, als sie durch Grundbesitz zuzueignen. –
יא תא שמע מעשה ברבן גמליאל וזקנים שהיו באים בספינה אמר להם רבן גמליאל לזקנים עישור שאני עתיד למוד
11 Komm und höre: Einst reisten R. Gamliél und die Ältesten auf einem Schiffe. Da sprach R. Gamliél zu den Ältesten: Der Zehnt, den ich zumessen werde,