Menachot 109

Kapitel 109

א ובמחשבה מה תרומה גדולה בעין יפה אף תרומת מעשר בעין יפה
1 und hieraus folgt: wie die große Hebe mit wohlwollendem Auge, ebenso auch die Zehnthebe mit wohlwollendem Auge.
ב ומינה א"ר אלעזר בר רבי יוסי אבא היה נוטל עשר גרוגרות שבמקצוע על תשעים שבכלכלה אי אמרת בשלמא לכמות שהן אמרינן שפיר אלא אי אמרת כמות שהן בציר להו
2 R. Elea͑zar b. R. Jose erzählte: Mein Vater nahm zehn Dörrfeigen aus dem Dörrapparate für neunzig [Frischfeigen] aus dem Korbe. Erklärlich ist dies nun, wenn du sagst, man richte sich nach dem früheren Zustande, wenn du aber sagst, nach dem gegenwärtigen, ist es ja zu wenig!?
ג כי אתא רב דימי א"ר אלעזר שאני גרוגרות הואיל ויכול לשולקן ולהחזירן לכמות שהן
3 Als R. Dimi kam, erklärte er im Namen R. Elea͑zars, anders verhalte es sich bei Dörrfeigen, da man sie brühen und auf den früheren Umfang bringen kann.
ד תנו רבנן תורמין תאנים על הגרוגרות במקום שרגילין לעשות תאנים גרוגרות ולא גרוגרות על תאנים ואפילו במקום שרגילין לעשות תאנים גרוגרות
4 Die Rabbanan lehrten: In Orten, wo die Feigen gedörrt werden, darf mandie Hebe von Frischfeigen für Dörrfeigen entrichten; nicht aber von Dörrfeigen für Frischfeigen, selbst in Orten, wo die Feigen gedörrt werden.
ה אמר מר תורמין תאנים על הגרוגרות במקום שרגילין לעשות תאנים גרוגרות במקום שרגילין אין במקום שאין רגילין לא
5 Der Meister sagte: In Orten, wo die Feigen gedörrt werden, darf man die Hebe von Frischfeigen für Dörrfeigen entrichten. Nur in Orten, wo dies üblich ist, nicht aber in Orten, wo dies nicht üblich ist;
ו היכי דמי אי דאיכא כהן מקום שאינו רגיל אמאי לא והתנן מקום שיש כהן תורם מן היפה
6 in welchem Falle: ist ein Priester anwesend, weshalb nicht in Orten, wo dies nicht üblich ist, wir haben ja gelernt, wo ein Priester anwesend ist, entrichte man die Hebe vom Besseren;
ז אלא פשיטא דליכא כהן אימא סיפא ולא גרוגרות על התאנים ואפילו במקום שרגיל לעשות תאנים גרוגרות ואי דליכא כהן אמאי לא והתנן מקום שאין כהן תורם מן המתקיים אלא פשיטא דאיכא כהן
7 wahrscheinlich also, wenn kein Priester anwesend ist, wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: nicht aber von Dörrfeigen für Frischfeigen, selbst in Orten, wo die Feigen gedörrt werden. Weshalb darf man dies nicht, wenn kein Priester anwesend ist, wir haben ja gelernt, wo kein Priester anwesend ist, entrichte man die Hebe vom Dauerhafteren; wahrscheinlich also, wenn ein Priester anwesend ist.
ח רישא דליכא כהן סיפא דאיכא כהן אין רישא דליכא כהן סיפא דאיכא כהן
8 Der Anfangsatz, wenn kein Priester anwesend ist, und der Schlußsatz, wenn ein Priester anwesend ist!? – Allerdings, der Anfangssatz, wenn kein Priester anwesend ist, und der Schlußsatz, wenn ein Priester anwesend ist.
ט אמר רב פפא שמע מינה דחקינן ומוקמינן מתניתין בתרי טעמי ולא מוקמינן בתרי תנאי
9 R. Papa sagte: Hieraus ist zu entnehmen, daß wir erforderlichenfalls eine Mišna auf zwei verschiedene Fälle beziehen, nicht aber zwei verschiedenen Autorenaddizieren.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> כל המנחות נילושות בפושרין ומשמרן שלא יחמיצו ואם החמיצו שיריה עובר בלא תעשה שנאמר (ויקרא ב, יא) כל המנחה אשר תקריבו לה' לא תעשה חמץ וחייב על לישתה ועל עריכתה ועל אפייתה
10 <b>A</b><small>LLE</small> S<small>PEISOPFER WERDEN MIT LAUWARMEM</small> W<small>ASSER GEKNETET UND MAN PASSE AUF, DASS SIE NICHT SÄUERN; HAT MAN DAS</small> Z<small>URÜCKBLEIBENDE SÄUERN LASSEN, SO HAT MAN EIN</small> V<small>ERBOT ÜBERTRETEN, DENN ES HEISST</small>: <i>kein Speisopfer, das ihr dem Herrn darbringt, darf gesäuert hergerichtet werden</i>. M<small>AN IST SCHULDIG WEGEN DES</small> K<small>NETENS, DES</small> F<small>ORMENS UND DES</small> B<small>ACKENS</small>.
יא <big><strong>גמ׳</strong></big> מנא הני מילי אמר ריש לקיש דאמר קרא (ויקרא ו, י) לא תאפה חמץ חלקם אפילו חלקם לא תאפה חמץ
11 GEMARA. Woher dies? Reš Laqiš erwiderte: Die Schrift sagt:<i>es darf nicht gesäuert gebacken werden, ihr Anteil</i>, selbst ein Teil darf nicht gesäuert gebacken werden. –
יב והאי להכי הוא דאתא האי מיבעי ליה לכדתניא לא
12 Deutet dies denn hierauf, dies ist ja für folgende Lehre nötig: