Menachot 11

Kapitel 11

א מה לכלאים שמצותו בכך
1 wohl gilt dies vom Mischgewebe, weil das Gebot auf diese Weise zu erfolgenhat.
ב רב שישא בריה דרב אידי אמר משום דאיכא למימר ליהדר דינא ותיתי במה הצד מה למליקה שכן קדושתה אוסרתה חלב ודם יוכיחו
2 R. Šiša, Sohn des R. Idi, erklärte: Man könnte mit einem anderen Schlüsse entgegnen und aus beiden deduzieren. [Entgegnet man:] wohl gilt dies vom Kopfabkneifen, weil [das Tier] bei der Heiligung verboten wird, so ist von Talg und Blut [das Entgegengesetzte] zu beweisen;
ג מה לחלב ודם שכן באים מכלל היתר מליקה תוכיח
3 [erwidert man:] wohl gilt dies von Talg und Blut, weil sie von Erlaubtem herrühren, so ist vom Kopfabkneifen [das Entgegengesetzte] zu beweisen.
ד וחזר הדין לא ראי זה כראי זה ולא ראי זה כראי זה הצד השוה שבהן שאסורין להדיוט ומותרין לגבוה אף אני אביא טרפה אף על פי שאסורה להדיוט תהא מותרת לגבוה מה להצד השוה שבהן שכן מצותה בכך
4 Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie einem Gemeinen verboten und für Gott erlaubt sind, somit ist auch das Totverletzte einzuschließen, wenn es auch für einen Gemeinen verboten ist, so ist es dennoch für Gott erlaubt. – Das Gemeinsame bei ihnen ist ja aber, daß das Gebot auf diese Weise erfolgt!?
ה אלא אמר רב אשי משום דאיכא למימר מעיקרא דדינא פרכא מהיכא קא מייתית לה מבעל מום
5 Vielmehr, erklärte R. Aši, man könnte erwidern: der Schluß geht ja vom Fehlerbehafteten aus,
ו מה לבעל מום שכן עשה בו מקריבין כקריבין
6 [und es ist zu entgegnen:] wohl gilt diesvom Fehlerbehafteten, weil diesbezüglich der Darbringende dem Dargebrachtengleicht.
ז אמר ליה רב אחא סבא לרב אשי יוצא דופן יוכיח שלא עשה בו מקריבין כקריבין ומותר להדיוט ואסור לגבוה
7 R. Aḥa der Greis sprach zu R. Aši: Von der Seitengeburt ist ja [das Entgegengesetzte] zu beweisen: dabei gleicht der Darbringende dem Dargebrachten nicht, dennoch ist es für einen Gemeinen erlaubt, für Gott aber verboten.
ח מה ליוצא דופן שכן אינו קדוש בבכורה
8 [Entgegnet man:] wohl gilt dies von der Seitengeburt, weil sie als Erstgeborenes nicht heilig ist, so ist vom Fehlerbehafteten [das Entgegengesetzte] zu beweisen;
ט בעל מום יוכיח מה לבעל מום שכן עשה בו מקריבין כקריבין יוצא דופן יוכיח
9 [erwidert man:] wohl gilt dies vom Fehlerbehafteten, weil dabei der Opfernde dem Geopferten gleicht, so ist von der Seitengeburt [das Entgegengesetzte] zu beweisen.
י וחזר הדין לא ראי זה כראי זה ולא ראי זה כראי זה הצד השוה שבהן שמותרים להדיוט ואסורים לגבוה וכ"ש טרפה שאסורה להדיוט תהא אסורה לגבוה
10 Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie für einen Gemeinen erlaubt und für Gott verboten sind, somit gilt dies auch vom Totverletzten, wenn es für einen Gemeinen verboten ist, so ist es um so mehr für Gott verboten. –
יא מה להצד השוה שבהן שכן לא הותרו מכללן תאמר בטריפה שהותרה מכללה
11 Das Gemeinsame bei ihnen ist ja aber, daß sie aus der Allgemeinheit heraus nicht erlaubt worden sind, während das Totverletzte aus der Allgemeinheit heraus erlaubt worden ist!?
יב א"ל רב אחא בריה דרבא לרב אשי טרפה שהותרה מכללה מאי היא אילימא מליקה דעולת העוף לגבוה בעל מום נמי בעופות אשתרויי אשתרי תמות וזכרות בבהמה ואין תמות וזכרות בעופות
12 R. Aḥa, der Sohn Rabas, sprach zu R. Aši: In welchem Falle ist das Totverletzte aus der Allgemeinheit heraus erlaubt worden: wollte man sagen, beim Kopfabkneifen eines Geflügelbrandopfersfür Gott, so ist ja beim Geflügel auch das Fehlerbehaftete erlaubt, denn Fehlerlosigkeit und Männlichkeit ist nur beim Vieh, nicht aber beim Geflügel erforderlich;
יג אלא מליקה דחטאת העוף לכהנים כהנים משולחן גבוה קא זכו
13 und wollte man sagen, beim Kopfabkneifen des Geflügel-Sündopfers für die Priester, so erhalten es ja die Priester vom Tische des Höchsten. –
יד ואלא פריך הכי מה להצד השוה שבהן שכן מומן ניכר תאמר בטריפה שכן אין מומה ניכר מש"ה איצטריך קרא
14 Vielmehr entgegne man folgendes: das Gemeinsame bei ihnen ist, daß ihr Fehler kenntlich ist, während beim Totverletzten der Fehler nicht kenntlich ist. Deshalbist der Schriftvers nötig. –
טו וטריפה מהכא נפקא מהתם נפקא (יחזקאל מה, טו) ממשקה ישראל מן המותר לישראל
15 Ist esdenn hinsichtlich des Totverletzten hieraus zu entnehmen, dies ist ja aus folgendem zu entnehmen:<i>von den Getränken Jisraéls</i>, von dem, was Jisraélitenerlaubt ist!?
טז (ויקרא כז, כח) מכל אשר יעבור תחת השבט נפקא פרט לטריפה שאינה עוברת
16 Auch geht es hervor aus:<i>alles, was unter dem Stabe durchgeht</i>, ausgenommen ist das Totverletzte, das nicht durchgeht!? –
יז צריכי דאי ממשקה ישראל ה"א למעוטי היכא דלא היתה לה שעת הכושר דומיא דערלה וכלאי הכרם אבל היתה לה שעת הכושר אימא תתכשר כתב רחמנא כל אשר יעבור
17 Siesind nötig. Wenn nur [der Vers:] <i>von den Getränken Jisraéls</i>, so könnte man glauben, dies schließe nur den Fall aus, wenn es niemals tauglichwar, gleich dem Ungeweihten und der Mischfrucht (des Weinberges), wenn es aber tauglich war, sei es gültig; daher schrieb der Allbarmherzige auch: <i>alles, was durchgeht</i>.
יח ואי כתב רחמנא כל אשר יעבור הוה אמינא למעוטי היכא דנטרפה ולבסוף הקדישה דומיא דמעשר אבל הקדישה ולבסוף נטרפה דבעידנא דאקדשה הוה חזיא אימא תתכשר כתב רחמנא מן הבקר צריכי:
18 Und würde der Allbarmherzige nur geschrieben haben: <i>alles, was durchgeht</i>, so könnte man glauben, dies schließe nur den Fall aus, wenn es vorher totverletzt war und nachher geweiht worden ist, wie beim Zehnten, wenn es aber vorher geweiht und nachher totverletzt worden ist, sei es tauglich, da es zur Zeit der Weihung tauglich war; daher schrieb der Allbarmherzige auch: <i>von den Rindern</i>. Daher sind alle nötig.
יט <big><strong>מתני׳</strong></big> אחד מנחת חוטא ואחד כל המנחות שקמצן זר אונן טבול יום מחוסר בגדים מחוסר כיפורים שלא רחץ ידיו ורגליו ערל טמא יושב עומד על גבי כלים על גבי בהמה ע"ג רגלי חבירו פסול
19 <b>S</b><small>OWOHL EIN</small> S<small>ÜND</small>-S<small>PEISOPFER, ALS AUCH JEDES ANDERE</small> O<small>PFER, HAT EIN</small> G<small>EMEINER, EIN</small> T<small>RAUERNDER, DER AM SELBEN</small> T<small>AGE EIN</small> T<small>AUCHBAD GENOMMEN</small><small>HAT, DER DIE</small> A<small>MTSKLEIDER</small><small>NICHT ANHAT, DEM DIE</small> S<small>ÜHNE</small><small>NOCH FEHLT, DER</small> H<small>ÄNDE UND</small> F<small>ÜSSE NICHT GEWASCHEN</small><small>HAT, EIN</small> U<small>NBESCHNITTENER, EIN</small> U<small>NREINER, EIN</small> S<small>ITZENDER, EIN AUF EINEM</small> G<small>EFÄSSE, EINEXM</small> T<small>IERE ODER DEN</small> F<small>ÜSSEN SEINES</small> N<small>ÄCHSTEN</small>S<small>TEHENDER DAVON DEN</small> H<small>AUFEN ABGEHOBEN, SO IST ES UNTAUGLICH</small>.
כ קמץ בשמאל פסול בן בתירא אומר יחזיר ויחזור ויקמוץ בימין
20 H<small>AT MAN IHN MIT DER LINKEN</small> [H<small>AND</small>] <small>ABGEHOBEN, SO IST ES UNTAUGLICH</small>; B<small>EN</small> B<small>ETHERA SAGT, MAN TUE IHN ZURÜCK HINEIN UND HEBE IHN WIEDERUM MIT DER RECHTEN AB</small>.
כא קמץ ועלה בידו צרור או גרגר מלח או קורט של לבונה פסול מפני שאמרו הקומץ היתר והחסר פסול ואיזהו היתר שקמצו מבורץ וחסר שקמצו בראשי אצבעותיו:
21 W<small>ENN MAN IHN ABGEHOBEN UND IHM EIN</small> S<small>TEINCHEN, EIN</small> S<small>ALZKORN ODER EIN</small> S<small>TÜCK</small> W<small>EIHRAUCH MIT IN DIE</small> H<small>AND GEKOMMEN IST, SO IST ER UNTAUGLICH, DENN SIE SAGTEN, DER ÜBERVOLLE UND DER UNVOLLSTÄNDIGE</small> H<small>AUFE</small><small>SEI UNTAUGLICH</small>. W<small>AS HEISST ÜBERVOLL</small>? W<small>ENN MAN IHN GESTROTZT</small><small>ABHEBT</small>. U<small>NVOLLSTÄNDIG</small>? W<small>ENN MAN IHN MIT DEN</small> F<small>INGERSPITZEN ABHEBT</small>.
כב <big><strong>גמ׳</strong></big> למה לי למתנא אחד מנחת חוטא ואחד כל המנחות ליתני כל המנחות שקמצן זר ואונן
22 GEMARA. Wozu heißt es: sowohl ein Sünd-Speisopfer oder auch jedes andere Speisopfer, sollte er doch lehren: alle Speisopfer, von denen ein Gemeiner oder ein Fremder den Haufen abgehoben hat!? –
כג לר"ש איצטריך דתניא א"ר שמעון בדין הוא שתהא מנחת חוטא טעונה שמן ולבונה שלא יהא חוטא נשכר ומפני מה אינה טעונה שלא יהא קרבנו מהודר ובדין הוא שתהא חטאת חלב טעונה נסכים
23 Dies ist nach R. Šimo͑n nötig, denn es wird gelehrt: R. Šimo͑n sagte: Eigentlich sollte das Sünd-Speisopfer des Öls und des Weihrauchs benötigen, damit der Sünder keinen Gewinnerziele, nur benötigt es dieser deshalb nicht, damit sein Opfer nicht üppig sei. Eigentlich sollte das Sündopfer wegen Talg-[genusses]des Gußopfers benötigen, damit der Sünder keinen Gewinnerziele,