Menachot 133

Kapitel 133

א גלגול הקדש פוטר דתנן הקדישה עיסתה עד שלא גלגלה ופדאתה חייבת משגלגלה ופדאתה חייבת הקדישה עד שלא גלגלה וגלגלה הגזבר ואחר כך פדאתה פטורה שבשעת חובתה היתה פטורה
1 Das Rollenin Heiligkeit befreit, denn wir haben gelernt: Hat sie den Teig vor dem Rollen geweiht undausgelöst, so ist er pflichtig; hat sie ihn nach dem Rollen geweiht und ausgelöst, so ist erpflichtig; wenn sie ihn aber vor dem Rollen geweiht, der Schatzmeister ihn gerollt und sie ihn nachher ausgelöst hat, so ist er frei, denn zur Pflichtzeitwar er befreit.
ב בעי רבא גלגול עובד כוכבים מאי מיתנא תנן גר שנתגייר והיתה לו עיסה נעשה עד שלא נתגייר פטור משנתגייר חייב ספק חייב
2 Rabba fragte: Wie verhält es sich mit dem Rollen eines Nichtjuden? Wir haben gelernt, wenn ein Proselyt, der sich bekehrt hat, Teig hat, sei dieser, wenn er vor der Bekehrung geknetet worden ist, frei, wenn nach der Bekehrung, pflichtig, und wenn dies zweifelhaft ist, ebenfalls pflichtig.
ג הא מאן קתני לה דברי הכל היא ואפילו רבי מאיר ורבי יהודה דקמחייבי התם פטרי הכא
3 Wer lehrte dies: gilt dies nach aller Ansicht, denn auch nach R. Meír und R. Jehuda, nach welchen das Getreidein jenem Falle pflichtig ist, ist [der Teig] in diesem Falle frei,
ד התם הוא דכתיב דגנך יתירא
4 denn wenn es hinsichtlich jenes Falles überflüssigerweise zweimal<i>deines Korns</i> heißt,
ה הוי מיעוט אחר מיעוט ואין מיעוט אחר מיעוט אלא לרבות אפילו עובדי כוכבים
5 so ist dies eine Ausschließung nach einer Ausschließung, und eine Ausschließung nach einer Ausschließung ist einschließend, auch [das Getreide] eines Nichtjuden,
ו אבל הכא תרי זימני עריסותיכם כתיב חד עריסותיכם כדי עיסתכם וחד עריסותיכם ולא עיסת עובדי כוכבים ולא עיסת הקדש
6 wenn es aber hierbei zweimal<i>eures Teiges</i> heißt, so deutet das eine, daß der Teig das erforderliche Quantum haben müsse, und das andere, daß es nur von eurem Teig und nicht vom Teige des Geheiligten und eines Nichtjuden gelte;
ז או דלמא רבי יוסי ורבי שמעון קתני לה דקא פטרי אבל רבי מאיר ורבי יהודה גמרי ראשית ראשית מהתם
7 oder aber lehrten es R. Jose und R. Šimo͑n, nach denen auch [das Getreide] befreit ist, während R. Meír und R. Jehuda diesen Fall mit jenem durch [das Wort] <i>erste</i>vergleichen?
ח אמר רבא יהא רעוא דאחזיה בחילמא הדר אמר רבא מאן דאמר מירוח העובד כוכבים פוטר גלגול העובד כוכבים פוטר מאן דאמר מירוח העובד כוכבים אינו פוטר גלגול העובד כוכבים אינו פוטר
8 Raba sprach: Möge es der Wille [Gottes] sein, daß es mir im Traum erscheine. Später sagte Raba: Nach demjenigen, nach dem das Worfeln eines Nichtjuden befreit, befreit auch das Rollen eines Nichtjuden, und nach demjenigen, nach dem das Worfeln eines Nichtjuden nicht befreit, befreit auch das Rollen eines Nichtjuden nicht.
ט איתיביה רב פפא לרבא עובד כוכבים שהפריש פטר חמור וחלה מודיעים אותו שהוא פטור וחלתו נאכלת לזרים ופטר חמור גוזז ועובד בו
9 R. Papa wandte gegen Raba ein: Wenn ein Nichtjude das Erstgeborene seines Eselsoder die Teighebeabsondert, so kläre man ihn auf, daß er davon frei ist; seine Teighebe darf von Gemeinen gegessen werden und das Erstgeborene seines Esels darf zur Schur und zur Arbeit verwandt werden.
י הא תרומתו אסורה והא האי תנא דאמר מירוח העובד כוכבים אינו פוטר וגלגול עובד כוכבים פוטר
10 Demnach ist die von ihm entrichtete Hebe verboten. Dieser Autor ist somitder Ansicht, das Worfeln eines Nichtjuden befreie nicht und das Rollen eines Nichtjuden befreie wohl!?
יא ועוד איתיביה רבינא לרבא חלת עובד כוכבים בארץ ותרומתו בחוצה לארץ מודיעין אותו שהוא פטור חלתו נאכלת לזרים ותרומתו אינה מדמעת הא תרומתו בארץ אסורה ומדמעת
11 Ferner wandte Rabina gegen Raba ein: Über die Teighebe eines Nichtjuden im Inlande und seine Hebe außerhalb des Landes kläre man ihm auf, daß er davon frei ist; seine Teighebe darf von Gemeinen gegessen werden und seine Hebe bewirkt keine Bemischung. Demnach ist seine Hebe im Inlandeverboten und erwirkt Bemischung.
יב והא האי תנא דאמר מירוח העובד כוכבים אינו פוטר גלגול העובד כוכבים פוטר
12 Dieser Autor ist somit der Ansicht, das Worfeln eines Nichtjuden befreie nicht und das Rollen eines Nichtjuden befreie wohl!? –
יג מדרבנן גזירה משום בעלי כיסים
13 Nur rabbanitisch, eine Bestimmung mit Rücksicht auf die Geldleute. –