Menachot 186

Kapitel 186

א דנין יחיד מיחיד ואין דנין יחיד מציבור
1 Man folgere hinsichtlich eines einzelnen von einem einzelnen, nicht aber hinsichtlich eines einzelnen von einer Gemeinde. –
ב ולמאן דיליף מזקני עדה מאי טעמא לא יליף מעולת ראייה דנין מידי דכתיב ביה סמיכה בגופיה ממידי דכתיב ביה סמיכה בגופיה לאפוקי עולת ראייה דהיא גופה מעולת נדבה גמרה
2 Weshalb folgert es derjenige, der es vom [Opfer] der Ältesten der Gemeinde entnimmt, nicht vom Brandopfer des Erscheinens? – Man folgere hinsichtlich einer Sache, bei der das Stützen geschrieben steht, von einer Sache, bei der das Stützen geschrieben steht, während hinsichtlich des Brandopfers des Erscheinens dies vom freiwilligen Brandopfer gefolgert wird.
ג דתני תנא קמיה דרב יצחק בר אבא (ויקרא ט, טז) ויקרב את העולה ויעשה כמשפט כמשפט עולת נדבה לימד על עולת חובה שטעונה סמיכה:
3 Ein Jünger rezitierte nämlich vor R. Jiçḥaq b. Abba:<i>Er brachte das Brandopfer dar und richtete es nach Vorschrift her</i>, nach Vorschrift des freiwilligen Brandopfers; dies lehrt, daß das pflichtige Brandopferdes Stützens benötige.
ד והעבד והשליח והאשה: תנו רבנן (ויקרא א, ד) ידו ולא יד עבדו ידו ולא יד שלוחו ידו ולא יד אשתו
4 E<small>IN</small> S<small>KLAVE</small>, <small>EIN</small> V<small>ERTRETER UND EINE</small> F<small>RAU</small>. Die Rabbanan lehrten: <i>Seine Hand</i>, nicht aber die Hand seines Sklaven;<i>seine Hand</i>, nicht aber die Hand seines Vertreters;<i>seine Hand</i>, nicht aber die Hand seiner Frau.
ה כל הני למה לי צריכא אי כתב רחמנא חד הוה אמינא למעוטי עבד דלאו בר מצות אבל שליח דבר מצוה הוא ושלוחו של אדם כמותו אימא לסמוך
5 Wozu ist dies allesnötig? – Dies ist nötig. Würde der Allbarmherzige es nur einmal geschrieben haben, so könnte man glauben, dies schließe nur einen Sklaven aus, der den Geboten nicht unterworfen ist, ein Vertreter aber, der den Geboten unterworfen ist, dürfe, da ein Vertreter seinem Auftraggeber gleicht, wohl stützen.
ו ואי אשמעינן הני תרתי דלאו כגופיה דמיא אבל אשתו דכגופיה דמיא אימא תיסמך צריכא:
6 Und würde er es nur von diesen beiden gelehrt haben, so könnte man glauben, weil sie nicht seinemKörper gleichen, seine Frau aber, die seinem Körper gleicht, dürfe wohl stützen. Daher sind alle nötig.
ז סמיכה שירי מצוה: ת"ר (ויקרא א, ד) וסמך (ויקרא א, ד) ונרצה וכי סמיכה מכפרת והלא אין כפרה אלא בדם שנאמר (ויקרא יז, יא) כי הדם הוא בנפש יכפר אלא לומר לך שאם עשאה לסמיכה שירי מצוה מעלה עליו הכתוב כאילו לא כיפר וכיפר
7 D<small>AS</small> S<small>TÜTZEN IST NUR EIN</small> Ü<small>BERBLEIBSEL DES</small> G<small>EBOTES</small>. Die Rabbanan lehrten:<i>Er soll stützen, und es wird ihn wohlgefällig machen</i>; sühnt denn das Stützen, die Sühne erfolgt ja durch das Blut, wie es heißt: <i>denn das Blut sühnt mit dem Leben</i>!? Dies besagt vielmehr, daß, wenn man das Stützen nur als Überbleibsel des Gebotes behandelt hat, die Schrift es ihm anrechnet, als hätte er nicht Sühne erlangt und ja Sühne erlangt.
ח ותניא גבי תנופה כי האי גוונא (ויקרא יד, כא) לתנופה לכפר וכי תנופה מכפרת והלא אין כפרה אלא בדם שנאמר כי הדם הוא בנפש יכפר אלא לומר לך שאם עשאה לתנופה שירי מצוה מעלה עליו הכתוב כאילו לא כיפר וכיפר:
8 Desgleichen wird auch vom Schwingen gelehrt:<i>Zur Schwingung, zu sühnen</i>; sühnt denn das Schwingen, die Sühne erfolgt ja nur durch das Blut, wie es heißt: <i>denn das Blut sühnt mit dem Leben</i>!? Dies besagt vielmehr, daß, wenn man das Schwingen als Überbleibsel des Gebotes behandelt hat, die Schrift es ihm anrechnet, als hätte er nicht Sühne erlangt und ja Sühne erlangt.
ט על הראש: תנו רבנן ידו על הראש ולא ידו על הצואר ידו על הראש ולא ידו על הגביים ידו על הראש ולא ידו על החזה
9 A<small>UF DEN</small> K<small>OPF</small>. Die Rabbanan lehrten:<i>Seine Hand auf den Kopf</i>, nicht aber seine Hand auf den Hals; <i>seine Hand auf den Kopf</i>, nicht aber seine Hand auf den Rücken; <i>seine Hand auf den Kopf</i>, nicht aber seine Hand auf die Brust.
י כל הני למה לי צריכי דאי כתב רחמנא חד למעוטי צואר דלא קאי בהדי ראשו אבל גבו דקאי להדי ראשו אימא לא צריכא
10 Wozu ist dies allesnötig? – Dies ist nötig; würde der Allbarmherzige es nur einmal geschrieben haben, so könnte man glauben, dies schließe nur den Hals aus, der sich nicht in gleicher Höhe mit dem Kopfe befindet, nicht aber gilt dies vom Rücken, der sich in gleicher Höhe mit dem Kopfe befindet; daher ist es nötig.
יא ואי אשמעינן הני תרי משום דלא איתרבי לתנופה אבל חזה דאיתרבי לתנופה אימא לא צריכא
11 Und würde er es nur von diesen beiden gelehrt haben, so könnte man glauben, weil sie auch beim Schwingen nicht einbegriffen sind, nicht aber gilt dies von der Brust, die beim Schwingen einbegriffen ist. Daher sind alle nötig.
יב איבעיא להו ידו על הצדדין מהו תא שמע דתניא אבא ביראה ברבי אליעזר בן יעקב אומר ידו על ראשו ולא ידו על הצדדין
12 Sie fragten: Wie ist es, wenn man die Hand auf die Seitelegt? – Komm und höre, es wird gelehrt: Abba Biraá lehrte im Namen der Schuledes R. Elie͑zer b. Ja͑qob: <i>Seine Hand auf den Kopf</i>, nicht aber seine Hand auf die Seite.
יג בעי רבי ירמיה מטלית מהו שתחוץ תא שמע ובלבד שלא תהא דבר חוצץ בינו לבין הזבח:
13 R. Jirmeja fragte: Gilt ein Lappenals Trennung? – Komm und höre: Nur darf nichts zwischen ihm und dem Schlachtopfer trennen.
יד ובשתי ידים: מנא הני מילי אמר ריש לקיש דאמר קרא (ויקרא טז, כא) וסמך אהרן את שתי ידו כתיב ידו וכתיב שתי זה בנה אב כל מקום שנאמר ידו הרי כאן שתים עד שיפרט לך הכתוב אחת
14 M<small>IT BEIDEN</small> H<small>ÄNDEN</small>. Woher dies? Reš Laqiš erwiderte: Die Schrift sagt:<i>Ahron stütze seine beiden Hände</i>, es heißt <i>Hand</i>und es heißt <i>beiden</i>? Dies ist eine Hauptnorm, daß überall, wo es <i>Hand</i> heißt, beide [Hände] zu verstehen seien, es sei denn, daß die Schrift ausdrücklich ‘eine’ sagt.
טו אזל רבי אלעזר אמרה להא שמעתא בבי מדרשא ולא אמרה משמיה דריש לקיש שמע ריש לקיש ואיקפד אמר ליה אי סלקא דעתך כל היכא דכתיב ידו תרתי נינהו למה לי למכתב ידיו ידיו
15 R. Elea͑zar ging und sagte dies im Lehrhause, sagte es aber nicht im Namen des Reš Laqiš, und als Reš Laqiš davon hörte, nahm er es übel. Er sprach dann zu ihm: Wozu heißt es, wenn man sagen wollte, überall, wo es <i>Hand</i> heißt, seien beide zu verstehen, <i>Hände</i>!?
טז אקשי ליה עשרים וארבע ידיו (ויקרא ז, ל) ידיו תביאנה (דברים לג, ז) ידיו רב לו (בראשית מח, יד) שכל את ידיו אישתיק
16 Diesen Einwand erhob er gegen ihn aus vierundzwanzig [Stellen, wo es] <i>Hände</i> heißt: <i>seine Hände sollen bringen;</i><i>seine Hände streiten für ihn;</i><i>er kreuzte seine Hände</i>. Da schwieg dieser.
יז לבתר דנח דעתיה אמר ליה מאי טעמא לא תימא לי ידיו דסמיכה קאמרי
17 Nachdem er sich beruhigt hatte, sprach er zu ihm: Weshalb erwiderst du mir nicht, ich spreche von <i>Hand</i>, das beim Stützen gebraucht wird. –
יח בסמיכה נמי כתיב (במדבר כז, כג) ויסמוך את ידיו עליו ויצוהו סמיכה דבהמה קאמרי:
18 Auch beim Stützen heißt es ja:<i>da stützte er seine Hände auf ihn und befahl ihm</i>!? – Ich spreche vom Stützen bei einem Vieh.
יט ובמקום שסומכין שוחטין תכף לסמיכה שחיטה: מאי קאמר הכי קאמר במקום שסומכין שוחטין שתכף לסמיכה שחיטה:
19 W<small>O DAS</small> S<small>TÜTZEN ERFOLGT</small>, <small>DA SCHLACHTE MAN AUCH</small>; <small>SOFORT NACH DEM</small> S<small>TÜTZEN FOLGE DAS</small> S<small>CHLACHTEN</small>. Wie meint eres? – Er meint es wie folgt: wo das Stützen erfolgt, da schlachte man auch, denn sofort nach dem Stützen muß das Schlachten folgen.
כ <big><strong>מתני׳</strong></big> חומר בסמיכה מבתנופה ובתנופה מבסמיכה שאחד מניף לכל החברים ואין אחד סומך לכל החברים חומר בתנופה שהתנופה נוהגת בקרבנות היחיד ובקרבנות הצבור
20 <b>S</b><small>TRENGER IST ES BEIM</small> S<small>TÜTZEN ALS BEIM</small> S<small>CHWINGEN</small>, <small>UND BEIM</small> S<small>CHWINGEN ALS BEIM</small> S<small>TÜTZEN</small>. E<small>INER SCHWINGT FÜR ALLE</small> T<small>EILNEHMER</small>, <small>NICHT ABER KANN EINER FÜR ALLE</small> T<small>EILNEHMER STÜTZEN</small>. S<small>TRENGER IST ES BEIM</small> S<small>CHWINGEN</small>, <small>DENN DAS</small> S<small>CHWINGEN ERFOLGT BEI</small> P<small>RIVATOPFERN UND</small> <small>BEI</small> G<small>EMEINDEOPFERN</small>,