Menachot 50

Kapitel 50

א לא הורצה
1 ob gezwungen oder willig, nicht wohlgefällig. –
ב ורמינהי על מה הציץ מרצה על הדם ועל הבשר ועל החלב שנטמא בין בשוגג בין במזיד בין באונס בין ברצון בין ביחיד בין בציבור
2 Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Was sühnt das Stirnblatt? Wenn das Blut, das Fleisch oder das Fett unrein geworden ist, ob versehentlich oder vorsätzlich, ob gezwungen oder freiwillig, ob bei einem einzelnen oder bei einer Gemeinde!?
ג אמר רב יוסף לא קשיא הא ר' יוסי הא רבנן דתניא אין תורמין מן הטמא על הטהור ואם תרם בשוגג תרומתו תרומה במזיד אין תרומתו תרומה ר' יוסי אומר בין בשוגג בין במזיד תרומתו תרומה
3 R. Joseph erwiderte: Dies ist kein Einwand; eines nach R. Jose und eines nach den Rabbanan. Es wird nämlich gelehrt: Man darf die Hebe nicht von Unreinem für das Reine absondern; hat man sie abgesondert, so ist es, wenn versehentlich, gültig, wenn aber vorsätzlich, ungültig. R. Jose sagt, es sei gültig, einerlei ob versehentlich oder vorsätzlich. –
ד אימר דשמעת ליה לר' יוסי דלא קניס דמרצה ציץ על אכילות מי שמעת ליה והתניא ר' אליעזר אומר הציץ מרצה על אכילות רבי יוסי אומר אין הציץ מרצה על אכילות
4 Allerdings lehrt R. Jose, daß nicht zu maßregelnsei, lehrt er etwa auch, daß das Stirnblatt das Essensühne!? Es wird auch gelehrt: R. Elie͑zer sagt, das Stirnblatt sühne das Essen, R. Jose sagt, das Stirnblatt sühne das Essen nicht. –
ה איפוך רבי אליעזר אומר אין הציץ מרצה על אכילות רבי יוסי אומר הציץ מרצה על אכילות
5 Wende es um: R. Elie͑zer sagt, das Stirnblatt sühne das Essen nicht, R. Jose sagt, das Stirnblatt sühne das Essen.
ו מתקיף לה רב ששת ומי מצית אפכת לה והתניא יכול בשר שנטמא לפני זריקת דמים יהו חייבין עליהן משום טומאה
6 R. Šešeth wandte ein: Wieso kannst du es umwenden, es wird ja gelehrt: Man könnte glauben, man sei wegen des vor dem Blutsprengen unrein gewordenen Fleisches wegen Unreinheitschuldig,
ז ת"ל (ויקרא ז, יט) כל טהור יאכל בשר והנפש אשר תאכל בשר מזבח השלמים אשר ליי' וטומאתו עליו ונכרתה הניתר לטהורין חייבין עליו משום טומאה
7 so heißt es: <i>jeder Reine darf das Fleisch essen; die Person aber, die Fleisch vom Heilsopfer des Herrn ißt, während Unreinheit ihr anhaftet, wird ausgerottet werden</i>; wegen dessen, das Reinen erlaubt ist, ist man wegen Unreinheit schuldig, wegen dessen aber, das Reinen nicht erlaubtist, ist man wegen Unreinheit nicht schuldig.
ח ושאינו ניתר לטהורין אין חייבין עליו משום טומאה
8 Vielleicht ist dem nicht so, sondern ist man wegen dessen, das von Reinen gegessen werden darf, wegen Unreinheit schuldig,
ט או אינו אלא נאכל לטהורין חייבין עליו משום טומאה ושאינו נאכל לטהורין אין חייבין עליו משום טומאה אוציא אני את הלן ואת היוצא שאינן נאכלין לטהורים
9 und wegen dessen, das von Reinen nicht gegessen werdendarf, wegen Unreinheit nicht schuldig, wonach das Übernachteteund das Hinausgebrachte auszuschließenist, da sie von Reinen nicht gegessen werden dürfen?
י ת"ל אשר ליי' ריבה
10 Es heißt: <i>des Herrn</i>, einschließend.
יא יכול שאני מרבה את הפיגולין ואת הנותרות
11 Man könnte glauben,
יב נותרות היינו לן אלא אף הפיגולין כנותרות ת"ל מזבח השלמים מיעט
12 auch Verwerfliches und das Übriggebliebene seien einzuschließen. – Übriggebliebenes ist ja Übernachtetes!? – Vielmehr: daß Verwerfliches dem Übriggebliebenen gleiche, so heißt es: <i>vom Heilsopfer</i>, ausschließend.
יג ומה ראית לרבות את אלו ולהוציא את אלו אחר שריבה הכתוב ומיעט אמרת מרבה אני את אלו שהיתה להן שעת הכושר ומוציא אני את אלו שלא היתה להן שעת הכושר
13 Was veranlaßt dich, jene einzuschließen und dieses auszuschließen? Nachdem die Schrift eingeschlossen und ausgeschlossen hat, schließe ich das ein, was vorher tauglich war, und schließe das aus, was niemals tauglich war.
יד וא"ת בשר שנטמא לפני זריקת דמים ואכלו לאחר זריקת דמים מפני מה חייבין עליו משום טומאה מפני שהציץ מרצה
14 Wenn du aber einwendest, wieso man demnach wegen vor dem Blutsprengen unrein gewordenen Fleisches, das man nach dem Blutsprengen gegessen hat, wegen Unreinheit schuldigist, [so ist zu erwidern:] weil das Stirnblatt es wohlgefälligmacht.
טו נטמא אין יוצא לא
15 Also nur unreines, nicht aber hinausgebrachtes.
טז מאן שמעת ליה דאמר אין זריקה מועלת ליוצא רבי אליעזר וקתני דמרצה ציץ על אכילות
16 Der Autor, welcher lehrt, beim Hinausgebrachten sei das Sprengen wirkungslos, ist ja R. Elie͑zer, und er lehrt, das Stirnblatt sühnedas Essen!?
יז אלא אמר רב חסדא לא קשיא הא רבי אליעזר הא רבנן
17 Vielmehr, erklärte R. Ḥisda, dies ist kein Einwand; eines nach R. Elie͑zer und eines nach den Rabbanan. –
יח אימר דשמעת ליה לר' אליעזר דמרצה ציץ על אכילות דלא קניס מי שמעת ליה אין כי היכי דשמעת ליה לר' יוסי שמעת ליה לרבי אליעזר דתניא רבי אליעזר אומר בין בשוגג בין במזיד תרומתו תרומה
18 Allerdings lehrt R. Elie͑zer, das Stirnblatt sühne das Essen, lehrt er etwa auch, daß nicht zu maßregelnsei? – Freilich, wie R. Jose dieslehrt, ebenso lehrt es auch R. Elie͑zer. Es wird nämlich gelehrt: R. Elie͑zer sagt, die Absonderung der Hebe ist gültig, einerlei ob versehentlich oder vorsätzlich. –
יט אימר דשמעת ליה לרבי אליעזר בתרומה דקילא בקדשים דחמירי מי שמעת ליה א"כ הא אמאן תרמייה
19 Allerdings lehrt es R. Elie͑zer von der leichteren Hebe, lehrt er es etwa auch von den strengeren Opfern!? – Wem sonst willst du esaddizieren!?
כ רבינא אמר טומאתו בין בשוגג בין במזיד הורצה זריקתו בשוגג הורצה במזיד לא הורצה
20 Rabina erklärte: Die Unreinheit kann sowohl versehentlich als auch vorsätzlich erfolgt sein, dennoch ist [das Opfer] wohlgefällig, die Sprengung aber muß versehentlich erfolgt sein, wenn aber vorsätzlich, ist es nichtwohlgefällig.
כא ורב שילא אמר זריקתו בין בשוגג בין במזיד הורצה טומאתו בשוגג הורצה במזיד לא הורצה
21 R. Šila erklärte: Die Sprengung kann sowohl versehentlich als auch vorsätzlich erfolgt sein, dennoch ist [das Opfer] wohlgefällig, die Unreinheit aber muß versehentlich erfolgt sein, wenn aber vorsätzlich, ist es nicht wohlgefällig. –
כב ולרב שילא [הא] דקתני שנטמא בין בשוגג בין במזיד ה"ק נטמא בשוגג וזרקו בין בשוגג בין במזיד
22 Wieso heißt es nach R. Šila: unrein geworden ist, ob versehentlich oder vorsätzlich!? – Er meint es wie folgt: wenn es versehentlich unrein geworden ist, und ob versehentlich oder vorsätzlich gesprengt worden ist. –