Menachot 51

Kapitel 51

א ת"ש דם שנטמא וזרקו בשוגג הורצה במזיד לא הורצה הכי קאמר דם שנטמא וזרקו בין בשוגג בין במזיד נטמא בשוגג הורצה במזיד לא הורצה:
1 Komm und höre: Hat man unrein gewordenes Blut gesprengt, so ist es, wenn versehentlich, wohlgefällig, und wenn vorsätzlich, nichtwohlgefällig!? – Er meint es wie folgt: wenn man unrein gewordenes Blut gesprengt hat, ob versehentlich oder vorsätzlich, so ist es, wenn versehentlich unrein geworden, wohlgefällig, und wenn vorsätzlich, nicht wohlgefällig.
ב <big><strong>מתני׳</strong></big> נטמאו שיריה נשרפו שיריה אבדו שיריה כמדת ר' אליעזר כשירה וכמדת רבי יהושע פסולה:
2 <b>I</b><small>ST DAS</small> Z<small>URÜCKBLEIBENDE UNREIN GEWORDEN, VERBRANNT WORDEN ODER ABHANDEN GEKOMMEN, SO IST ES NACH DER</small> A<small>NSICHT</small> R. E<small>LIE͑ZERS</small><small>TAUGLICH UND NACH DER</small> A<small>NSICHT</small> R. J<small>EHOS͑UA͑S</small><small>UNTAUGLICH</small>.
ג <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב והוא שנטמאו כל שיריה אבל מקצת שיריה לא
3 GEMARA. Rabh sagte: Diesnur, wenn das Zurückbleibende vollständig unrein geworden ist, nicht aber, wenn nur ein Teil.
ד קא סלקא דעתך נטמא אין אבוד ושרוף לא מאי קסבר אי קסבר שיורא מילתא היא אפילו אבוד ושרוף נמי אי קסבר שיורא לאו מילתא היא ונטמא מאי טעמא דמרצה ציץ אי הכי כל שיריה נמי
4 Erglaubte, dies gelte nur vom Unreinwerden, nicht aber vom Abhandenkommen und Verbranntwerden. Welcher Ansicht ist er: ist er der Ansicht, das Zurückbleibende sei wesentlich, so sollte dies auch vom Abhandenkommen und Verbranntwerden gelten, und ist er der Ansicht, das Zurückbleibende sei unwesentlich, nur gelte esvom Unreinwerden deshalb, weil das Stirnblatt es wohlgefällig macht, so sollte diesauch vom vollständigen Zurückbleibenden gelten!? –
ה לעולם קסבר שיורא מילתא היא ונטמא והוא הדין לאבוד ושרוף והאי דקאמר נטמא רישייהו נקט
5 Tatsächlich ist er der Ansicht, das Zurückbleibende sei wesentlich, und dies gilt sowohl vom Unreinwerden als auch vom Abhandenkommen und Verbranntwerden, nur lehrt er es deshalb vom Unreinwerden, weil es das ersteist.
ו כדתני' רבי יהושע אומר כל הזבחים שבתורה שנשתייר מהן כזית בשר או כזית חלב זורק את הדם
6 Es wird auch gelehrt: R. Jehošua͑ sagte: Wenn von einem aller in der Tora genannten Schlachtopfer eine Olive Fleisch oder eine Olive Fett zurückgeblieben ist, so sprenge man das Blut,
ז כחצי זית בשר וכחצי זית חלב אינו זורק את הדם ובעולה אפי' כחצי זית בשר וכחצי זית חלב זורק את הדם מפני שכולה כליל ובמנחה אפי' כולה קיימת לא יזרוק
7 wenn aber eine halbe Olive Fleisch und eine halbe Olive Fett, so darf man das Blut nicht sprengen; bei einem Brandopfer aber sprenge man das Blut auch wegen einer halben Olive Fleisch und einer halben Olive Fett, weil das Brandopfer vollständig verbranntwird. Wegen des Speisopfersaber sprenge man es nicht, auch wenn es vollständig vorhanden ist. –
ח מנחה מאי עבידתה אמר רב פפא מנחת נסכים ס"ד הואיל ובהדי זבח קא אתיא כגופיה דזיבחא דמיא קמ"ל
8 Wer spricht hier vom Speisopfer!? R. Papa erwiderte: Das Speisopfer des Gußopfers; man könnte glauben, es gleiche, da es mit dem Schlachtopfer dargebracht wird, dem Schlachtopfer selbst, so lehrt er uns. –
ט מנהני מילי אמר רבי יוחנן משום רבי ישמעאל ומטו בה משום רבי יהושע בן חנניא אמר קרא (ויקרא יז, ו) והקטיר החלב לריח ניחוח לה' חלב ואע"פ שאין בשר
9 Woher dies? R. Joḥanan erwiderte im Namen R. Jišma͑éls, manche meinen, im Namen des R. Jehošua͑ b. Ḥananja: Die Schrift sagt:<i>er soll das Fett zum wohlgefälligen Gerüche für den Herrn aufräuchern</i>, das Fett, auch wenn das Fleisch nicht vorhandenist. –
י ואשכחן חלב יותרת ושתי כליות מנלן דקתני ובמנחה אפילו כולה קיימת לא יזרוק מנחה הוא דלא יזרוק הא יותרת ושתי כליות יזרוק
10 Wir wissen dies vom Fette, woher dies vom Lebernetzund den beiden Nieren? Er lehrt, daß man es wegen des Speisopfers, selbst wenn es vollständig vorhanden ist, nicht sprenge, wonach man es nur wegen des Speisopfers nicht sprenge, wohl aber wegen des Lebernetzes und der beiden Nieren.
יא מנלן רבי יוחנן דידיה אמר לריח ניחוח כל שאתה מעלה לריח ניחוח
11 Woher dies? R. Joḥanan erklärte in seinem eigenen Namen: <i>Zum wohlgefälligen Gerüche</i>, wegen all dessen, was du zum wohlgefälligen Gerüche darbringst. –
יב ואיצטריך למכתב חלב ואיצטריך למיכתב לריח ניחוח דאי כתב חלב הוה אמינא חלב אין יותרת ושתי כליות לא כתב רחמנא ריח ניחוח ואי כתב רחמנא לריח ניחוח הוה אמינא אפילו מנחה כתב רחמנא חלב:
12 Und [die Worte] <i>Fett</i> und <i>zum wohlgefälligen Gerüche</i> sind beide nötig. Würde [der Allbarmherzige] nur <i>Fett</i> geschrieben haben, so könnte man glauben, dies gelte nicht vom Lebernetz und den beiden Nieren, daher schrieb er auch <i>zum wohlgefälligen Geruche</i>. Und würde der Allbarmherzige nur <i>zum wohlgefälligen Geruche</i> geschrieben haben, so könnte man glauben, dies gelte auch vom Speisopfer, daher schrieb er auch <i>Fett</i>.
יג <big><strong>מתני׳</strong></big> שלא בכלי שרת פסול ורבי שמעון מכשיר הקטיר קומצה פעמים כשרה:
13 <b>W</b><small>ENN OHNE</small> D<small>IENSTGEFÄSS</small>, <small>SO IST ES UNGÜLTIG; NACH</small> R. Š<small>IMO͑N ABER GÜLTIG</small>. H<small>AT MAN DEN</small> H<small>AUFEN ZWEIMAL</small><small>AUFGERÄUCHERT, SO IST ES GÜLTIG</small>.
יד <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רבי יהודה בריה דרבי חייא מאי טעמא דר' שמעון אמר קרא (ויקרא ז, א) קדש קדשים היא כחטאת וכאשם בא לעובדה ביד (כחטאת) עובדה בימין כחטאת בכלי עובדה בשמאל כאשם
14 GEMARA. R. Jehuda, Sohn des R. Ḥija, sagte: Was ist der Grund R. Šimo͑ns? Die Schrift sagt:<i>es ist hochheilig gleich dem Sündopfer and dem Schuldopfer</i>; richtet man es mit der Hand her, so richte man es mit der rechten her, wie beim Sündopfer, und wenn mit einem Gefäße, so richte man es [auch] mit der linken her, wie beim Schuldopfer.
טו ורבי ינאי אמר כיון שקמצו מכלי שרת מעלהו ומקטירו אפילו בהמיינו ואפילו במקידה של חרש רב נחמן בר יצחק אמר הכל מודים בקומץ שטעון קידוש
15 R. Jannaj aber sagt: Sobald man den Haufen aus einem Dienstgefäße abgehoben hat, bringe man ihn dar und räuchere ihn auf, selbst mit seinem Gürtel und selbst mit einer irdenen Scherbe. R. Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Alle stimmen überein, daß für den Haufen die Heiligungerforderlich sei.
טז מיתיבי הקטר חלבים ואברים ועצים שהעלן בין ביד בין בכלי בין בימין ובין בשמאל כשרין הקומץ והקטורת והלבונה שהעלן בין ביד בין בכלי בין בימין בין בשמאל כשרין תיובתא דרבי יהודה בריה דרבי חייא
16 Man wandte ein: Hat man bei der Aufräucherung das Fett, die Opferglieder und das Holz mit der Hand oder mit einem Gefäße, mit der rechten oder mit der linken, hinaufgelegt, so ist es gültig. Hat man den Haufen, das Räucherwerk und den Weihrauch mit der Hand oder mit einem Gefäße, mit der rechten oder mit der linken, hinaufgelegt, so ist es gültig. Dies ist eine Widerlegung R. Jehudas, des Sohnes R. Ḥijas!? –
יז אמר לך רבי יהודה בריה דרבי חייא לצדדין קתני ביד בימין בכלי בין בימין בין בשמאל:
17 R. Jehuda, Sohn des R. Ḥija, kann dir erwidern: er lehrt es je nachdem: mit der Hand, mit der rechten; mit einem Gefäße, sowohl mit der rechten als auch mit der linken. –
יח תא שמע קמצו שלא מכלי שרת וקידשו שלא בכלי שרת והעלו והקטירו שלא בכלי שרת פסול רבי אלעזר ורבי שמעון מכשירין במתן כלי
18 Komm und höre: Hat man den Haufen ohne Dienstgefäß abgehoben, ohne Dienstgefäß geheiligt und ohne Dienstgefäß hinaufgelegt und auf geräuchert, so ist es untauglich; nach R. Elea͑zar und R. Šimo͑n ist es tauglich, wenn man ihn in ein Gefäßgetan hat!? –
יט אימא ממתן כלי ואילך
19 Lies: vom Hineintun in das Gefäßab. –
כ תא שמע וחכמים אומרים קומץ טעון כלי שרת כיצד קומצו מכלי שרת ומקדשו בכלי שרת ומעלו ומקטירו בכלי שרת ר' שמעון אומר כיון שקמצו מכלי שרת מעלו ומקטירו שלא בכלי שרת ודיו
20 Komm und höre: Die Weisen sagen, der Haufe benötige des Dienstgefäßes, und zwar: man hebe ihn aus einem Dienstgefäße ab, heilige ihn in einem Dienstgefäße, und in einem Dienstgefäße lege man ihn hinauf und räuchere ihn auf. R. Šimo͑n sagt, sobald man ihn aus einem Dienstgefäße abgehoben hat, lege man ihn ohne Dienstgefäß hinauf und räuchere ihn auf, und dies genügt!? –
כא אימא כיון שקמצו וקדשו בכלי שרת מעלו ומקטירו ודיו
21 Lies: sobald man ihn abgehoben und in einem Dienstgefäße geheiligt hat, lege man ihn hinauf und räuchere ihn auf, und dies genügt. –
כב תא שמע קמץ בימינו ונתן בשמאלו יחזיר לימינו בשמאלו
22 Komm und höre: Hat man den Haufen mit der rechten [Hand] abgehoben und in die linke genommen, so nehme man ihn zurück in die rechte. Hat man ihn in der linken haltend beabsichtigt,