Nedarim 25

Kapitel 25

א דמחית בשר בכור קמיה ומחית בשר דהאיך גביה ואמר זה כזה ותנאי היא
1 Doch wohl in dem Falle, wenn Fleisch vom Erstgeborenen und das Fleisch des anderen vor ihm liegen, und er sagt: dieses sei für mich wie jenes; und hierüber streiten Tannaím. –
ב לא דכולי עלמא לפני זריקת דמים ומאי טעמא דמאן דשרי אמר קרא כי ידור עד שידור בדבר הנדור לאפוקי בכור דדבר האסור הוא
2 Nein, alle sind der Ansicht, vor dem Blutsprengen, und erlaubt ist es nach dem einen, weil die Schrift sagt: <i>wenn jemand gelobt</i>, wenn das Gelübde sich auf etwas bezieht, das gelobt werden kann, während das Erstgeborene an sich verboten ist,
ג ומאן דאסר אמר קרא לה' לרבות דבר האסור
3 und nach dem anderen, denn die Schrift sagt:<i>dem Herrn</i>, und dies schließt das an sich verbotene ein. –
ד ומאן שרי לה' מאי עביד ליה מיבעי ליה למתפיס בחטאת ואשם
4 Wofür verwendet derjenige, der es erlaubt, [das Wort] <i>dem Herrn</i>!? – Dieses verwendet er für den Fall, wenn man es von Sündopfer und Schuldopfer erfassen läßt. –
ה ומה ראית לרבות חטאת ואשם ולהוציא את הבכור מרבה אני חטאת ואשם שהוא מתפיס בנדר ומוציא אני את הבכור שהוא קדוש ממעי אמו
5 Was veranlaßt dich, Sündopfer und Schuldopfer einzuschließen und das Erstgeborene auszuschließen? – Ich schließe Sündopfer und Schuldopfer ein, die vom Gelübde erfaßt werden, und ich schließe das Erstgeborene aus, das vom Mutterleibe aus heilig ist. –
ו ומאן דאסר בכור נמי מתפיסו בנדר הוא דתניא משום רבי אמרו מניין לנולד בכור בתוך ביתו שמצווה להקדישו שנאמר הזכר תקדיש
6 Weshalb ist es ihm nach dem anderen verboten? – Auch das Erstgeborene kann vom Gelübde erfaßt werden, denn es wird gelehrt: Im Namen Rabbis sagten sie: Woher, daß, wenn einem ein Erstgeborenes in seinem Hause geboren wird, es Gebot sei, es zu weihen? Es heißt:<i>das Männliche sollst du heiligen</i>. –
ז ומאן דשרי כי לא מקדיש ליה מי לא מיקדיש
7 Wieso ist es nach jenem erlaubt? – Ist es denn, wenn man es nicht weiht, nicht heilig!?
ח כאימרא כדירים
8 W<small>IE DAS</small> L<small>AMM</small>, <small>WIE DIE</small> S<small>CHUPPEN</small>.
ט תנא אימרא לאימרא כאימרא דירים לדירים כדירים עצים לעצים כעצים אישים לאישים כאישים מזבח למזבח כמזבח היכל להיכל כהיכל ירושלים לירושלים כירושלים כולן שאוכל לך אסור לא אוכל לך מותר
9 Es wird gelehrt: [Sagt jemand:] Lamm, als Lamm, wie das Lamm, Schuppen, als Schuppen, wie die Schuppen, Holz, als Holz, wie das Holz, Feueropfer, als Feueropfer, wie Feueropfer, Altar, als Altar, wie der Altar, Tempel, als Tempel, wie der Tempel, Jerušalem, als Jerušalem, wie Jerušalem, so ist es ihm in all diesen Fällen, wenn er sagt: das ich deines esse, verboten, wenn aber: daß ich deines nichtesse, erlaubt.
י מאן שמעינן ליה דלא שני ליה אימרא לאימרא כאימרא רבי מאיר היא
10 Der Autor, der zwischen ‘Lamm’, ‘als Lamm’, ‘wie ein Lamm’ nicht unterscheidet, ist ja R. Meír,
יא אימא סיפא וכולן לא אוכל לך מותר והתנן לקרבן לא אוכל לך רבי מאיר אוסר ואמר רבי אבא נעשה כאומר לקרבן יהא לפיכך לא אוכל לך
11 wie ist nun der Schlußsatz zu erklären: in all diesen Fällen ist es ihm erlaubt, wenn er sagt: daß ich deines nicht esse; wir haben ja gelernt: [sagt jemand:] nicht sei Opfer, was ich deines nicht esse, so ist es ihm nach R. Meír verboten, und R. Abba erklärte, es sei ebenso als würde er sagen: es sei Opfer, darum esse ich deines nicht!? –
יב לא קשיא הא דאמר לא אימרא הא דאמר לאימרא
12 Das ist kein Widerspruch; eines, wenn er sagt: nicht als Lamm, und eines, wenn er sagt: als Lamm.
יג <big><strong>מתני׳</strong></big> האומר קרבן עולה מנחה חטאת תודה שלמים שאני אוכל לך אסור רבי יהודה מתיר הקרבן כקרבן קרבן שאוכל לך אסור לקרבן לא אוכל לך רבי מאיר אוסר
13 <b>S</b><small>AGT JEMAND</small>: [O<small>PFER</small>,] B<small>RANDOPFER</small>, S<small>PEISOPFER</small>, S<small>ÜNDOPFER</small>, D<small>ANKOPFER</small>, F<small>RIEDENSOPFER SEI</small>, <small>WAS ICH DEINES ESSE</small>, <small>SO IST ES IHM VERBOTEN</small>; R. J<small>EHUDA ERLAUBT</small><small>ES</small>. [S<small>AGT ER</small>:] <small>DAS</small> O<small>PFER</small>, <small>WIE</small> O<small>PFER</small>, O<small>PFER SEI</small>, <small>WAS ICH DEINES ESSE</small>, <small>SO IST ES IHM VERBOTEN</small>. [S<small>AGT JEMAND</small>:] <small>NIGHT</small> O<small>PFER</small>, <small>WAS ICH DEINES NICHT ESSE</small>, <small>SO IST ES IHM NACH</small> R. M<small>EÍR VERBOTEN</small>.
יד <big><strong>גמ׳</strong></big> קתני קרבן הקרבן כקרבן שאוכל לך אסור סתמא תנא כרבי מאיר דלא שני ליה בין אימרא לאימרא
14 GEMARA. Er lehrt: Opfer, das Opfer, wie Opfer sei, was ich deines esse, so ist es ihm verboten; er lehrt somit anonym nach R. Meír, der zwischen ‘Lamm’ und ‘zum Lamm’ nicht unterscheidet;
טו [אי רבי מאיר הא] דקתני הקרבן שאוכל לך אסור והתניא מודים חכמים לרבי יהודה באומר הא קרבן והא עולה והא מנחה והא חטאת שאוכל לך שמותר שלא נדר זה אלא בחיי קרבן
15 wieso lehrt er nach R. Meír, daß es ihm verboten sei, [wenn er sagt:] das Opfer sei, was ich deines esse, es wird ja gelehrt, die Weisen pflichten R. Jehuda bei, daß es ihm erlaubt sei, wenn er sagt: das Opfer, das Brandopfer, das Speisopfer, das Sündopfer, was ich deines esse, weil er nur beim Leben des Opfers gelobt hat!? –