Nedarim 26

Kapitel 26

א לא קשיא הא דאמר הא קרבן והא דאמר הקרבן מאי טעמא חיי קרבן קאמר
1 Das ist kein Einwand; das eine, wenn er sagt: dies Opfer, und das andere, wenn er sagt: das Opfer; [ersteres] bedeutet: beim Leben des Opfers. –
ב קתני לקרבן לא אוכל לך רבי מאיר אוסר והא לית ליה לרבי מאיר מכלל לאו אתה שומע הן אמר רבי אבא נעשה כאומר לקרבן יהא לפיכך לא אוכל לך
2 Er lehrt: [sagt jemand:] nicht Opfer, was ich deines nicht esse, so ist es ihm nach R. Meír verboten. R. Meír ist ja nicht der Ansicht, daß aus der Verneinung die Bejahung zu entnehmen sei!? R. Abba erwiderte: Es ist ebenso, als würde er sagen: es sei Opfer, darum esse ich es nicht.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> האומר לחבירו קונם פי מדבר עמך ידי עושה עמך רגלי מהלכת עמך אסור
3 <b>W</b><small>ENN JEMAND ZU SEINEM</small> N<small>ÄCHSTEN SAGT</small>: Q<small>ONAM</small>, <small>WAS MEIN</small> M<small>UND MIT DIR SPRICHT</small>, <small>WAS MEINE</small> H<small>AND MIT DIR TUT</small>, <small>WAS MEIN</small> F<small>USS MIT DIR GEHT</small>, <small>SO IST ES IHM VERBOTEN</small>.
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> ורמינהו חומר בשבועות מבנדרים ובנדרים מבשבועות חומר בנדרים שהנדרים חלין על המצווה כברשות מה שאין כן בשבועות וחומר בשבועות שהשבועות חלות על דבר שיש בו ממש ושאין בו ממש מה שאין כן בנדרים
4 GEMARA. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Bei Schwüren ist es strenger als bei Gelübden und bei Gelübden ist es strenger als bei Schwüren. Strenger ist es bei Gelübden, denn Gelübde erstrecken sich sowohl auf Gebote als auch auf freigestellte Dinge, was bei Schwüren nicht der Fall ist; strenger ist es bei Schwüren, denn Schwüre erstrecken sich sowohl auf konkrete Dinge als auch auf abstrakte, was bei Gelübden nicht der Fallist!?
ה אמר רב יהודה באומר ייאסר פי לדיבורי ידיי למעשיהם רגליי להילוכן דייקא נמי דקתני פי מדבר עמך ולא קתני שאני מדבר עמך
5 R. Jehuda erwiderte: Wenn er sagt: mein Mund sei mir zum Sprechen verboten, meine Hände zum Tun, meine Füße zum Gehen. Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt: was mein Mund mit dir spricht, er lehrt aber nicht: was ich mit dir spreche.
ו <br><br><big><strong>הדרן עלך כל כנויי</strong></big><br><br>
6 
ז מתני׳ <big><strong>ואלו</strong></big> מותרין חולין שאוכל לך כבשר חזיר כעבודה זרה כעורות לבובין כנבילות וטריפות כשקצים ורמשים כחלת אהרן וכתרומתו מותר
7 <b>F</b>OLGENDE [G<small>ELÜBDE</small>] <small>SIND ERLAUBT</small>: [<small>WENN JEMAND SAGT</small>]: P<small>ROFANES</small>, <small>WAS ICH DEINES ESSE</small>, <small>WIE</small> S<small>CHWEINEFLEISCH</small>, <small>WIE</small> G<small>ÖTZENWERK</small>, <small>WIE AUSGEHERZTE</small> F<small>ELLE</small>, <small>WIE</small> A<small>AS</small>, <small>WIE</small> T<small>OTVERLETZTES</small>, <small>WIE</small> E<small>KELTIERE UND</small> K<small>RIECHTIERE</small>, <small>WIE DIE</small> T<small>EIGHEBE</small> A<small>HRONS UND SEINE</small> H<small>EBE</small>, <small>SO IST ES IHM ERLAUBT</small>.
ח האומר לאשתו הרי את עלי כאימא פותחין לו פתח ממקום אחר שלא יקל ראשו לכך
8 W<small>ENN JEMAND ZU SEINER</small> F<small>RAU SAGT</small>: <small>SEI MIR WIE MEINE</small> M<small>UTTER</small> [<small>VERBOTEN</small>], <small>SO ÖFFNE MAN IHM EINEN</small> A<small>USWEG</small> <small>VON ANDERER</small> S<small>EITE</small>, <small>DAMIT ER HIERBEI</small> <small>NICHT LEICHTFERTIG SEI</small>.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> טעמא דאמר חולין שאוכל לך הא אמר לחולין שאוכל לך משמע לא לחולין ליהוי אלא קרבן
9 GEMARA. Nur dann, wenn er sagt: Profanes, was ich deines esse, wenn er aber sagt: nicht Profanes, was ich deines esse, so heißt dies: es sei nicht Profanes, sondern Opfer;
י מני מתניתין אי רבי מאיר הא לית ליה מכלל
10 wessen Ansicht vertritt demnach unsere Mišna: wenn die des R. Meír, so ist er ja nicht der Ansicht,