Nedarim 97

Kapitel 97

א מתני׳ <big><strong>הנודר</strong></big> מן המבושל מותר בצלי ובשלוק אמר קונם תבשיל שאיני טועם אסור במעשה קדרה רך ומותר בעבה ומותר בביצה טורמוטא ובדלעת הרמוצה הנודר ממעשה קדרה אין אסור אלא ממעשה רתחתה אמר קונם היורד לקדרה שאיני טועם אסור בכל המתבשלין בקדרה:
1 <b>W</b>ER <small>SICH</small> G<small>EKOCHTES ABGELOBT, DEM SIND</small> G<small>EBRATENES UND</small> G<small>ESOTTENES ERLAUBT</small>. S<small>AGT JEMAND</small>: Q<small>ONAM, DASS ICH KEIN GEKOCHTES</small> G<small>ERICHT ESSEN WERDE, SO IST IHM DIE DÜNNE</small> T<small>OPFSPEISE VERBOTEN UND DIE DICKE ERLAUBT; FERNER IST IHM DAS</small> S<small>CHLUCK</small> E<small>I UND DER</small> A<small>SCHENKÜRBIS</small> <small>ERLAUBT</small>. W<small>ER SICH</small> T<small>OPFGERICHTE ABGELOBT, DEM IST NUR DAS</small> B<small>RODELNDE VERBOTEN</small>. S<small>AGT JEMAND</small>: Q<small>ONAM, DASS ICH NICHT KOSTEN WERDE, WAS IN DEN</small> T<small>OPF KOMMT, SO IST IHM ALLES VERBOTEN, WAS IM</small> T<small>OPFE GEKOCHT WIRD</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> תניא ר' יאשיה אוסר ואע"פ שאין ראיה לדבר זכר לדבר שנא' (דברי הימים ב לה, יג) ויבשלו את הפסח באש כמשפט
2 GEMARA. Es wird gelehrt: R. Jošija verbietet es. Und obgleich es keinen Beweis dafür gibt, so gibt es eine Andeutung, denn es heißt: <i>und sie kochten das Pesaḥ[lamm]</i> <i>im Feuer nach Vorschrift</i>.
ג לימא בהא קמיפלגי דרבי יאשיה סבר הלך אחר לשון תורה ותנא דילן סבר בנדרים הלך אחר לשון בני אדם
3 Es wäre anzunehmen, daß ihr Streit in folgendem besteht: R. Jošija ist der Ansicht, man richte sich nach dem Sprachgebrauche der Tora, und unser Autor ist der Ansicht, bei Gelübden richte man sich nach dem Sprachgebrauche der Leute. –
ד לא דכולי עלמא בנדרים הלך אחר לשון בני אדם מר כי אתריה ומר כי אתריה באתרא דתנא דילן לצלי קרו ליה צלי ולמבושל קרו ליה מבושל באתרא דר' יאשיה אפילו צלי קרו מבושל
4 Nein, alle sind der Ansicht, bei Gelübden richte man sich nach dem Sprachgebrauche der Leute, jedoch einer nach seiner Ortschaft und der andere nach seiner Ortschaft. In der Ortschaft unseres Autors nannte man das Gebratene ‘Gebratenes’ und das Gekochte ‘Gekochtes’, und in der Ortschaft R. Jošijas nannte man auch das Gebratene ‘Gekochtes’. –
ה והא קרא נסיב לה אסמכתא בעלמא:
5 Er bezieht sich ja auf einen Schriftvers!? – Dies ist nur eine Anlehnung.
ו קונם תבשיל כו': והא מתבשיל נדר
6 Q<small>ONAM</small> &amp;<small>C. GEKOCHTES</small> G<small>ERICHT</small>. Er hat sich ja das gekochte Gericht abgelobt!?
ז אמר אביי האי תנא כל מידי דמתאכל ביה ריפתא תבשיל קרו ליה והתניא הנודר מן התבשיל אסור בכל מיני תבשיל ואסור בצלי ובשלוק ובמבושל ואסור בהיטריות רכות שהחולין אוכלין בהן פיתן
7 Abajje erwiderte: Unser Autor nennt all das, womit Brot gegessen wird, gekochtes Gericht. Es wird auch gelehrt: Wer sich das gekochte Gericht abgelobt, dem ist jede Art gekochtes Gericht verboten; ihm sind Gebratenes, Gesottenes und Gekochtes verboten, auch sind ihm die weichen Kürbisse verboten, weil Kranke damit ihr Brot essen. –
ח איני והא רבי ירמיה חלש על לגביה ההוא אסיא לאסיוה חזא קרא דמחת בביתיה שבקיה ונפק אמר מלאך מותא אית ליה לדין בביתיה ואנא איעול לאסאה יתיה
8 Dem ist ja aber nicht so, als einst R. Jirmeja erkrankt war und ein Arzt zu ihm kam und einen Kürbis in seinem Zimmer liegen sah, verließ er ihn und ging fort, indem er sprach: Dieser hat den Todesengel im Hause, und ich soll ihn heilen kommen!? –
ט לא קשיא הא ברכיכי הא באשוני רבא בר עולא אמר הא בקרא גופיה והא בגוויה דקרא דאמר רב יהודה לוליבא דקרא בסילקא לוליבא דכיתנא בכותחא ודבר זה אסור לאומרו בפני עם הארץ
9 Das ist kein Einwand; das eine gilt von weichen und das andere gilt von harten. Raba b. U͑la erwiderte: Das eine gilt vom Kürbisse selber und das andere vom Inneren des Kürbisses. R. Jehuda sagte nämlich: Kürbismark mit Mangold, Leinsamenmark mit Molkenbrei. Dies darf man vor einem Menschen aus dem gemeinen Volke nicht sagen.
י רבא אמר מאן חולין רבנן רבא לטעמיה דאמר רבא
10 Raba sagte: Unter ‘Kranke’ sind die Gelehrten zu verstehen. Raba vertritt hierbei seine Ansicht, denn Raba sagte: