Pesachim 160

Kapitel 160

א טהרה מדחיא טומאה לא מדחיא ומר סבר אפילו טומאה נמי מדחיא
1 nur die Reinheitverdränge sie und nicht die Unreinheit, und einer ist der Ansicht, auch die Unreinheit verdränge sie.
ב איתמר היו שלישיתן זבין ושלישיתן טהורין ושלישיתן טמאי מתים אמר רבי מני בר פטיש אותן טמאי מתים אינן עושין לא את הראשון ולא השני
2 Es wurde gelehrt: Ist ein Drittel flußbehaftet, ein Drittel rein und ein Drittel leichenunrein, so richten, wie R. Mani b. Paṭiš sagt, die Leichenunreinen weder das erste noch das zweite [Pesaḥfest] her;
ג בראשון לא עבדי הגדילו זבין על הטהורים דלא עבדי בטומאה הוה ליה טמאי מתים מיעוטא ומיעוטא לא עבדי בראשון בשני לא עבדי נצרפו זבין עם טמאי מתים דלא עבדי בראשון הוו להו רובא ורובא לא מדחו לפסח שני:
3 am ersten richten sie es nicht her, weil die Reinen, die es in Unreinheit nicht herrichten dürfen, einen Zuwachs durch die Flußbehafteten erhalten, wodurch die Leichenunreinen in der Minderheit sind, und die Minderheit es am ersten nicht herrichtet, am zweiten richten sie es ebenfalls nicht her, weil die Flußbehafteten mit den Leichenunreinen vereinigt werden, die es am ersten nicht herrichten, wodurch sie in der Mehrheit sind, und die Mehrheit nicht für das zweite [Pesaḥfest] zurückgesetzt wird.
ד <big><strong>מתני׳</strong></big> הפסח שנזרק דמו ואח"כ נודע שהוא טמא הציץ מרצה נטמא הגוף אין הציץ מרצה מפני שאמרו הנזיר ועושה פסח הציץ מרצה על טומאת הדם ואין הציץ מרצה על טומאת הגוף
4 <b>S</b><small>TELLT ES SICH NACH DEM</small> S<small>PRENGEN DES</small> B<small>LUTES HERAUS, DASS DAS</small> P<small>ESAḤOPFER UNREIN IST, SO MACHT DAS</small> S<small>TIRNBLATTes wohlgefällig; DASS DIE</small> P<small>ERSONunrein ist, so macht das</small> S<small>TIRNBLATT ES NICHT</small><small>WOHLGEFÄLLIG, DENN SIE SAGTEN, BEIM</small> N<small>AZIRÄER UND BEIM</small> D<small>ARBRINGER DES</small> P<small>ESAḤOPFERS MACHE DAS</small> S<small>TIRNBLATT WOHLGEFÄLLIG NUR BEI</small> U<small>NREINHEIT DES</small> B<small>LUTES, NICHT ABER BEI</small> U<small>NREINHEIT DES</small> K<small>ÖRPERS; </small>
ה נטמא טומאת התהום הציץ מרצה:
5 IST ER DURCH EINE UNBEKANNTE U<small>NREINHEIT</small><small>UNREIN GEWORDEN, SO MACHT DAS</small> S<small>TIRNBLATT ES WOHLGEFÄLLIG</small>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> טעמא דנזרק ואח"כ נודע אבל נודע ואח"כ נזרק לא מרצה
6 GEMARA. Nur wenn es sich nach dem Sprengen herausstellt, wenn es aber nach dem Bekanntwerden gesprengt worden ist, macht es nicht wohlgefällig;
ז ורמינהו על מה הציץ מרצה על הדם ועל הבשר ועל החלב שנטמא בין בשוגג בין במזיד בין באונס בין ברצון בין ביחיד בין בציבור
7 ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Was macht das Stirnblatt wohlgefällig? Wenn das Blut, das Fleisch oder das Fett unrein geworden ist, ob versehentlich oder vorsätzlich, ob gezwungen oder willig, ob bei einem einzelnen oder bei einer Gemeinde!?
ח אמר רבינא טומאתו בין בשוגג בין במזיד הורצה זריקתו בשוגג הורצה במזיד לא הורצה
8 Rabina erwiderte: Die Unreinheit kann sowohl versehentlich als auch vorsätzlich erfolgt sein, dennoch ist es wohlgefällig, das Sprengen aber muß versehentlich erfolgt sein, wenn aber vorsätzlich, so ist es nichtwohlgefällig.
ט רבי שילא אמר זריקתו בין בשוגג בין במזיד הורצה טומאתו בשוגג הורצה במזיד לא הורצה
9 R. Šila erwiderte: Das Sprengen kann sowohl versehentlich als auch vorsätzlich erfolgt sein, und es ist wohlgefällig, die Unreinheit aber muß versehentlich erfolgt sein, wenn aber vorsätzlich, so ist es nicht wohlgefällig.
י אלא הא דקתני בין בשוגג בין במזיד ה"ק נטמא בשוגג וזרקו בין בשוגג בין במזיד הורצה
10 Was gelehrt wird, ob versehentlich oder vorsätzlich, ist wie folgt zu verstehen: ist es versehentlich unrein geworden, so ist es wohlgefällig, einerlei ob [das Blut] versehentlich oder vorsätzlich gesprengt worden ist. —
יא והא דקתני דם שנזרק ואח"כ נודע טעמא דנזרק ואח"כ נודע אבל נודע ואח"כ נזרק לא הוא הדין דאפילו נודע ואח"כ נזרק
11 Es heißt ja aber: stellt es sich nach dem Sprengen des Blutes heraus, nur, wenn es sich nach dem Sprengen des Blutes herausstellt, nicht aber, wenn es nach dem Bekanntwerden gesprengt wird!? — Dasselbe gilt auch von dem Falle, wenn es nach dem Bekanntwerden gesprengt wird,
יב והאי דקתני נזרק ואח"כ נודע משום דבעי למתני סיפא נטמא הגוף אין הציץ מרצה דאפילו נזרק ואח"כ נודע לא קתני רישא נמי נזרק ואח"כ נודע:
12 (er lehrt deshalb den Fall, wenn es nach dem Sprengen bekannt wird,) da er aber im Schlußsatze lehren will, daß bei Unreinheit der Person das Stirnblatt [das Opfer] nicht wohlgefällig mache, selbst wenn es nach dem Sprengen bekannt wird, lehrt er es auch im Anfangssatze von dem Falle, wenn es nach dem Sprengen bekannt wird.
יג נטמא טומאת התהום וכו' בעי רמי בר חמא כהן המרצה בקרבנותיהן הותרה לו טומאת התהום או לא מי אמרינן כי גמירי טומאת התהום בבעלים בכהן לא גמירי או דילמא בזבחא גמירי לא שנא בכהן ול"ש בבעלים
13 I<small>ST ER DURCH EINE UNBEKANNTE</small> U<small>NREINHEIT UNREIN GEWORDEN &amp;C</small>. Rami b. Ḥama fragte: Ist die unbekannte Unreinheit zulässig auch beim die Opfer darbringenden Priester oder nicht: sagen wir, die Überlieferung von der unbekannten Unreinheit beziehe sich nur auf den Eigentümer und nicht auf den Priester, oder bezieht sie sich auf das Schlachtopfer, einerlei ob beim Priester oder beim Eigentümer?
יד אמר רבא ת"ש דתני רבי חייא לא אמרו טומאת התהום אלא למת בלבד מת למעוטי מאי לאו למעוטי טומאת התהום דשרץ
14 Raba erwiderte: Komm und höre: R. Ḥija lehrte: Sie sagten es nur von der unbekannten Unreinheit einer Leiche. Dies schließt wohl die unbekannte Unreinheit eines Kriechtieresaus.
טו ובמאי עסקינן אי נימא בבעלים ובמאן אי בנזיר מי מהני ביה (במדבר ו, ט) כי ימות מת עליו אמר רחמנא
15 In welchem Falle: wollte man sagen, beim Eigentümer und zwar bei einem Naziräer, so ist es ja selbstverständlich, denn der Allbarmherzige sagt:<i>wenn ihm jemand [plötzlich] stirbt</i>;
טז אלא בעושה פסח הניחא למאן דאמר אין שוחטין וזורקין על טמאי שרץ אלא למאן דאמר שוחטין וזורקין על טמאי שרץ השתא טומאה ידועה הותרה לו טומאת התהום לא כל שכן
16 und wollte man sagen, beim Darbringer des Pesaḥopfers, so stimmt dies allerdings nach demjenigen, welcher sagt, man dürfe für einen Kriechtierunreinen [das Pesaḥopfer] nicht schlachten und [das Blut] sprengen, nach demjenigen aber, welcher sagt, man dürfe für einen Kriechtierunreinen [das Pesaḥopfer] schlachten und [das Blut] sprengen, [ist ja einzuwenden:] wenn es sogar bei einer entschiedenen Unreinheit erlaubt ist, um wieviel mehr bei einer unbekannten!?
יז אלא לאו בכהן ושמע מינה הותרה לו טומאת התהום
17 Doch wohl beim Priester, somit ist hieraus zu entnehmen, daß bei ihm die unbekannte Unreinheit erlaubt ist.
יח אמר רב יוסף לא לעולם בבעלים ובפסח ולמעוטי טומאת התהום דזיבה
18 R. Joseph entgegnete: Nein, tatsächlich beim Eigentümer, und zwar beim Pesaḥopfer, und dies schließt die unbekannte Unreinheit durch Flußaus. —
יט וטומאת תהום דזיבה לא מרצה והתניא רבי יוסי אומר שומרת יום כנגד יום ששחטו וזרקו עליה
19 Ist denn [das Opfer] bei unbekannter Unreinheit durch Fluß nicht wohlgefällig, es wird ja gelehrt: R. Jose sagte: Wenn man für die Flußverdächtige am zweiten Tage[das Pesaḥopfer] geschlachtet und [das Blut] gesprengt hat,