Shabbat 186

Kapitel 186

א רבי יוסי אומר הסוס מטמא על ידיו החמור על רגליו שמשענת הסוס על ידיו וחמור על רגליו ואמאי הא קא מסייע בהדי הדדי לאו משום דאמרינן מסייע אין בו ממש אמר רב אשי אף אנן נמי תנינא ר' אליעזר אומר רגלו אחת על הכלי ורגלו אחת על הרצפה רגלו אחת על האבן ורגלו אחת על הרצפה רואין כל שאילו ינטל הכלי ותינטל האבן יכול לעמוד על רגלו אחת עבודתו כשרה ואם לאו עבודתו פסולה
1 R. Jose sagt, beim Pferde ist er verunreinigend durch die Vorderfüße, beim Esel durch seine Hinterfüße, weil sich das Pferd auf die Vorderfüße und der Esel auf die Hinterfüße stützt. Warum denn, die anderen helfen ja mit!? Doch wohl deshalb, weil wir sagen, die Mithilfe sei bedeutungslos. R. Aši sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: R. Elie͑zer sagt: Hält er einen Fuß auf einem Geräte und den anderen auf dem Estrich, einen Fuß auf einem Steine und den anderen auf dem Estrich, so ist sein Dienst, wenn er auf einem Fuße stehen bleiben kann, falls man das Gerät oder den Stein fortnimmt, gültig, sonst aber ungültig.
ב ואמאי הא קא מסייע בהדי הדדי לאו משום דאמרינן מסייע אין בו ממש אמר רבינא אף אנן נמי תנינא קיבל בימין ושמאל מסייעתו עבודתו כשרה ואמאי הא קא מסייע בהדי הדדי לאו משום דאמרינן מסייע אין בו ממש ש"מ:
2 Warum denn, [der andere Fuß] hilft ja mit!? Doch wohl deshalb, weil wir sagen, die Mithilfe sei bedeutungslos. Rabina sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: Hat er [das Blut des Opfers] mit der Rechten aufgenommen und mit der Linken nachgeholfen, so ist sein Dienst gültig. Warum denn, sie helfen ja einander!? Doch wohl deshalb, weil wir sagen, die Mithilfe sei bedeutungslos. Schließe hieraus.
ג אמר מר זה יכול וזה יכול ר"מ מחייב איבעיא להו בעינן שיעור לזה ושיעור לזה או דילמא שיעור אחד לכולם רב חסדא ורב המנונא חד אמר שיעור לזה ושיעור לזה וחד אמר שיעור אחד לכולן אמר רב פפא משמיה דרבא אף אנן נמי תנינא היה יושב על גבי מטה וארבע טליות תחת ארבע רגלי המטה טמאות מפני שאין יכולה לעמוד על שלש ואמאי ליבעי שיעור זיבה לזה ושיעור זיבה לזה לאו משום דאמרינן שיעור אחד לכולן
3 Der Meister sagte: Wenn einer [ihn hinaustragen] kann und der andere es kann, so sind sie [nach R. Meír] schuldig. Sie fragten: Ist das festgesetzte Quantum für jeden besonders erforderlich oder für alle zusammen? – R. Ḥisda und R. Hamnuna [streiten hierüber]; einer sagt, das festgesetzte Quantum für jeden besonders, und einer sagt, das festgesetzte Quantum für alle zusammen. R. Papa sagte im Namen Rabas: Auch wir haben demgemäß gelernt: Wenn [der Flußbehaftete] auf einem Lager sitzt und vier Tücher sich unter den vier Füßen desselben befinden, so sind sie unrein, weil es nicht auf drei stehen kann. Warum denn, es sollte doch für jeden [Fuß] besonders das für die Verunreinigung durch einen Flußbehafteten nötige Quantum erforderlich sein!? Doch wohl deshalb, weil wir sagen, das erforderliche Quantum für alle zusammen.
ד אמר רב נחמן בר יצחק אף אנן נמי תנינא צבי שנכנס לבית ונעל אחד בפניו חייב נעלו שנים פטורין לא יכול אחד לנעול ונעלו שנים חייבים ואמאי ליבעי שיעור צידה לזה ושיעור צידה לזה לאו משום דאמרינן שיעור אחד לכולם אמר רבינא אף אנן נמי תנינא השותפין שגנבו וטבחו חייבין ואמאי ליבעי שיעור טביחה לזה ושיעור טביחה לזה לאו משום דאמרינן שיעור אחד לכולם
4 R. Nahm an b. Jiçḥaq sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: Wenn ein Reh in ein Haus kommt und jemand die Tür abschließt, so ist er schuldig; schließen zwei die Tür ab, so sind sie frei; wenn einer sie nicht abschließen kann und zwei sie abschließen, so sind sie schuldig. Warum denn, es sollte doch das für das Fangen nötige Quantum für jeden besonders erforderlich sein!? Doch wohl deshalb, weil wir sagen, das erforderliche Quantum für alle zusammen. Rabina sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: Wenn Gesellschafter zusammen gestohlen und geschlachtet haben, so sind sie [zum Strafersatz] verpflichtet. Warum denn, es sollte doch das zum Schlachten Geeignete für jeden besonders erforderlich sein!? Doch wohl deshalb, weil wir sagen, das festgesetzte Quantum für alle zusammen.
ה ואמר רב אשי אף אנן נמי תנינא שנים שהוציאו קנה של גרדי חייבין ואמאי ליבעי שיעור הוצאה לזה ושיעור הוצאה לזה לאו משום דאמרי' שיעור א' לכולם א"ל רב אחא בריה דרבא לרב אשי דילמא דאית ביה כדי לבשל ביצה קלה לזה וביצה קלה לזה א"כ לישמעינן קנה דעלמא מ"ש דגרדי ודילמא דאית בי' כדי לארוג מפה לזה וכדי לארוג מפה לזה אלא מהא ליכא למשמע מינה
5 R. Asi sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: Wenn zwei zusammen einen Webebalken hinausgetragen haben, so sind sie schuldig. Warum denn, es sollte doch das bezüglich des Hinaustragens festgesetzte Quantum für jeden besonders erforderlich sein!? Doch wohl deshalb, weil wir sagen, das festgesetzte Quantum für alle zusammen. R. Aḥa, der Sohn Rabas, sprach zu R. Aši: Vielleicht deshalb, weil darin für diesen ein Quantum zum Kochen eines leichten Eies und für jenen ein Quantum zum Kochen eines leichten Eies enthalten ist!? – Wenn dem so wäre, so sollte er es von einem Balken schlechthin lehren, weshalb von einem Webebalken!? – Vielleicht deshalb, weil damit der eine ein Läppchen weben kann und der andere ein Läppchen weben kann!? – Vielmehr, hieraus ist nichts zu entnehmen.
ו תני תנא קמיה דרב נחמן שנים שהוציאו קנה של גרדי פטורין ורבי שמעון מחייב כלפי לייא אלא אימא חייבין ור"ש פוטר:
6 Ein Schüler rezitierte vor R. Naḥman: Wenn zwei einen Webebalken hin aus tragen, sind sie frei, nach R. Šimo͑n schuldig. – Wo denkst du hin!? Lies vielmehr: sie sind schuldig, nach R. Šimo͑n frei.
ז <big><strong>מתני׳</strong></big> המוציא אוכלין פחות מכשיעור בכלי פטור אף על הכלי שהכלי טפלה לו) את החי במטה פטור אף על המטה שהמטה טפלה לו את המת במטה חייב וכן כזית מן המת וכזית מן הנבלה וכעדשה מן השרץ חייב ורבי שמעון פוטר:
7 <b>W</b><small>ER</small> S<small>PEISEN UNTER DEM FESTGESETZTEN</small> Q<small>UANTUM IN EINEM</small> G<small>EFÄSSE HINAUSBRINGT, IST AUCH WEGEN DES</small> G<small>EFÄSSES FREI, DENN DAS</small> G<small>EFASS IST NUR</small> N<small>EBENSÄCHLICHES</small>. W<small>ER EINEN</small> L<small>EBENDEN IN EINEM</small> B<small>ETTE, IST AUCH WEGEN DES</small> B<small>ETTES FREI, DENN DAS</small> B<small>ETT IST NUR</small> N<small>EBENSÄCHLICHES; WENN EINEN</small> L<small>EICHNAM IN EINEM</small> B<small>ETTE, SO IST ER SCHULDIG</small>. E<small>BENSO IST MAN SCHULDIG, WENN MAN EIN OLIVENGROSSES</small> S<small>TÜCK VON EINEM</small> L<small>EICHNAM ODER EINEM</small> A<small>ASE, ODER EIN LINSENGROSSES</small> S<small>TÜCK VON EINEM</small> K<small>RIECHTIERE</small>[<small>HINAUSBRINGT</small>]; <small>NACH</small> R. Š<small>IMO͑N IST MAN FREI</small>.
ח <big><strong>גמ׳</strong></big> ת"ר המוציא אוכלין כשיעור אם בכלי חייב על האוכלין ופטור על הכלי ואם היה כלי צריך לו חייב אף על הכלי שמע מינה אוכל שני זיתי חלב בהעלם אחד חייב שתים אמר רב ששת הכא במאי עסקינן כגון
8 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Wer Speisen im festgesetzten Quantum in einem Gefäße hinausbringt, ist wegen der Speisen schuldig und wegen des Gefäßes frei; braucht er aber das Gefäß, so ist er auch wegen des Gefäßes schuldig. Hieraus ist zu entnehmen, daß man, wenn man zwei olivengroße Stücke Talg bei einem Entfallen gegessen hat, zweimal schuldig ist!? R. Šešeth erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn es bezüglich der