Shevuot 11

Kapitel 11

א האי מאי בשלמא בלא סיד היכל קרום ביצה לא קשיא דאע"ג דקרום ביצה מתתאי דשאת רחמנא אמר (ויקרא יד, נו) ולשאת ולספחת ספחת טפילה לשאת אע"ג דמנחתא מיניה טובא אלא סיד היכל קשיא אלא מחוורתא מתניתין דלא כרבי עקיבא
1 [Dieser erwiderte:] Das ist nichts; wenn man vom kalkfarbigen absieht, so ist von dem eierschalfarbigen nichts einzuwenden, denn der eierschalfarbige gehört zum Hochfleck, obgleich er viel tiefer als dieser steht, denn der Allbarmherzige sagt:<i>Hochfleck und Ansatzfleck,</i> womit der Ansatzfleck dem Hochfleck angehängt wird, auch wenn er viel tiefer als dieser steht; vom kalkfarbigen aber ist ein Einwand zu erheben. – Am richtigsten ist vielmehr, unsere Mišna vertritt nicht die Ansicht R. A͑qibas.
ב והיכא שמעינן לרבי עקיבא זו למעלה מזו
2 Wo finden wir, daß R. A͑qiba der Ansicht ist, eines stehe über dem anderen;
ג אילימא מהא דתניא אמר רבי יוסי שאל יהושע בנו של רבי עקיבא מרבי עקיבא מפני מה אמרו מראות נגעים שנים שהן ארבעה אמר לו ואם לאו מה יאמרו יאמרו מקרום ביצה ולמעלה טמא
3 wollte man sagen, in der folgenden Lehre: R. Jose erzählte: Jehošua͑, der Sohn R. A͑qibas, fragte R. A͑qiba: Weshalb sagten sie, daß es zwei Arten der Aussatzmale gebe, die in vier zerfallen? Dieser erwiderte: Was dennsollten sie sagen? – Sie sollten sagen, was über dem eierschalfarbigen [Fleck]steht, sei unrein!?
ד אמר לו לומר שמצטרפים זה עם זה אמר לו ויאמרו מקרום ביצה ולמעלה טמא ומצטרפין זה עם זה אמר לו לומר לך כל כהן שאינו בקי בהן ובשמותיהן אינו רואה את הנגעים
4 Dieser erwiderte: Dies besagt, daß sie mit einander vereinigt werden. Jener entgegnete: Sollten sie sagen, was über dem eierschalfarbigen steht, sei unrein, und sie werden mit einander vereinigt!? Dieser erwiderte: Dies besagt, daß ein Priester, der in diesen und in ihren Namen nicht kundig ist, die Aussatzmale nicht besichtigen dürfe.
ה ואילו מסיד היכל ולמעלה לא קאמר
5 Da er nun nicht sagte: was über dem kalkfarbigen steht, so ist zu entnehmen,
ו מדלא אמר ליה ש"מ דשמיע ליה לר' עקיבא דאמר כולהו לבהדי שאת מצטרפין
6 daß er von R. A͑qiba gehört hatte, daß sie alle mit dem [wollfarbigen] Hochfleck vereinigtwerden.
ז ודלמא שאת ותולדתה בהרת ותולדתה
7 Vielleicht aber spricht er vom Hochfleck und seiner Unterart und vom Glanzfleck und seiner Unterart. –
ח אלא מדרבי חנינא דאמר ר' חנינא משל דרבי עקיבא למה הדבר דומה לארבעה כוסות של חלב אחד נפלו לתוכו שתי טיפין של דם ואחד נפלו לתוכו ארבע טיפין של דם ואחד נפלו לתוכו שמונה ואחד נפלו לתוכו שתים עשרה טיפין ואמרי לה שש עשרה טיפין שכולן מראות לובן הן אלא שזה למעלה מזה וזה למעלה מזה
8 Vielmehr, dies ist aus einer Lehre R. Ḥaninas zu entnehmen, denn R. Ḥanina sagte: [Die Klassifizierung] R. A͑qibas ist zu vergleichen mit vier Bechern Milch: in einen fielen zwei Tropfen Blut, in einen vier Tropfen, in einen acht [Tropfen] und in einen zwölf, und wie manche sagen, sechzehn [Tropfen]; alle haben sie eine weiße Farbe, jedoch einer in höherem Grade als der andere, und der andere in höherem Grade als jener. –
ט אימור דשמעת ליה לרבי עקיבא בפתוך בחלוק מי שמעת ליה
9 R. A͑qiba sagte dies nur von den [rot] melierten, sagte er es etwa auch von den einfarbigen!?
י וכי תימא כי היכי דשמעת ליה בפתוך הכי שמעת ליה בחלוק ובפתוך גופיה מי שמעת ליה והתניא רבי עקיבא אומר אדמדם שבזה ושבזה כיין המזוג במים אלא של בהרת עזה כשלג ושל סיד דיהה הימנה
10 Wolltest du entgegnen, wie er dieser Ansicht hinsichtlich der [rot] melierten ist, sei er dieser Ansicht auch hinsichtlich der einfarbigen, so ist es ja überhaupt nicht ausgemacht, daß er dieser Ansicht selbst hinsichtlich der [rot] melierten ist, denn es wird gelehrt: R. A͑qiba sagt, die Röte ist bei diesem und jenem wie beim mit Wasser verdünnten Weine, nur ist die des [schneefarbigen] Glanzflecks intensiv und die des kalkfarbigen matter als jene.