Sukkah 62

Kapitel 62

א בבני כרכין שהיו מורישין את לולביהן לבני בניהן אמרו (להם) משם ראיה אין שעת הדחק ראיה
1 vererbten ja die Großväter ihre Feststräuße ihren Enkeln!? Diese erwiderten: Soll dies ein Beweis sein!? Aus einem Notfalle ist nichts zu beweisen.
ב קתני מיהת רבי יהודה אומר אף יבשין כשרין מאי לאו אאתרוג לא אלולב
2 Immerhin wird gelehrt, nach R. Jehuda seien auch verdorrte brauchbar, und dies bezieht sich wohl auf alle!? – Nein, nur auf den Palmenzweig.
ג אמר מר כשם שאין פוחתין מהן כך אין מוסיפין עליהן פשיטא מהו דתימא הואיל ואמר רבי יהודה לולב צריך אגד ואי מייתי מינא אחרינא האי לחודיה קאי והאי לחודיה קאי קמ"ל
3 Der Meister sagte: Wie man sie nicht mindern darf, ebenso darf man zu diesen nichts hinzufügen. Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, da R. Jehuda sagt, der Feststrauß benötige des Zusammenbindens, so dürfe man gesondert eine andere Art [hinzufügen], so lehrt er uns.
ד אמר מר לא מצא אתרוג לא יביא לא רמון ולא פריש ולא דבר אחר פשיטא מהו דתימא לייתי כי היכי שלא תשכח תורת אתרוג קמ"ל זימנין דנפיק חורבא מיניה דאתי למסרך
4 Der Meister sagte: Hat man keinen Etrog bekommen, so darf man nicht statt dessen einen Granatapfel, eine Quitte oder sonst etwas nehmen. Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, man nehme wohl, damit das Gesetz vom Etrog nicht in Vergessenheit gerate, so lehrt er uns, weil oft dadurch ein Verderb entstehen kann, denn man könnte sich daran gewöhnen. –
ה ת"ש אתרוג הישן פסול ורבי יהודה מכשיר תיובתא דרבא תיובתא
5 Komm und höre: Der alte Etrog ist untauglich, nach R. Jehuda tauglich. Dies ist eine Widerlegung Rabas. Eine Widerlegung. –
ו ולא בעי הדר והא אנן תנן הירוק ככרתי רבי מאיר מכשיר ורבי יהודה פוסל לאו משום דבעי הדר לא משום דלא גמר פירא
6 Er braucht also nach ihm nicht ‘prächtig’ zu sein, und wir haben ja gelernt, der lauchgrüne [Etrog] sei nach R. Meír tauglich und nach R. Jehuda untauglich; doch wohl, weil er ‘prächtig’ sein muß!? – Nein, weil die Frucht noch nicht reif ist. –
ז תא שמע שיעור אתרוג קטן רבי מאיר אומר כאגוז ר' יהודה אומר כביצה לאו משום דבעי הדר לא משום דלא גמר פירא
7 Komm und höre: Die Größe des kleinsten Etrogs ist, wie R. Meír sagt, die einer Nuß, und wie R. Jehuda sagt, die eines Eies. Doch wohl, weil er ‘prächtig’ sein muß!? – Nein, weil die Frucht noch nicht reif ist. –
ח ת"ש ובגדול כדי שיאחוז שנים בידו אחת דברי ר' יהודה רבי יוסי אומר אפילו אחד בשתי ידיו מאי טעמא לאו משום דבעי הדר לא כיון דאמר רבה לולב בימין ואתרוג בשמאל זימנין דמחלפי ליה ואתי לאפוכינהו ואתי לאיפסולי
8 Komm und höre: Die des großen, damit man zwei in einer Hand halten kann – so R. Jehuda; R. Jose sagt, sogar einen mit beiden Händen. Doch wohl aus dem Grunde, weil er ‘prächtig’ sein muß!? – Nein, da Raba gesagt hat, man halte den Feststrauß in der Rechten und den Etrog in den Linken, so könnte, wenn man sie verkehrt hält und umtauschen will, [der Etrog herabfallen und] untauglich werden. –
ט ואלא לרבי יהודה הא כתיב הדר
9 Gegen R. Jehuda [ist ja einzuwenden:] es heißt ja ‘prächtig’!? –
י ההוא הדר באילנו משנה לשנה:
10 Dies erklärt er: [eine Frucht,] die von einem Jahre zum anderen auf dem Baume ‘wohnen’ bleibt.
יא של אשרה ושל עיר הנדחת: ושל אשרה פסול והאמר רבא לולב של ע"ז לא יטול ואם נטל כשר
11 D<small>ER VON EINER</small> A<small>ŠERA ODER EINER ABTRÜNNIGEN</small> S<small>TADT HERRÜHRENDE</small>. Ist denn der von einer Ašera herrührende untauglich, Raba sagte ja, man nehme keinen zum Götzendienst verwandten Palmenzweig, wenn man aber einen solchen genommen hat, sei er tauglich!? –
יב הכא באשרה דמשה עסקינן דכתותי מיכתת שיעוריה
12 Hier handelt es sich um eine Ašera [aus der Zeit] Mošes, die als zertrümmert gilt, und somit das Maß nicht hat.
יג דיקא נמי דקתני דומיא דעיר הנדחת שמע מינה:
13 Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt von dieser gleichlautend wie von der abtrünnigen Stadt. Schließe hieraus.
יד נקטם ראשו: אמר רב הונא לא שנו אלא נקטם אבל נסדק כשר
14 D<small>ESSEN</small> S<small>PITZE ABGEBROCHEN IST</small>. R. Hona sagte, dies nur, wenn sie ganz abgebrochen ist, wenn aber nur geplatzt, so ist er tauglich. –
טו ונסדק כשר והתניא לולב כפוף
15 Ist er denn tauglich, wenn geplatzt, es wird ja gelehrt: der gebogene, stachelige,