Sukkah 75

Kapitel 75

א שירי מצוה מעכבין את הפורענות שהרי תנופה שירי מצוה היא ועוצרת רוחות וטללים רעים ואמר רבא וכן בלולב רב אחא בר יעקב ממטי ליה ומייתי ליה אמר דין גירא בעיניה דסטנא ולאו מלתא היא משום דאתי לאיגרויי ביה:
1 daß sogar das Nebensächliche des Gebotes Heimsuchungen zurückhält: das Schwingen ist ja nur Nebensächliches des Gebotes, dennoch hält es böse Winde und Taue zurück. Raba sagte: Ebenso auch der Feststrauß. R. Aḥa b. Ja͑qob schwang ihn hin und her und sprach: Dies ist ein Pfeil in die Augen des Satans. Das ist aber nicht tunlich, weil man ihn dadurch reizt.
ב <big><strong>מתני׳</strong></big> מי שבא בדרך ולא היה בידו לולב ליטול לכשיכנס לביתו יטול על שלחנו לא נטל שחרית יטול בין הערבים שכל היום כשר ללולב:
2 <b>W</b><small>ER SICH AUF DER</small> R<small>EISE BEFUNDEN UND DEN</small> F<small>ESTSTRAUSS ZU NEHMEN KEINE</small> G<small>ELEGENHEIT HATTE, NEHME IHN SOBALD ER NACH</small> H<small>AUSE KOMMT, SOGAR BEI</small> T<small>ISCHE</small>. H<small>AT ER IHN MORGENS NICHT GENOMMEN, SO NEHME ER IHN ABENDS, DENN</small> [<small>DAS</small> G<small>EBOT</small>] <small>DES</small> F<small>ESTSTRAUSSES ERSTRECKT SICH AUF DEN GANZEN</small> T<small>AG</small>.
ג <big><strong>גמ׳</strong></big> אמרת נוטלו על שלחנו למימרא דמפסיק ורמינהי אם התחילו אין מפסיקין אמר רב ספרא ל"ק הא דאיכא שהות ביום הא דליכא שהות ביום
3 GEMARA. Du sagst, man nehme ihn bei Tische, wonach man seinetwegen [die Mahlzeit] unterbreche; ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Hat man sie begonnen, so unterbreche man nicht!? R. Saphra erwiderte: Das ist kein Widerspruch; das eine, wenn noch am Tage Zeit vorhanden ist, das andere, wenn am Tage keine Zeit mehr vorhanden ist.
ד אמר רבא מאי קושיא דילמא הא דאורייתא הא דרבנן אלא אמר רבא אי קשיא הא קשיא לכשיכנס לביתו נוטלו על שלחנו אלמא דמפסיק והדר תני לא נטל שחרית יטול בין הערבים אלמא לא מפסיק
4 Raba erwiderte: Was ist dies überhaupt für ein Widerspruch: Vielleicht gilt das eine von [einem Gebote] der Tora und das andere von einem rabbanitischen!? Vielmehr, sagte Raba, will man auf einen Widerspruch hinweisen, so weise man auf folgenden Widerspruch hin: [er] nehme ihn, sobald er nach Hause kommt, wonach er [die Mahlzeit] unterbreche, und nachher lehrt er: hat er ihn morgens nicht genommen, so nehme er ihn abends, wonach er sie nicht unterbreche!?
ה אמר רב ספרא ל"ק הא דאיכא שהות ביום הא דליכא שהות ביום
5 R. Saphra erwiderte: Das ist kein Widerspruch; das eine, wenn noch am Tage Zeit vorhanden ist, und das andere, wenn am Tage keine Zeit mehr vorhanden ist.
ו א"ר זירא מאי קושיא דלמא מצוה לאפסוקי ואי לא פסיק יטול בין הערבים שכל היום כשר ללולב אלא אמר ר' זירא לעולם כדאמרינן מעיקרא ודקשיא לך הא דאורייתא הא דרבנן הכא ביום טוב שני דרבנן עסקינן
6 R. Zera sprach: Was ist dies für ein Einwand: vielleicht ist es tatsächlich Gebot, [die Mahlzeit] zu unterbrechen, hat man sie aber nicht unterbrochen, so nehme man ihn abends, denn [das Gebot] des Feststraußes erstreckt sich auf den ganzen Tag. Vielmehr, sagte R. Zera, tatsächlich, wie wir zuerst erklärt haben, wenn du aber erwiderst, das eine sei [ein Gebot] der Tora und das andere ein rabbanitisches, so handelt es sich hier um den zweiten Festtag, der ebenfalls rabbanitisch ist.
ז דיקא נמי מדקתני מי שבא בדרך ואין בידו לולב דאי ס"ד ביו"ט ראשון מי שרי:
7 Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt: wer sich auf der Reise befunden und den Feststrauß zu nehmen keine Gelegenheit hatte; wollte man sagen, am ersten Tage, so ist es ja nicht erlaubt.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> מי שהיה עבד או אשה או קטן מקרין אותו עונה אחריהן מה שהן אומרין ותבא לו מאירה אם היה גדול מקרא אותו עונה אחריו הללויה מקום שנהגו לכפול יכפול לפשוט יפשוט לברך יברך הכל כמנהג המדינה:
8 <b>W</b><small>ENN EINEM EIN</small> S<small>KLAVE, EINE</small> F<small>RAU, ODER EIN</small> M<small>INDERJÄHRIGER</small> [<small>DAS</small> L<small>OBLIED</small>] <small>VORLIEST, SO SPRECHE ER IHNEN NACH, WAS SIE IHM VORLESEN, UND</small> F<small>LUCH TREFFE</small> <small>IHN</small>. W<small>ENN EIN</small> E<small>RWACHSENER IHM VORLIEST, SO ANTWORTE ER NUR</small> ‘H<small>ALLELUJA</small>’. I<small>N</small> O<small>RTEN, WO ES ÜBLICH IST, SIE</small> <small>ZU WIEDERHOLEN, WIEDERHOLE MAN SIE, SIE EINMAL ZU LESEN, LESE MAN SIE EINMAL, NACHHER DEN</small> S<small>EGEN ZU SPRECHEN, SPRECHE MAN NACHHER DEN</small> S<small>EGEN; ALLES NACH DEM</small> L<small>ANDESBRAUCHE</small>.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> ת"ר באמת אמרו בן מברך לאביו ועבד מברך לרבו ואשה מברכת לבעלה אבל אמרו חכמים תבא מאירה לאדם שאשתו ובניו מברכין לו
9 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: In der Tat sagten sie, ein [minderjähriger] Sohn könne für seinen Vater, ein Sklave für seinen Herrn und eine Frau für ihren Mann den [Tisch]segen sprechen, aber die Weisen sagten: Fluch treffe den, dem seine Frau oder seine Kinder den [Tisch]segen vorsprechen.
י אמר רבא
10 Raba sagte: