Temurah 13

Kapitel 13

א ס"ד אמינא בשלמא מעיקרא לא ידענא אי האי מיקבע לשם אבל הכא כיון דאינכר שם לא לקי קמ"ל
1 Man könnte glauben: allerdings weiß man vorher nicht, ob nicht dieser für Gott bestimmt wird, hierbei aber, wo [der andere] bereits für Gott bestimmt ist, sei dieserhalb nicht zu geißeln, so lehrt er uns.
ב אמר מר משום רבי יוסי ברבי יהודה אף קבלת הדם מאי טעמא דרבי יוסי ברבי יהודה אמר קרא (ויקרא כב, כד) ומעוך וכתות ונתוק וכרות וגו' זו קבלת הדם שאמר רבי יוסי בר' יהודה
2 Der Meister sagte: Im Namen des R. Jose b. R. Jehuda sagten sie, auch die Blutaufnahme. Was ist der Grund des R. Jose b. R. Jehuda? – Die Schrift sagt:<i>und dem die Hoden zerquetscht, zermalmt, abgerissen oder ausgeschnitten &amp;c.</i>, das istdie Blutaufnahme, von der R. Jose b. R. Jehuda spricht. –
ג ולתנא קמא האי לא תקריבו למה לי מיבעי ליה לזריקת דמים והא נפקא ליה מעל המזבח אורחיה דקרא דמשתעי הכי
3 Wofür verwendet der erste Autor [die Worte:] <i>sollt ihr nicht darbringen</i>!? – Diese bezieht er auf das Blutsprengen. – Dies geht ja hervor aus [den Worten]<i>auf den Altar</i>!? – Es ist die gewöhnliche Redewendung der Schrift. –
ד ורבי יוסי בר' יהודה נמי אורחיה דקרא הוא אין ה"נ אלא קבלת הדם מנא ליה נפקא ליה מהא (ויקרא כב, כה) ומיד בן נכר לא תקריבו זו היא קבלת הדם שאמר רבי יוסי ברבי יהודה
4 Auch nach R. Jose b. R. Jehuda ist dies ja die gewöhnliche Redewendung der Schrift!? – Dem ist auch so. – Woher entnimmt er es demnach hinsichtlich der Blutaufnahme!? – Er entnimmt es aus folgendem:<i>Und von der Hand eines Ausländers sollt ihr nicht darbringen</i>, das ist die Blutaufnahme, von der R. Jose b. R. Jehuda spricht. –
ה ולתנא קמא האי לא תקריבו למה לי מיבעי ליה להאי ס"ד אמינא הואיל ולא נצטוו בני נח אלא על מחוסר אברים לא שנא במזבח דידהו ולא שנא במזבח דידן קמ"ל
5 Wofür verwendet der erste Autor dieses <i>sollt ihr nicht darbringen</i>? – Er verwendet es für folgendes. Da esden Noaḥiden geboten ist nur hinsichtlich solcher, denen Glieder fehlen, so könnte man glauben, einerlei ob für ihren Altar oder für unseren Altar, so lehrt er uns.
ו ל"א רבי יוסי ברבי יהודה אומר אף על קבלת הדם מאי טעמא דכתיב ומעוך וכתות וגו' לא תקריבו זו קבלת הדם וזריקה נפקא ליה מעל המזבח
6 Eine andere Lesart. R. Jose b. R. Jehuda sagte, auch die Blutaufnahme. Aus welchem Grund? – Es heißt: <i>und dem die Hoden zerquetscht, zermalmt &amp;c. sollt ihr nicht darbringen</i>, das istdie Blutaufnahme, und hinsichtlich des Sprengens folgern wir es aus [den Worten] <i>auf den Altar</i>. –
ז ולרבנן נמי תיפוק להו זריקה מן על המזבח הכי נמי ואלא לא תקריבו דמעוך למאי אתא מפקינן לבמת יחיד
7 Sollten es auch die Rabbanan hinsichtlich des Sprengens aus [den Worten] <i>auf den Altar</i> folgern!? – Dem ist auch so. – Worauf deuten demnach [die Worte:] <i>sollt ihr nicht darbringen</i>, beim Zerquetschten? – Diese sind auf einen Privataltar zu beziehen. –
ח ולרבי יוסי ברבי יהודה האי מיבעי ליה לבמת יחיד אין הכי נמי אלא תקריבו דקבלה מנא ליה מיד בן נכר לא תקריבו זו קבלת הדם
8 Auch nach R. Jose b. R. Jehuda sind sie ja wegen eines Privataltars erforderlich!? – Dem ist auch so. – Woher weiß er dies demnach von der Darbringung bei der Blutaufnahme? – Aus [den Worten:] <i>aus der Hand des Ausländers sollt ihr nicht darbringen</i>, das ist die Blutaufnahme. –
ט ורבנן אצטריך ס"ד אמינא הואיל ובני נח אין מצווין אלא על מחוסר אבר בבמה דלהון דלמא אנן נמי נקביל מינהון קא משמע לן מכל אלה דלא מקבלינן
9 Und die Rabbanan!? – Diese sind nötig; da es den Noaḥiden für ihre Anhöhe gebotenist nur hinsichtlich solcher, denen Glieder fehlen, so könnte man glauben, auch wir dürfen von ihnen [gebrechenbehaftete] annehmen, so heißt es:<i>von all diesen</i>, daß wir solche nicht annehmen dürfen.
י מתקיף לה ר"ל שמא לא שנינו אלא בתם שנעשה בעל מום ועובר דאי בעל מום מעיקרא דיקלא בעלמא הוא
10 Reš Laqiš wandte ein: Vielleicht haben wir diesgelernt nur hinsichtlich eines gebrechenfreien, das ein vorübergehendes Gebrechen bekommen hat, denn ein von vornherein gebrechenbehaftetes ist ja nichts mehr als eine Dattelpalme!?
יא אמר ליה רבי חייא בר יוסף (ויקרא כב, כג) שרוע וקלוט כתיב בפרשה והני בעלי מומין מעיקרא נינהו
11 R. Ḥija b. Joseph sprach zu ihm: Im Abschnitte heißt es:<i>gestreckt oder verkrüppelt</i>, und solche sind Fehlerbehaftete von früher her.
יב אמר ליה שמא לא שנינו אלא בתמורה דתנן חומר בתמורה מבזבח שכן קדושה חלה עליה על בעל מום קבוע
12 Jener erwiderte ihm: Vielleicht haben wir dies gelernt nur vom Umgetauschten, denn wir haben gelernt: Strenger ist es beim Umgetauschten als beim Schlachtopfer, denn auf jenes erstreckt sich die Heiligkeit, auch wenn es mit einem bleibenden Fehler behaftet ist!?
יג אמר ליה רבי יוחנן לא שמיע לך הא דאמר ר' ינאי בחבורה נמנו וגמרו המקדיש בעל מום לגבי מזבח עובר משום חמשה שמות ואי בתמורה נמי ששה הוויין דאיכא נמי לאו דתמורה אלא מאי בבעל מום מעיקרו אמאי לקי דיקלא בעלמא הוא
13 R. Joḥanan erwiderte ihm: Du hast das nicht gehört, was R. Jannaj gesagt hat: Im Kollegium stimmten sie ab und setzten fest, daß, wenn jemand ein Fehlerbehaftetes für den Altar heiligt, er fünf Verboteübertrete. Beim Umgetauschten aber sind es sechs, denn es kommt ja noch das Verbot des Umtauschens hinzu. – Wieso ist er, wenn dies von einem ursprünglich Fehlerbehafteten gilt, zu geißeln, es ist ja nichts weiter als eine Dattelpalme!?
יד אמר ליה דיקלא לאו זילא מילתא מין עצים הוא בעל מום מעיקרא זילא מילתא כיון דשביק תמים ואקדיש בעלי מומין מיחייב
14 Dieser erwiderte: Eine Dattelpalme ist nicht verächtlich, denn sie ist nichts weiter als Holz, ein ursprünglich Fehlerbehaftetes aber ist verächtlich, und da er Fehlerfreies gelassen und ein Fehlerbehaftetes geheiligt hat, ist er schuldig.
טו לישנא אחרינא א"ל אפילו הכי בזיא מילתא דדקל ליכא במינו לא לקי לאפוקי בעל מום כיון דאיכא במינו לקי
15 Eine andere Lesart. Trotzdemist die Sache verächtlich; bei einer Dattelpalme gibt es nichts anderesin dieser Art, somit ist er nicht zu geißeln, bei einem Fehlerbehafteten aber gibt es solches, daher ist er zu geißeln.
טז אמר רבא השתא דאמור טעמא דבעל מום דלקי משום דבזיא מילתייהו אפילו למקדיש ליה לדמי נסכים נמי לקי
16 Raba sagte: Da du nun ausgeführt hast, wegen eines Fehlerbehafteten sei aus dem Grunde zu geißeln, weil es verächtlich ist, so ist auch der zu geißeln, der ein solches wegen seines Geldwertes für Gußopfer geheiligt hat.
יז תניא כוותיה דרבא
17 Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Raba.