Yevamot 147

Kapitel 147

א ונוהגין בשאר שני שבוע ואין להם פדיון מה שאין כן במעשר ש"מ
1 diesehaben Geltung in allen Jahren des Septenniums und können nicht ausgelöst werden, was aber beim [zweiten] Zehnten nicht der Fall ist. Schließe hieraus. –
ב ת"ש נשתיירו בו ציצין המעכבין את המילה הרי זה אינו אוכל לא בתרומה ולא בפסח ולא בקדשים ולא במעשר מאי לאו מעשר דגן לא מעשר בהמה
2 Komm und höre: Sind die Beschneidung ungültig machende Fleischfasern zurückgeblieben, so darf er weder Hebe noch das Pesaḥopfer noch Heiliges noch den Zehnten essen. Doch wohl den Getreidezehnten!? – Nein, den Viehzehnten. –
ג מעשר בהמה היינו קדשים וליטעמיך מי לא תנן פסח וקתני קדשים
3 Der Viehzehnt ist ja Heiliges!? Er lehrt ja, auch nach deiner Auffassung, ebenso vom Pesaḥopfer und vom Heiligen. –
ד בשלמא פסח וקדשים צריכי דאי תנא פסח משום דערלות בפסח כתיבא אבל קדשים אימא לא ואי תנא קדשים ה"א מאי קדשים פסח אלא מעשר בהמה למה לי
4 Allerdings ist es vom Pesaḥopfer und vom Heiligen [besonders zu lehren] nötig, denn würde er es nur vom Pesaḥopfer gelehrt haben, so könnte man glauben, weil [das Verbot] der Unbeschnittenheit bei diesem geschrieben ist, nicht aber gelte dies vom Heiligen, und würde er es nur vom Heiligen gelehrt haben, so könnte man glauben, darunter sei das Pesaḥopfer zu verstehen; wozu aber ist dies vom Viehzehnten nötig!? –
ה אלא מעשר ראשון ור' מאיר היא דאמר מעשר ראשון אסור לזרים
5 Vielmehr, dies gilt vom ersten Zehnten, und zwar nach R. Meír, welcher sagt, der erste Zehnt sei Gemeinen verboten. –
ו ת"ש מדתני ר' חייא בר רב מדפתי ערל אסור בשתי מעשרות מאי לאו אחד מעשר דגן ואחד מעשר בהמה הכא נמי מעשר ראשון ור' מאיר
6 Komm und höre: R. Ḥija b. Rabh aus Diphte lehrte: Dem Unbeschnittenen sind beide Zehnte verboten, der Getreidezehnt und der Viehzehnt!? – Hier ebenfalls der erste Zehnt, nach R. Meír. –
ז ת"ש אונן אסור במעשר ומותר בתרומה ובפרה טבול יום אסור בתרומה ומותר בפרה ובמעשר מחוסר כפורים אסור בפרה ומותר בתרומה ובמעשר ואם איתא ניתני ערל אסור בתרומה ומותר בפרה ובמעשר
7 Komm und höre: Dem Trauernden ist der Zehnt verboten und die Hebe und die [Herrichtung der roten] Kuh erlaubt. Dem am selben Tage Untergetauchten ist die Hebe verboten und die [Herrichtung der roten] Kuh und der Zehnt erlaubt. Dem der Sühne Ermangelnden ist die [Herrichtung der roten] Kuh verboten und die Hebe und der Zehnt erlaubt. Wenn dem so wäre, so sollte er auch lehren: dem Unbeschnittenen ist die Hebe verboten und die [Herrichtung der roten] Kuh und der Zehnt erlaubt!? –
ח האי תנא דבי רבי עקיבא היא דמרבי ליה לערל כטמא דתניא רבי עקיבא אומר (ויקרא כב, ד) איש איש לרבות את הערל
8 Hier ist der Autor der Schule R. A͑qibas vertreten, der den Unbeschnittenen gleich dem Unreinen einschließt. Es wird nämlich gelehrt: R. A͑qiba sagte: <i>Jeder Mann</i>, dies schließt den Unbeschnittenen ein. –
ט ומאן תנא דפליג עליה דרבי עקיבא תנא דרבי יוסף הבבלי היא דתניא שרפת אונן ומחוסר כפורים כשרה רבי יוסף הבבלי אומר אונן כשרה מחוסר כפורים פסולה
9 Wer ist der Autor, der gegen R. A͑qiba streitet? – Es ist der Gegner R. Joseph des Babyloniers, denn es wird gelehrt: Die Verbrennung durch einen Trauernden oder der Sühne Ermangelnden ist gültig; R. Joseph der Babylonier sagt, die des Trauernden sei gültig und die des der Sühne Ermangelnden sei ungültig.
י ואף ר' יצחק סבר ערל אסור במעשר דא"ר יצחק מנין לערל שאסור במעשר נאמר ממנו במעשר ונאמר ממנו בפסח מה ממנו האמור בפסח ערל אסור בו אף ממנו האמור במעשר ערל אסור בו
10 Auch R. Jiçḥaq ist der Ansicht, dem Unbeschnittenen sei der Zehnt verboten, denn R. Jiçḥaq sagte: Woher, daß dem Unbeschnittenen der Zehnt verboten ist? Beim Zehnten heißt es <i>von ihm</i> und beim Pesaḥopfer heißt es <i>von ihm</i>, wie das Pesaḥopfer, bei dem es <i>von ihm</i> heißt, einem Unbeschnittenen verboten ist, ebenso ist der Zehnt, bei dem es <i>von ihm</i> heißt, einem Unbeschnittenen verboten.
יא מופני דאי לא מופני איכא למיפרך מה לפסח שכן חייבין עליו משום פיגול ונותר וטמא לאיי אפנויי מופני
11 Es ist entbehrlich, denn wäre es nicht entbehrlich, könnte man erwidern: wohl gilt dies vom Pesaḥopfer, bei dem man wegen des Verwerflichen, des Zurückbleibenden und des Unreinen schuldig ist; aber es ist entbehrlich. –
יב מאי מופני אמר רבא א"ר יצחק תלתא (שמות יב, ט) ממנו כתיבי בפסח חד לגופיה וחד לגזירה שוה וחד
12 Wieso ist es entbehrlich? Raba erwiderte im Namen R. Jiçḥaqs: Beim Pesaḥopfer heißt es dreimal <i>von ihm</i>; einmal ist es an sich nötig, einmal zur Wortanalogie und einmal [wegen des folgenden].
יג למאן דאמר בא הכתוב ליתן לך עשה אחר לא תעשה איידי דכתיב נותר כתיב נמי ממנו ולמאן דאמר ליתן לו בקר שני לשריפתו איידי דכתיב עד בקר כתיב נמי ממנו
13 Nach demjenigen, welcher sagt, die Schrift lasse ein Gebot auf das Verbot folgen, heißt es [wiederum] <i>von ihm</i>, weil es [wiederum] <i>zurückbleibt</i> heißt; und nach demjenigen, welcher sagt, sie füge für die Verbrennung einen zweiten Morgen hinzu, heißt es [wiederum] <i>von ihm</i>, weil es [wiederum] <i>bis zum Morgen</i> heißt.
יד תלתא ממנו כתיבי במעשר חד לגופיה וחד לדרבי אבהו א"ר יוחנן וחד לדריש לקיש
14 Ebenso heißt es beim Zehnten dreimal <i>von ihm</i>; einmal ist es an sich nötig, einmal wegen der Lehre R. Abahus im Namen R. Joḥanans, und einmal wegen der Lehre des Reš Laqiš.
טו דאמר ריש לקיש א"ר סמיא מנין למעשר שני שנטמא שמותר לסוכו שנאמר (דברים כו, יד) ולא נתתי ממנו למת למת הוא דלא נתתי הא לחי דומיא דמת נתתי איזה דבר ששוה בחיים ובמתים הוי אומר זו סיכה
15 Reš Laqiš sagte nämlich im Namen R. Simajs: Woher, daß man unrein gewordenen zweiten Zehnten zum Salben verwenden darf? Es heißt: <i>ich habe nichts davon für einen Toten verwandt</i>, für einen Toten nicht, wohl aber für einen Lebenden, wie für einen Toten, und das Salben ist es, das bei Lebenden und bei Toten zugleich zur Anwendung kommt.
טז מתקיף לה מר זוטרא ואימא ליקח לו ארון ותכריכים אמר רב הונא בריה דרב יהושע ממנו מגופו רב אשי אמר לא נתתי דומיא דלא אכלתי מה להלן מגופו אף כאן מגופו
16 Mar Zuṭra wandte ein: Vielleicht zur Anschaffung von Sarg und Totengewändern? R. Hona, der Sohn R. Jehošua͑s, erwiderte: Es heißt <i>von ihm</i>, von diesem selbst. R. Aši erwiderte: <i>Nicht verwandt</i> gleich <i>nicht gegessen</i>, wie dies die Sache selbst, ebenso jenes die Sache selbst. –
יז ואכתי מופנה מצד אחד הוא הניחא למאן דאמר למדין ואין משיבין אלא למ"ד למדין ומשיבין מאי איכא למימר
17 Aber immerhin ist es ja nur an einer Stelle entbehrlich!? Allerdings nach demjenigen, welcher sagt, man könne folgern und nichts erwidern, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, man könne folgern und dagegen erwidern!? –
יח הך דרבי אבהו מדרב נחמן אמר רבה בר אבוה נפקא דאמר רב נחמן אמר רבה בר אבוה מאי דכתיב (במדבר יח, ח) ואני הנה נתתי לך את משמרת תרומותי בשתי תרומות הכתוב מדבר אחת תרומה טהורה ואחת תרומה טמאה ואמר רחמנא לך שלך תהא להסקה תחת תבשילך:
18 Die Lehre R. Abahus ist aus dem von R. Naḥman im Namen des Rabba b. Abuha [angezogenen Schriftverse] zu entnehmen. R. Naḥman sagte nämlich im Namen des Rabba b. Abuha: Es heißt: <i>und ich, siehe, überweise dir, was von meinen Heben aufzubewahren ist</i>; die Schrift spricht von zwei Heben, von einer reinen Hebe und von einer unreinen Hebe, und der Allbarmherzige sagt <i>dir</i>, sie gehören dir, auch unter deinem Kochtopfe zu brennen.
יט וכל הטמאים כו': מנא הני מילי א"ר יוחנן משום ר' ישמעאל אמר קרא (ויקרא כב, ד) איש איש מזרע אהרן והוא צרוע או זב וגו' אי זהו דבר ששוה
19 U<small>ND ALLE</small> U<small>NREINE</small> &amp;<small>C</small>. Woher dies? R. Joḥanan erwiderte im Namen R. Jišma͑éls: Die Schrift sagt: <i>wer irgend von den Nachkommen Ahrons</i> <i>aussätzig ist oder einen Fluß hat &amp;c</i>., und das, wobei alle Nachkommen