Yevamot 150

Kapitel 150

א וחרזיה סילוא בביצים ונפק מיניה כחוט דמוגלא ואוליד הא שלח שמואל לקמיה דרב ואמר ליה צא וחזר על בניו מאין הם
1 und ein Span ihm in die Hoden drang, sodaß ein [Samen]strahl hervordrang, und dennoch zeugte er Kinder!? – Von diesem ließ ja Šemuél Rabh sagen, daß er über die Herkunft seiner Kinder nachforsche.
ב אמר רב יהודה אמר שמואל פצוע דכא בידי שמים כשר אמר רבא היינו דקרינן פצוע ולא קרינן הפצוע
2 R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Der durch himmlische [Fügung] Quetschverstümmelte ist tauglich. Raba sprach: Deswegen heißt es auch ‘ein Verstümmelter’ und nicht ‘der Verstümmelte’.
ג במתניתא תנא נאמר (דברים כג, ב) לא יבא פצוע ונאמר (דברים כג, ג) לא יבא ממזר מה להלן בידי אדם אף כאן בידי אדם
3 In einer Barajtha wurde gelehrt: Es heißt: <i>es komme kein Quetschverstümmelter</i>, und es heißt: <i>es komme kein Hurenkind</i>; wie dieser durch Menschen [entstanden ist], ebenso jener, wenn durch Menschen.
ד אמר רבא פצוע בכולן דך בכולן כרות בכולן פצוע בכולן בין שנפצע הגיד בין שנפצעו ביצים בין שנפצעו חוטי ביצים דך בכולן בין שנידך הגיד בין שנידכו ביצים בין שנידכו חוטי ביצים כרות [בכולן] בין שנכרת הגיד בין שנכרתו ביצים בין שנכרתו חוטי ביצים
4 Raba sagte: Dies gilt beim Verstümmelten von allen, beim Zerquetschten von allen und beim Durchschnittenen von allen. Beim Verstümmelten von allen, einerlei ob das Glied, die Hoden oder der Samenstrang verstümmelt sind. Beim Zerquetschten von allen, einerlei ob das Glied, die Hoden oder der Samenstrang zerquetscht sind. Beim Durchschnittenen von allen, einerlei ob das Glied, die Hoden oder der Samenstrang durchschnitten sind.
ה אמר ליה ההוא מרבנן לרבא ממאי דהאי פצוע דכא באותו מקום אימא מראשו אמר ליה מדלא מנה ביה דורות ש"מ באותו מקום
5 Ein Jünger sprach zu Raba: Woher, daß unter quetschverstümmelt diese Stelle zu verstehen ist, vielleicht der Kopf!? Dieser erwiderte: Bei diesem sind keine [nachfolgende] Generationen angegeben, somit ist diese Stelle zu verstehen. –
ו ודלמא האי דלא מנה בו דורות דאיהו הוא דאסור בריה ובר בריה כשר
6 Vielleicht sind deshalb keine [nachfolgende] Generationen angegeben, weil nur er unzulässig ist, sein Sohn und der Sohn seines Sohnes aber zulässig!?
ז דומיא דכרות שפכה מה כרות שפכה באותו מקום אף האי נמי באותו מקום
7 Gleich dem Ergußdurchschnittenen, wie beim Ergußdurchschnittenen an dieser Stelle, ebenso bei diesem an dieser Stelle. –
ח וכרות שפכה גופיה ממאי דבאותו מקום הוא אימא משפתיה שפכה כתיב במקום ששופך
8 Woher, daß es beim Ergußdurchschnittenen diese Stelle ist, vielleicht die Lippen!? – Es heißt <i>Erguß</i>, wo ein Erguß erfolgt. –
ט ואימא מחוטמו מי כתיב בשפוך כרות שפכה כתיב מי שעל ידי כריתה שופך שלא על ידי כריתה אינו שופך אלא מקלח לאפוקי האי דאידי ואידי שופך הוא
9 Vielleicht die Nase!? – Es heißt nicht ‘am Erguß’, sondern ‘Ergußdurchschnittener’, wenn die Ergießung durch die Durchschneidung erfolgt, undurchschnitten dagegen [der Ausfluß] sich nicht ergießt, sondern spritzt; bei jener aber ergießt er sich in jedem Falle.
י במתניתא תנא נאמר לא יבא פצוע דכא ונאמר לא יבא ממזר מה להלן באותו מקום אף כאן באותו מקום
10 In einer Barajtha wurde gelehrt: Es heißt: <i>es komme kein Quetschverstümmelter</i>, und es heißt: <i>es komme kein Hurenkind</i>, wie es sich bei diesem um diese Stelle handelt, ebenso bei jenem um diese Stelle.
יא ניקב למטה מעטרה שכנגדו למעלה מעטרה סבר רבי חייא בר אבא לאכשורי א"ל רבי אסי הכי אמר ריב"ל עטרה כל שהיא מעכבת:
11 R. Ḥija b. Abba wollte entscheiden, daß, wenn das Loch unterhalb der Eichel ist und gegenüber oberhalb der Eichel mündet, er zulässig ist, da sprach R. Asi zu ihm: Folgendes sagte R. Jehošua͑ b. Levi: Jede [Durchlöcherung] der Eichel ist ein Hinderungsgrund.
יב ואם נשתייר מעטרה כו': יתיב רבינא וקמיבעיא ליה מלא החוט שאמרו על פני כולה או על פני רובה אמר ליה רבא תוספאה לרבינא מלא החוט על פני רובה וכלפי רישא
12 I<small>ST ETWAS VON DER</small> E<small>ICHEL VORHANDEN</small> &amp;<small>C</small>. Rabina saß und warf folgende Frage auf: ist unter Haar breit, wovon sie sprechen, um die ganze [Eichel] oder um den größeren Teil zu verstehen? Raba Tospaáh sprach zu Rabina: Ein Haar breit um den größeren Teil, gegen oben.
יג א"ר הונא כקולמוס כשרה כמרזב פסולה האי שליט בה אוירא והאי לא שליט בה אוירא ורב חסדא אמר כמרזב כשרה כקולמוס פסולה האי גריד והאי לא גריד
13 R. Hona sagte: Wenn schreibrohrartig, so ist er tauglich, wenn rinnenartig, so ist er untauglich, denn in diesem Falle dringt Luft ein und in jenem Falle dringt keine Luft ein. R. Ḥisda aber sagt, wenn rinnenartig, sei er tauglich, wenn schreibrohrartig, sei er untauglich, denn in jenem Falle erfolgt eine Reibung und in diesem Falle erfolgt keine Reibung.
יד אמר רבא כוותיה דרב הונא מסתברא האי לא שליט בה אוירא והאי שליט בה אוירא אי משום גרידותא מידי דהוה אברזא דחביתא
14 Raba sagte: Die Ansicht R. Honas, in dem einen Falle dringe Luft ein und im anderen Falle dringe keine Luft ein, ist einleuchtend. Wollte man die Reibung berücksichtigen, so verhält es sich hierbei wie beim Spunde eines Fasses.
טו אמר ליה רבינא למרימר הכי אמר מר זוטרא משמיה דרב פפא הלכתא בין כקולמוס בין כמרזב כשרה מיהו מיבעיא ליה למטה מעטרה או למעלה פשיטא דלמעלה מעטרה דאי ס"ד למטה מעטרה אפילו נכרת הגיד נמי ורבינא לשבושי למרימר הוא דבעי
15 Rabina sprach zu Meremar: Folgendes sagte Mar Zuṭra im Namen R. Papas: die Halakha ist, er sei tauglich, einerlei ob schreibrohrartig oder rinnenartig. Fraglich war es ihm jedoch, ob unterhalb oder oberhalb der Eichel. – Selbstverständlich oberhalb der Eichel, unterhalb der Eichel ist er ja [tauglich], selbst wenn es ganz abgeschnitten ist!? – Rabina wollte damit Meremar nur auf die Probe stellen.
טז ההוא עובדא דהוה במתא מחסיא שפייה מר בר רב אשי כקולמוס ואכשריה ההוא עובדא דהוה בפומבדיתא איסתתים גובתא דשכבת זרע ואפיק במקום קטנים סבר רב ביבי בר אביי לאכשורי אמר רב פפי משום דאתו
16 Einst kam ein solcher Fall in Matha Meḥasja vor; da ließ Mar b. R. Aši [die Eichel] schreibrohrartig abschrägen und erklärte ihn als tauglich. Einst kam in Pumbeditha ein Fall vor, daß einem der Samenkanal verstopft war und der Same durch den Urinkanal hervorkam. R. Bebaj b. Abajje wollte ihn als tauglich erklären; da sprach R. Papi zu ihm: Weil ihr von Gekürzten stammt,