Yevamot 170

Kapitel 170

א קנסו אותו כתובה ומפני מה אמרו שניות מדברי סופרים אין להן כתובה מפני שהוא כשר והיא כשרה וכל מקום שהוא כשר והיא כשרה קנסו אותה כתובה
1 maßregelten sie ihnmit der Morgengabe. Und sie sagten deshalb, daß die nach den Schriftkundigen zweitgradig Inzestuöse die Morgengabe nicht erhalte, weil er unbemakelt und sie unbemakelt ist, und in allen Fällen, wo er unbemakelt und sie unbemakelt ist, maßregelten sie sie mit der Morgengabe.
ב רבי אומר הללו דברי תורה ודברי תורה אין צריכין חיזוק והללו דברי סופרים ודברי סופרים צריכין חיזוק דבר אחר זהו מרגילה וזו היא מרגילתו
2 Rabbi erklärte: Das eine ist eine Bestimmung der Tora, und eine Bestimmung der Tora bedarf keiner Befestigung, das andere ist eine Bestimmung der Schriftkundigen, und eine Bestimmung der Schriftkundigen bedarf einer Befestigung. Eine andere Erklärung: Im ersten Falle befleckt er sie, im anderen Falle befleckt sie ihn. –
ג דבר אחר מאן קתני לה איכא דאמר ר"ש בן אלעזר קתני לה ומה טעם קאמר מה טעם אמרו הוא פסול והיא פסולה קנסו אותו כתובה מפני שהוא מרגילה ומה טעם הוא כשר והיא כשרה קנסו אותה כתובה מפני שהיא מרגילתו
3 Wer lehrte die andere Erklärung? – Manche sagen, R. Šimo͑n b. Elea͑zar lehrte sie, und zwar ist dies eine Begründung: sie sagten deshalb, daß, wenn er bemakelt und sie bemakelt wird, man ihn mit der Morgengabe maßregele, weil er sie befleckt; und sie sagten deshalb, daß, wenn er unbemakelt und sie unbemakelt ist, man sie mit der Morgengabe maßregele, weil sie ihn befleckt.
ד איכא דאמר רבי קתני לה וחלוצה קא קשיא ליה והא חלוצה דרבנן ואית לה כתובה הדר אמר כיון דפסיל לה מדרבנן זהו מרגילה וזו היא מרגילתו
4 Manche sagen, Rabbi lehrte sie, denn ihm war es hinsichtlich der Ḥaluça unverständlich: die Ḥaluça ist ja rabbanitisch [verboten], und sie erhält die Morgengabe!? Hierauf sagte er: da er sie für die rabbanitische [Hebe] untauglich macht, [erkläre man: im] ersten Falle befleckt er sie, im anderen Falle befleckt sie ihn. –
ה מאי איכא בין רבי לרבי שמעון בן אלעזר אמר רב חסדא ממזרת ונתינה לישראל איכא בינייהו
5 Welchen Unterschied gibt es zwischen Rabbi und R. Šimo͑n b. Elea͑zar? R. Ḥisda erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen bei [der Heirat] eines Hurenkindes oder einer Nethina mit einem Jisraéliten:
ו מ"ד דאורייתא הא נמי דאורייתא מ"ד מפני שהוא מרגילה הא היא מרגלא ליה
6 einer begründet, weil es [ein Verbot] der Tora ist, und auch hierbei ist es [ein Verbot] der Tora, und einer begründet, weil er sie befleckt, und hierbei befleckt sie ihn. –
ז ולרבי אליעזר דאמר הרי זה עבד וממזר הא לא מרגלא ליה ולא מידי אלא אמר רב יוסף מחזיר גרושה משניסת איכא בינייהו מאן דאמר דאורייתא הא נמי דאורייתא ומאן דאמר מפני שהוא מרגילה הא היא מרגלא ליה
7 Nach R. Elie͑zer aber, welcher sagt, er sei Sklave und Hurenkind, befleckt sie ihn ja nicht!? Vielmehr, erwiderte R. Joseph, ein Unterschied besteht zwischen ihnen bei der Wiedernahme seiner Geschiedenen, nachdem sie verheiratet war; einer begründet, weil es [ein Verbot] der Tora ist, und auch hierbei ist es [ein Verbot] der Tora, und einer begründet, weil er sie befleckt, und hierbei befleckt sie ihn. –
ח ולרבי עקיבא דאמר יש ממזר מחייבי לאוין הא לא מרגלא ליה ולא מידי אלא אמר רב פפא בעולה לכ"ג איכא בינייהו מאן דאמר דאורייתא הא נמי דאורייתא ומאן דאמר מפני שהוא מרגילה הא היא מרגלא ליה
8 Nach R. A͑qiba aber, welcher sagt, der von mit einem Verbote belegten [Erzeugte] sei Hurenkind, befleckt sie ihn ja nicht!? Vielmehr, erklärte R. Papa, ein Unterschied besteht zwischen ihnen bei [der Heirat] eines Hochpriesters mit einer Deflorierten; einer begründet, weil es [ein Verbot] der Tora ist, und auch hierbei ist es [ein Verbot] der Tora, und einer begründet, weil er sie befleckt, und hierbei befleckt sie ihn. –
ט ולר' אליעזר בן יעקב דאמר יש חלל מחייבי עשה הא לא מרגלא ליה ולא מידי אלא אמר רב אשי מחזיר ספק סוטתו איכא בינייהו
9 Nach R. Elie͑zer b. Ja͑qob aber, welcher sagt, [Abkömmlinge] der von mit einem Gebote belegten seien Entweihte, befleckt sie ihn ja nicht!? Vielmehr, erklärte R. Aši, ein Unterschied besteht zwischen ihnen bei der Wiedernahme seiner zweifelhaften Ehebruchsverdächtigten;
י מ"ד דאורייתא הא נמי דאורייתא ומ"ד מפני שהוא מרגילה הא היא מרגלא ליה ולר' מתיא בן חרש דאמר אפי' הלך בעלה להשקותה ובא עליה בדרך עשאה זונה הא לא מרגלא ליה ולא מידי אלא אמר מר בר רב אשי סוטה ודאי איכא בינייהו:
10 einer begründet, weil es [ein Verbot] der Tora ist, und auch hierbei ist es [ein Verbot] der Tora, und einer begründet, weil er sie befleckt, und hierbei befleckt sie ihn. – Nach R. Mathja b. Ḥereš aber, welcher sagt, selbst wenn ihr Mann ihr auf dem Wege, sie trinken zu lassen, beigewohnt hat, habe er sie zur Hure gemacht, befleckt sie ihn ja nicht!? Vielmehr, erklärte Mar, Sohn des R. Aši, ein Unterschied besteht zwischen ihnen bei einer entschiedenen Ehebrecherin.
יא <big><strong>מתני׳</strong></big> בת ישראל מאורסת לכהן מעוברת מכהן שומרת יבם לכהן וכן בת כהן לישראל לא תאכל בתרומה בת ישראל מאורסת ללוי מעוברת מלוי שומרת יבם ללוי וכן בת לוי לישראל לא תאכל במעשר
11 <b>W</b><small>ENN DIE</small> T<small>OCHTER EINES</small> J<small>ISRAÉLITEN MIT EINEM</small> P<small>RIESTER VERLOBT</small>, <small>VON EINEM</small> P<small>RIESTER SCHWANGER ODER</small> A<small>NWÄRTERIN DER</small> S<small>CHWAGEREHE MIT EINEM</small> P<small>RIESTER IST</small>, <small>EBENSO WENN DIE</small> T<small>OCHTER EINES</small> P<small>RIESTERS IN DIESEM</small> V<small>ERHÄLTNISSE ZU EINEM</small> J<small>ISRAÉLITEN STEHT</small>, <small>SO DARF SIE KEINE</small> H<small>EBE ESSEN</small>. W<small>ENN DIE</small> T<small>OCHTER EINES</small> J<small>ISRAÉLITEN MIT EINEM</small> L<small>EVITEN VERLOBT</small>, <small>VON EINEM</small> L<small>EVITEN SCHWANGER ODER</small> A<small>NWÄRTERIN DER</small> S<small>CHWAGEREHE MIT EINEM</small> L<small>EVITEN IST</small>, <small>EBENSO WENN DIE</small> T<small>OCHTER EINES</small> L<small>EVITEN IN DIESEM</small> V<small>ERHÄLTNISSE ZU EINEM</small> J<small>ISRAÉLITEN STEHT</small>, <small>SO DARF SIE DEN</small> Z<small>EHNTEN</small> <small>NICHT ESSEN</small>.
יב בת לוי מאורסת לכהן מעוברת מכהן שומרת יבם לכהן וכן בת כהן ללוי לא תאכל לא בתרומה ולא במעשר:
12 W<small>ENN DIE</small> T<small>OCHTER EINES</small> L<small>EVITEN MIT EINEM</small> P<small>RIESTER VERLOBT</small>, <small>VON EINEM</small> P<small>RIESTER SCHWANGER ODER</small> A<small>NWÄRTERIN DER</small> S<small>CHWAGEREHE MIT EINEM</small> P<small>RIESTER IST</small>, <small>EBENSO WENN DIE</small> T<small>OCHTER EINES</small> P<small>RIESTERS IN DIESEM</small> V<small>ERHÄLTNISSE ZU EINEM</small> L<small>EVITEN STEHT</small>, <small>SO DARF SIE WEDER</small> H<small>EBE NOCH DEN</small> Z<small>EHNTEN ESSEN</small>.
יג <big><strong>גמ׳</strong></big> ותהא זרה זרה מי לא אכלה במעשר אמר רב נחמן אמר שמואל הא מני ר"מ היא דאמר מעשר ראשון אסור לזרים דתניא
13 GEMARA. Und wenn sie auch Gemeine ist, darf eine Gemeine denn nicht den Zehnten essen!? R. Naḥman erwiderte im Namen Šemuéls: Hier ist die Ansicht R. Meírs vertreten, welcher sagt, der erste Zehnt sei Gemeinen verboten.