Zevachim 10

Kapitel 10

א מה לתודה שכן טעונה לחם
1 [Entgegnet man:] wohl das Dankopfer, weil dazu die Brote erforderlich sind,
ב עולה ושלמים יוכיחו וחזר הדין לא ראי זה כראי זה ולא ראי זה כראי זה הצד השוה שבהן שהן קדשים ושחטן שלא לשמן כשר ואינו מרצה אף אני אביא אשם שהוא קדש ושחטו שלא לשמו כשר ואינו מרצה
2 so ist vom Brand und vom Heilsopfer [das Entgegengesetzte] zu beweisen. Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie heilige Opfer sind, und wenn man sie auf einen anderen Namen geschlachtet hat, sind sie tauglich und machen nicht wohlgefällig, somit schließe man auch das Schuldopfer ein: es ist ebenfalls ein heiliges Opfer, und wenn man es auf einen anderen Namen geschlachtet hat, ist es tauglich und macht nicht wohlgefällig. –
ג מה להצד השוה שבהן שהן באין בנדר ובנדבה
3 Aber das Gemeinsame bei ihnen ist ja, daß sie als Gelobtes und als freiwillige Gabe dargebracht werden!?
ד אלא אמר רבא זאת התורה וגו' הקישו הכתוב לשלמים מה שלמים שהן קדשים ושחטן שלא לשמן כשרים ואין מרצין אף אני אביא אשם שהוא קודש כו'
4 Vielmehr, erklärte Raba, [es heißt:] <i>das ist das Gesetz &amp;c.</i> Die Schrift vergleicht diesesmit dem Heilsopfer: wie das Heilsopfer ein heiliges Opfer ist, und wenn man es auf einen anderen Namen geschlachtet hat, ist es tauglich und macht nicht wohlgefällig, ebenso schließe man auch das Schuldopfer ein, es ist ein heiliges Opfer &amp;c. –
ה מאי חזית דאקשת לשלמים אקיש לחטאת
5 Was veranlaßt dich, es mit dem Heilsopfer zu vergleichen, vergleiche es doch mit dem Sündopfer!? –
ו הא מיעט רחמנא אותה
6 Dieses hat der Allbarmherzige durch das <i>es</i>eingeschränkt.
ז (סימן הנ"ש בש"ר)
7 
ח יתיב רב הונא ורב נחמן ויתיב רב ששת גבייהו ויתבי וקאמרי קשיא ליה לריש לקיש אשם דלא אתי לאחר מיתה לימא ליה ר"א אשם נמי אתי לאחר מיתה
8 R. Hona und R. Naḥman saßen beisammen und R. Šešeth saß neben ihnen; da sprachen sie: Reš Laqiš erhob einen Einwand hinsichtlich des Schuldopfers, weil es nach dem Tod nicht dargebracht wird. R. Elie͑zer sollte ihm ja erwidert haben, auch ein Schuldopfer werde nach dem Tod dargebracht!?
ט אמר להו רב ששת אשם למאי קרב למותרו חטאת נמי מיקרב קרבה מותרה
9 R. Šešeth erwiderte ihnen: Vom Schuldopfer wird ja nur der zurückbleibende [Erlös] dargebracht, und das Zurückbleibende wird auch vom Sündopfer dargebracht. –
י חטאת אף ע"ג דקרבה מותרה מיעט רחמנא הוא
10 Das Zurückbleibende des Sündopfers hat der Allbarmherzige, wenn es auch dargebracht wird, durch [das Wort] <i>es</i>ausgeschlossen. –
יא אשם נמי כתיב ביה הוא
11 Auch beim Schuldopfer heißt es ja es!? –
יב ההוא לאחר הקטרת אימורים הוא דכתיב כדתניא אבל אשם לא נאמר בו הוא אלא לאחר הקטרת אימורין והוא עצמו אם לא הקטירו אימורין כשר
12 Dieses steht erst nach [der Vorschrift von] der Aufräucherung der Opferteile. Wie gelehrt wird: Beim Schuldopfer heißt es <i>es</i> erst nach [der Vorschrift von] der Aufräucherung der Opferteile, und dieses ist tauglich, auch wenn die Opferteile überhaupt nicht aufgeräuchert worden sind. –
יג ואלא הוא למה לי לכדרב הונא אמר רב דאמר רב הונא אמר רב אשם שניתק לרעיה ושחטו סתם כשר
13 Worauf deutet demnach das <i>es</i>!? – Auf eine Lehre des R. Hona im Namen Rabhs, denn R. Hona sagte im Namen Rabhs: Wenn ein Schuldopfer zur Weide ausgeschieden wordenist, und man es ohne nähere Bestimmung geschlachtet hat, so ist es tauglich.
יד ניתק אין לא ניתק לא מאי טעמא אמר קרא הוא בהווייתו יהא
14 Nur wenn es ausgeschieden wordenist, sonst aber nicht, denn die Schrift sagt <i>es,</i> es verbleibe bei seinem Wesen.
טו יתבי רב נחמן ורב ששת ויתיב רב אדא בר מתנה גבייהו ויתבי וקאמרי הא דקאמר רבי אלעזר מצינו בבאין לאחר מיתה שהן כשרין ואין מרצין לימא ליה ריש לקיש הנהו נמי לייתו ולירצו
15 R. Naḥman und R. Šešeth saßen beisammen und R. Ada b. Mathna saß neben ihnen; da sprachen sie: R. Elie͑zer sagte, wir finden, daß [Opfer], die nach dem Tod dargebracht werden, tauglich sind und nicht wohlgefällig machen; Reš-Laqiš sollte ihm ja erwidert haben, diese werden dargebracht und machen auch wohlgefällig!?
טז אמר להן רב אדא בר מתנה יולדת אם היא ילדה בניה מי ילדו
16 R. Ada b. Mathna erwiderte ihnen: Haben denn, wenn eine Wöchnerin geborenhat, auch ihre Söhne geboren!?
יז מתקיף לה רב אסי ומאן לימא לן דאי איכא כמה עשה גבה לא מיתכפרא וכיון דכי איכא כמה עשה גבה מיכפרא יורשיה נמי מיכפר
17 R. Asi wandte ein: Wer sagt uns, daß sie dadurch nicht Sühne auch wegen anderer Gebote erlange!? Und da sie dadurch auch wegen anderer Gebote Sühne erlangt, so erlangen sie auch ihre Erben. –
יח למימרא דקניא להו והאמר רבי יוחנן הניח מנחה לשני בניו ומת קריבה ואין בו שותפות ואי ס"ד קניא להו (ויקרא ב, א) נפש אמר רחמנא
18 Demnacheignen sie es, und dem widersprechend sagte ja R. Joḥanan, wenn jemand seinen zwei Söhnen ein Speisopferhinterlassen hat und gestorben ist, sei es darzubringenund dabei gebe es keine Teilhaberschaft, und wenn man sagen wollte, sie eignen es, so sagte ja der Allbarmherzige:<i>eine Seele</i>!? –
יט ולא קניא להו והאמר ר' יוחנן הניח בהמה לשני בניו ומת קריבה ואין ממירין בה אי אמרת בשלמא קניא להו היינו דאין ממירין בה דהויא להו כשותפין
19 Eignen sie es etwa nicht, R. Joḥanan sagte ja, wenn jemand seinen zwei Söhnen ein Vieh hinterlassen hat und gestorben ist, sei es darzubringen und sie können es nicht umtauschen. Einleuchtend ist es nun, daß sie es nicht umtauschen können, wenn du sagst, daß sie es eignen, denn sie gelten als Teilhaber,