Zevachim 187

Kapitel 187

א וכל מיני בגדים תלמוד לומר (ויקרא ו, כ) אשר עליה תכבס יכול שאני מרבה עור משהופשט ת"ל בגד מה בגד דבר המקבל טומאה אף כל דבר המקבל טומאה
1 Es heißt: <i>worauf es spritzt, sollst du waschen</i>. Man könnte nun glauben, auch die nichtabgezogene Haut sei einbegriffen, so heißt es <i>Kleid</i>; wie das Kleid eine Sache ist, die für die Unreinheit empfänglich ist, ebenso auch jede andere Sache, die für die Unreinheit empfänglich ist. –
ב מאי בינייהו אמר אביי מטלית פחותה משלש איכא בינייהו מאן דאמר ראוי הא נמי ראוי דאי בעי חשיב עליה מ"ד דבר המקבל טומאה הא מיהא לאו בת קבולי טומאה היא
2 Welchen Unterschiedgibt es zwischen ihnen? Abajje erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich eines weniger als drei [Fingerbreiten] großen Flickens; nach demjenigen, welcher sagt: was geeignet ist, ist auch dieser geeignet, wenn man ihn zur Verwendungbestimmt, und nach demjenigen, welcher sagt, was für die Unreinheit empfänglich ist, ist dieser es nicht.
ג רבא אמר בגד שחישב עליה לצורה איכא בינייהו מ"ד ראוי הא נמי ראוי דאי בעי מבטיל ליה למחשבתיה מ"ד דבר המקבל טומאה השתא מיהא לאו בת קבולי טומאה היא
3 Raba erklärte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich eines Gewandes, das zu besticken man beabsichtigthat; nach demjenigen, welcher sagt, was geeignet ist, ist auch dieses geeignet, wenn man die Absicht auf gibt, und nach demjenigen, welcher sagt, was für die Unreinheit empfänglich ist, ist dieses vorläufig für die Unreinheit nicht empfänglich.
ד רבא אמר עוצבא דחשיב עלה לקצעה איכא בינייהו מ"ד ראוי הא נמי ראויה מאן דאמר דבר המקבל טומאה הא לאו מקבלה טומאה עד דמקצע לה והתניא רבי שמעון בן מנסיא אומר עוצבא שחשב עליה לקצעה טהורה עד שיקציענה:
4 Rabaerklärte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich einer Decke, die zu bestoßenman beabsichtigt hat; nach demjenigen, welcher sagt, was geeignet ist, ist auch diesegeeignet, und nach demjenigen, welcher sagt, was für die Unreinheit empfänglich ist, ist diese nicht eher für die Unreinheit empfänglich als bis man sie bestoßen hat. Es wird nämlich gelehrt: R. Šimo͑n b. Menasja sagte: Eine Decke, die zu bestoßen man beabsichtigt hat, bleibt so lange rein, bis man sie bestoßen hat.
ה אין טעון כיבוס כו': מנה"מ דת"ר יכול נתז על מקצת בגד יהא כל הבגד טעון כיבוס ת"ל (ויקרא ו, כ) אשר יזה לא אמרתי לך אלא מקום דם בלבד:
5 N<small>UR</small> &amp;<small>C. BENÖTIGT DES</small> W<small>ASCHENS</small>. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: Man könnte glauben, wenn es auf einen Teil des Gewandes spritzt, benötige das ganze Gewand des Waschens, so heißt es:<i>worauf es spritzt</i>, ich habe es dir nur von der blutigen Stelle gesagt.
ו דבר שהוא ראוי לקבל טומאה [וכו']: סתמא כרבי יהודה
6 F<small>ÜR DIE</small> E<small>MPFÄNGLICHKEIT DER</small> U<small>NREINHEIT</small>. Eine anonyme Lehre nach R. Jehuda.
ז ראוי לכיבוס למעוטי כלי דבר גרידה הוא:
7 U<small>ND ZUM</small> W<small>ASCHEN GEEIGNET IST</small>. Dies schließt Dinge aus, die man abzukratzen pflegt.
ח אחד הבגד ואחד השק כו': למימרא דעור בר כיבוס הוא ורמינהו היתה עליו לשלשת מקנחה בסמרטוט היתה (על). של עור נותן עליה מים עד שתכלה
8 S<small>OWOHL</small> K<small>LEIDER ALS AUCH</small> S<small>ACKZEUG</small> &amp;<small>C</small>. Demnach ist Haut zum Waschen geeignet; ich will auf einen Widerspruch hin weisen: Befindet sich daraufSchmutz, so wische man ihn mit einem Lappen fort, ist es aus Leder, so gieße man darauf Wasser bis er fortist!?
ט אמר אביי לא קשיא הא רבנן הא אחרים דתניא הבגד והשק מכבסו הכלי והעור מגררו אחרים אומרים הבגד והשק והעור מכבסו והכלי מגררו
9 Abajje erwiderte: Das ist kein Widerspruch; eines nach den Rabbanan und eines nach den anderen. Es wird nämlich gelehrt: Kleider oder Sackzeug wascheman, Geräte oder Haut kratze man ab; andere sagen, Kleider, Sackzeug oder Haut wasche man, Geräte kratze man ab.
י כמאן אזלא הא דאמר רב חייא בר אשי זימנין סגיאין הוה קאימנא קמיה דרב ושכשיכי ליה מסאניה במיא כמאן כרבנן
10 Demnach vertrat R. Ḥija b. Aši, der erzählte, daß er oft vor Rabh stand und ihm die Schuhe mit Wasser abspülte, die Ansicht der Rabbanan.
יא אמר רבא ומי איכא למאן דאמר עור לאו בר כיבוס הוא והכתיב (ויקרא יג, נח) והבגד או השתי או הערב או כל כלי העור אשר תכבס אלא אמר רבא קרא ומתניתין ברכין כי פליגי בקשין
11 Raba sprach: Gibt es denn jemand, welcher sagt, Leder werde nicht gewaschen, es heißt ja:<i>das Kleid, das Gewebe, das Gewirke oder irgend ein Gerät aus Leder, das gewaschen wird</i>!? Vielmehr, erklärte Raba, spricht die Schrift und unsere Mišna von weichem und ihr Streitbesteht über hartes. –
יב והאמר רב חייא זימנין סגיאין הוה קאימנא קמיה דרב ושכשיכי ליה מסאניה במיא בקשין וכרבנן
12 R. Ḥija erzählte ja aber, daß er oft vor Rabh gestanden und ihm die Schuhe mit Wasser abgespült habe!? – Sie waren aus hartem, nach den Rabbanan.
יג הדר אמר רבא לאו מילתא היא דאמרי ניקו נימא ליה לקרא דכי כתיבן ברכין כתיבן מי לא עסקינן בכלי אכסלגיא הבאים ממדינת הים וקאמר רחמנא ניבעי כיבוס
13 Später sagte Raba: Das, was ich gesagt habe, ist nichts; ist denn anzunehmen, daß die Schrift nur von weichem spricht und nicht etwa auch von überseeischen Ledergeräten, und dennoch sagt der Allbarmherzige, daß sie zu waschen sind!?
יד אלא אמר רבא צרעת כיון דמגופיה קא פרחה מחלחלא ליה ומשוי לה רך אמר רבא אי קשיא לי הא קשיא לי
14 Vielmehr, erklärte Raba, da der Aussatzaus diesem selbst kommt, so löst er esund macht es weich. Hierauf sprach Raba: Wenn ich einen Einwand erheben wollte, so würde ich folgenden Einwand erheben: